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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-03-27 · 13 (27.3.1896) · p. Seite 240

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
13 (27.3.1896)
Date
1896-03-27
Page
Seite 240 (sequence 16)
Language
German
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Seite 240. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Nr. 13.!*' . hervorgehoben, die durch die Accente in der Vokalisation und der Betonung der Wörter hervorgerufen werden. Ter Accentuation des Dekalogs ist ein besonderes Kapitel gewidmet, und den Schluß bildet eine Abhandlung über den Gebrauch der Accente als musikalische Zeichen. — An dem Werke, für dessen Gediegenheit schon der Name des verewigten Verfassers bürgt, ist vor allem die klare Uebersicht der Darstellung rühmend hervorzuheben. Wie es von einem praktischen Schulmanne nicht anders zu erwarten ist, sind die Regeln in deutlicher, faßlicher Weise gegebeu und durch zahlreiche Beispiele erläutert, sodaß auch demjenigen, der ohne Vorkenntnisse an dieses Studium herantritt, ein anschauliches Bild von dem Wesen und dem ganzen System der biblischen Accentlehre geboten wird. Für diejenigen, die dazu berufen sind, in der Synagoge den Kantorendienst zu versehen, wird das Werk ein ausgezeichnetes Hilfsmittel bilden, denn jeder Eingeweihte weiß, wie sehr das Verständnis für die Bedeutung der Tonzeichen das korrekte Vortragen der Tonabschnitte erleichtert. Aber auch für diejenigen, die dieses Studium nicht zu praktischen Zwecken betreiben wollen, ist das Buch von großem Nutzen. Wie der Verfasser in dem Vorwort richtig hervorhebt, sind die einschlägigen Werte der alten jüdischen Grammatik meist in einem sehr schwer verständlichen Stil geschrieben, der das Studium derselben zu einem sehr mühsamen macht. Das vorliegende Werk ist nun ganz besonders geeignet, den Anfänger in die Kenntnis dieses Zweiges der jüdischen Wissenschaft einzuführen und ihn zu weiteren Forschungen zu veranlassen. — Das Buch ist aus dem schriftlichen Nachlasse des Verfassers herausgegeben von Dr. H. Heinemann. Die Ausstattung ist gut; nur sind Druckfehler ziemlich häufig, was jedoch den Wert des Buches nicht beeinträchtigt. I. U. Brief- und Lragekasten. — Antwort an M. S., Krotoschin. Der 18. März 1848, fiel auf rctt’» vüx also abends sollte die Megilla gelesen werden. Der Gottesdienst fiel jedoch in allen Synagogen aus; doch am Sonntag, 19. März wurde sie in der damaligen einzigen Synagoge der jüdischen Gemeinde, Heidereutergasse, sowie in fast allen Privatsynagogen, bei sehr schwachem Besuche, vorgetragen. Die Barrikaden standen noch, jedoch das Schießen hatte aufgehört, das Militär sich zurückgezogen. Herrmann Ury. — Wer kann mir ein Lied, das für Trauungen vor „Mi adir“ zu singen geeignet und mit Instrumentalbegleitung ist, empfehlen? (Für Solo oder Chor? Red.). C. B., Gr. — Hrn. E. W., Beuthstr. Ihr Vorschlag ist gut gemeint, aber schwer durchführbar. Nicht alle Reden, die sich gut anhören, sind auch des Lesens wert. Ueberdem würden wir die Manuskripte der Reden nicht bekommen, einmal wegen unsrer oppositionellen Haltung, sodann auch deshalb nicht, weil manche — freilich nicht alle — wahrhaft gute Predigten in ihren wesentlichen Teilen schon — gedruckt sind. Auszüge aus dem Buche von Frau Nahida Lazarus dagegen beabsichtigen wir zu bringen. Wir haben dies jetzt umso bequemer und — billiger, als der Verleger des trefflichen Werkes vom 1. April auch Verleger unseres Blattes ist. — Zur Richtigstellung. In Nr. 11 dieses geschätzten Blattes weiß Herr Rabbiner Dr. Lazarus nicht, „was Herr Treu mit seinem Artikel in Nr. 8 und 9 (nicht 7 und 8) eigentlich will", und doch dürfte unbefangenen Lesern die Klärung in Nr. 8 in der Hauptsache an- Klarheit nichts zu wünschen übrig gelassen haben. Die „Lobsprüche in ihrer Ueberschwenglichkeit" beschränken sich — wohlverstanden — auf eine Anerkennung in der Annahme, daß der neue Verein auch die Ziele des Vereins s. L. Rh. und W. redlich verwirklichen helfe, wie es Punkt 1 seines Programms andeutet. So verständigt (nicht verständig wie in Art. II) teilt Herr Dr. L. wohlverdient Dank und Anerkennung mit seinen Herren Kollegen, deren einige als Gönner unseres Vereins namhaft zu machen wir uns nicht versagen konnten. Hiermit wird die Annahme: „in dem Treuschen Artikel blickt der Vorwurf durch, ein Rabbiner" rc. hinfällig. Zwar ist in unserem Artikel von einem Verein, an dessen Spitze der Herr Rabbiner Dr. L. steht, die Rede, aber in der weiteren Darstellung wird immer auf den „Verein für Rabbiner und Lehrer" bezug genommen und der geehrte Herr wird diesen Plural doch nicht für sich allein beanspruchen; gemeint ist immer der Verein. Es sei jedoch zugegeben, daß an einigen Stellen des 2. Artikels die Klarheit etwas getrübt ist, wegen einiger Druckfehler, und weil die kürzliche Titeländerung, wobei „Rabbiner" ausgelassen, dem Verfasser unbekannt war. — Schließlich auf Punkt 1 zurückkommend, wäre es zum mindesten komisch, wenn wir erst die Existenz unseres Vereins beweisen wollten. Wir glauben den Beweis klar, gründlich und urkundlich erbracht zu haben, gegenüber Wortklaubereien und Wendungen, wie: Essener Kasse und dergleichen. Wenn gleichwohl Führer und Mitglieder des jungen Vereins unser Institut nach Namen und That verleugnen, — ein Institut, das in der nächsten Konferenz sein 40 jähriges Jubiläum erlebt, in seinem Wesen und Wirken, an der Pflege der Kollegialität und der Berufstüchtigkeit, in seiner Sorge für dienstunfähige Lehrer und deren Witwen und Waisen, andern Vereinen vorbildlich geworden; —wenn der junge Verein kalten Herzens und ruhigen Gewissens an die Möglichkeit einer Schädigung des alten Vereines denkt, anstatt freudig an der Kräftigung unseres Vereines zur baldigen Erreichung des Zieles seines mühevollen Strebens mitzuwirken: dann antworten wir auf Wortklauberei und Sonderbündelei: Bahn frei! A. Treu-Münster. — Giebt es eine Erklärung dafür, warunr die Hagada in chaldäischer Sprache beginnt und schließt, während doch der ganze übrige Inhalt in reinstem Hebräisch abgefaßt? L. in Hannover. Wochen- März 1896. Nissan. 5656. Kalender. Freitag . . . 27 13 Sonnabend . . 28 14 IS Sabb.-Ausg. 7,14. Sonntag . . . 29 15 ^Peßach lSabb. Haggadol.s Montag . . . 30 16 Dienstag . . . 31 17 | Mittwoch. . . Donnerstag . . 1 2 18 19 Chol ha Moed. Freitag . . . 3 20 ) Grabdenkmäler on Marmor, Granit und Sandstein empfehlen Levy & Pohl, Berlin N. Lothringer Strasse 83. Correcte Arbeit. Reelle Bedienung. ’l

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