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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-08-28 · 35 (28.8.1896) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
35 (28.8.1896)
Date
1896-08-28
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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«WWfoit « ' tabes b,s fc* Wen einigen «ftaum. -1, tattge^abten Bezirkskonsern» |!beJteiL lHerr Nntzbam ^etfammlung, vor der %. '«•) - Bei der AbstimnM achtete Resolntion ergab tz tefelbe. Die Stimme btmitgezählt roerben, be es und deshalb Partei n esucht gewesen, so würde bei i einer nnr um so scharfem Busses gestaltet haben. chiedener der Konferenz seT sämtlich im Sinne der St ■ des Vorstandes, eine Unter ier beschlnßfassender General peräu bewilligt ist, ohne bit nrsversarnrnlnng in ein Tai bt eine Eigenmächtigkeit Hehrheit nur von Fünfen aus Vorstand pater peccavi sagt! n" verzichtete, hat er den Be Vorwurfs gegeben. - Wem h besuchte Bezirks-Konfereui s Vereinsvorstandes zu tritt rtlichen, so übt sie ihr m dieses in Frage zu fteßes , durch Hinweis ans die ge ,z zu schwächen zu versuchen i, durch thatsächliche Beunangenehme Kritik;u ent gjj. Abraham-Kettwig. Tie Notiz in Ihm» m Polzin betreffend, vem ichen Berichtigung folgend i Polzin wird nicht von Ferienkolonien ausgerM mg der Berliner Logen » Jen des Ordens gem^ %****%■ .Knie i» k"* Ji ns, ben dürfen. a rs rvr uv" idersprechen den Li.« Nr. 35. Jahrgang V. Berlin, 28. August >896. Berlin, 28. August 1896. Nebst einer wissenschaftlichen Beilage „^eschurun^. Redakteur: A. Levin. Verlag: Siegfried Cronbach, Berlin W. 57. Celep hon: Redaktion VH, 4236. * Expedition VI, 796. Bezugspreis vierteljährlich: |mi unj, | Deutschland u. Oesterreich-Uugarn Jlk. 2,00, * " alle andern Länder Ulk. 2,50. Post-Zeitungsliste Rr. 108. Die „Wochenschrift" erscheint an jedem Freitag mindestens 20 Seiten (2>/z Bogen), der „Zeschnrun" Mitte und Ende jeden Monats mindestens 4 Seiten (Va Bogen) stark. Zu beziehen durch die Post (Zeitungsliste pro 1896 Nr. 108) oder unsere Expedition. Anreigen werden mit 25 pfg. für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum berechnet. Bei Wiederholungen oder größeren Aufträgen tritt eine Preisermäßigung ein. Alle Annoncen-Expeditionen sowie unsere Expedition nehmen Anzeigen für dieses Blatt entgegen. Inhalt: Unsere Frage. — Kulturaufgaben, l. Bon Dr. S. Bernfeld. — Das Gemeindeleben in Ostpreußen. Von Moritz Scherbel. — Von Hirsch bis Breuer. III. — Die Judenfrage in Rußland. — Wochen Chronik: Wilhelm Jensen. — „Jüdische Berichterstatter". — Rohling spukt wieder. — Feuilleton: Das große Sterben. Von Wilhelm Jensen. - Im Londoner Ghetto. (Schluß.) Von Ernst Heilborn. - Epigramme und Sentenzen. — Hier und dort. Brief-und Fragekasten. — Kalender. — Anzeigen. Ilnfere Frage. In diesen Tagen haben wir nachstehenden Brief versandt: „Sehr geehrter Herr! Wir nehmen uns die Freiheit, Ihnen eine Bitte vorzutragen, deren Erfüllung Ihre Zeit beanspruchen wird. Wir dürfen die Versicherung vorausschicken, daß wir keineswegs die Absicht haben, Männer von Ruf und Ansehen für Zwecke der Neugierde zu bemühen, sondern einzig im Dienste einer Sache handeln, die uns und, wie wir voraussetzen, gleichermaßen Ihnen am Herzen liegt. An siebenzig jüdische Notable wenden wir uns mit der Frage: Ist das Judentum im Niedergange, und welche Mittel können den etwaigen Niedergang aufhalten? Die Adressen haben wir mit Sorgfalt ausgesucht, grundsätzlich alle vermeidend, die durch ihren Beruf zu Rücksichtnahmen und einer Verschleierung ihrer Meinung verleitet werden könnten. Gelehrte sind es und Männer, die durch öffentliche Bethätignng bekannt geworden, denen wir die Frage vorlegen. Die Antworten sollen veröffentlicht und später in Buchform herausgegeben werden. Findet unser Ersuchen überall die Zustimmung, die es, wie wir glauben, verdient, so wird der öffentlichen Erörterung und Belehrung reiches und dankenswertes Material geboten werden, und vielleicht ist es der Sammlung beschieden, als eine neue Septuaginta in der Entwickelungsgeschichte des jüdischen Stammes ein Merkzeichen von dauernder Bedeutung zu werden." Die Redaktion der „Allgemeinen Israelitischen Wochenschrift." * * * Erft nach vielfacher und sorgfältiger Erwägung und nicht ohne Zagen haben wir diesen Schritt gethan. Wir sagten uns, daß wir auch wenig erfreulicher Antworten gewärtig sein müßten, nicht dazu angethan, in dem weiten Kreise, der unser Wort vernimmt, die Gesinnung zu stärken, die wir verbreitet zu sehen wünschen. Denn unbedingt galt für uns die Pfficht, unverkürzt zu Worte kommen zu lassen, wen wir zum Worte geladen. Die in einer Fußnote verzeichnete Liste der von uns ausgewählten Adressen legt Zeugnis dafür ab, daß wir alle Richtungen gleichmäßig berücksichtigt haben. Männer der äußersten Rechten wie der äußersten Linken haben wir ausgefordert, die Frage beantworten zu helfen, die in dem obigen Briefe formuliert ist. Indem wir hierauf Hinweisen, haben wir unser Thun gerechtfertigt und zugleich erläutert. Die Sage erzählt, ein König habe einstmals siebenzig Gelehrten die Aufgabe gestellt, die heiligen Bücher in eine andere Sprache zu übersetzen. Jeder der Siebenzig arbeitete in strenger Abgeschlossenheit für sich. Alle begannen das Werk in der nämlichen Stunde, alle beendeten es in der gleichen Zeit. Und als die siebenzig Uebersetzungen dem Könige vorgelegt wurden, da fand sich, daß sie von Wort zu Wort übereinstimmten. Wir wollen keine Deutung der Sage versuchen; ihre Nutzanwendung aber ist die: Nicht des Einzelnen Antwort, so durchdacht sie sein mag, ist von entscheidendem Gewicht. Doch was siebenzig gewissenhafte mrd kluge Männer — jeder für sich erwägend — zusammen als ihres Nachdenkens letzten Schluß zu sagen wissen, das ist eine einheitliche Antwort, die man wohl als autoritativ betrachten darf. Wir haben irr diesem Blatte viel und oftmals strenge Kritik geübt und rnanchen Vorwrrrf dafür aus uns geladen. Von allen Vorwürfen lehnen wir nnr den einen ab: daß wir in unfruchtbarer Verneinung uns gefallerr. Unser Tadel war überall lediglich der Ausdruck unserer Liebe zu dem Jnderrtum, für das ivir streiten, unter Umständen auch gegen

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