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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-03-20 · 12 (20.3.1896) · p. Seite 219

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
12 (20.3.1896)
Date
1896-03-20
Page
Seite 219 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 12. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Seite 219. (f|)ipniiiif unb A»i>ms. Von Wilhelin Rnhemann. Gcifteshandcl. Wer mit Geist sich Geld erhandelt, Hat den Geist in Geld verwandelt. * * Wert der Satyre. Soll Satyre Wert beknnden. Mich sie warnen, llicht verwanden. * * P * Hartherzigkeit. Für Deines Nächsten Leid und Schmerz, Wie Stein und Erz eiskalt das Herz, Sei kurz, schläfst Du den ew'gen Schlaf, Ans Deinem Grab das Epitaph: Dein Name einzig und allein, Gemeißelt in ein Herz von Stein. * * * Halbe Hilfe. Halbe Hilfe in der Not, rettet halb nur vom Verderben; — „Besser ist ein schneller Tod, als nach langem Siechtum sterben!" * * * Memento. Ihr, die Ihr geht ans geebneten Wegen, Denen das Leben beut Glück, Heil und Segen, Blicker nicht auf die Enterbten herab: „Gleich macht die Menschen einst alle das Grab!" — Personalien. — Berufen: Herr Tr. Hoffmann aus Berlin als Rabbiner nach Nenstettin. — Versetzt: Herr L. Gut mann von Aschaffenbnrg nach Salzwedel, — Herr B. Segall von Kobylagora nach Aschaffenbnrg, — Herr L. Cohen von Kyritz nach Sandersleben. — Dr. S. Dankowitz, früher Großrabbiner in Sofia, ist in Tarnopol an Stelle des Herrn Dr. Taubeles, der auf dies Amt resignierte, geivählt worden. Brief- und Lragekasten. An unsere p. t. Leser! Mit der nächsten Ltr. beschließt unsere Wochenschrift das erste Qartal des lausenden Jahrganges. Wir bitten unsere Post-Abonnenten, das Abonnement bei der Post zu erneuern. Unsere Expeditions-Abonnenten erhalten das Blatt fortlaufend zngesandt, es sei denn, sie bestellten es ab. Der Bezugspreis bleibt, trotz Erweiterung der Wochenschrift, Mk. 2, pro Quartal. Eine Ermäßigung des Abonnements können wir nicht gewähren. Verlag der Allg. Isr. Wochenschrift. — Löbl. Verein jüd. Krankenpflegerinnen hier und Frankfurt a. M. Ein Referat über Ihre eminent wichtigen Vereine bringen wir in nächster sJfi\ — Löbl. Litteratur-Verein in Königsberg, Osterode n. a. Ein trockenes Verzeichnis der Vorträge und Vortragenden können wir nicht bringen. Solche Berichte arten allmählich in eine öde Nomenklatur ans, die von keinem gelesen werden und niemandem nützen. Kurze Auszüge ans den gehaltenen Vorträgen dagegen bringen wir, wie bisher, recht gern. — Unter den vielen Heilmethoden, welche derzeit Anwendung finden, nimmt die Verwertung der Heißtrockenlnst eine hervorragende Stellung ein. Die in der Großen Hamburger Straße 20 gelegene, mit allem Komfort eingerichtete Privat- Heilanstalt „Timarianum" hat zur Applizierung der Heißtrockenluft einen sinnreich konstruierten Apparat in Verwendung, in welchem eine hochgradige Temperatur, die eine vollständige Wiederbelebung des Blutes hervorruft und in Verbindung mit den anderen sachgemäß ansgeführten Behandlungen unzweifelhafte Erfolge zeigt bei allen chronischen Krankheiten. (Siehe Inserat. > — Hrn. M. A., Hatt. „Uebersetzungs-Unterricht" wird erscheinen. Der Schluß des 9. Verses in Aboth V soll wohl besagen: Keine Wirkung ohne Ursache. Herren L. G., S. u. S. B. I., hier. Zn unserem Bedauern nicht verwendbar. — Giebt es eine Stelle, an welcher ich Cigarrenspitzen, Flaschenkapseln, Pferdebahn-Marken, von denen ich vieles gesammelt habe, zu jüdischen wohlthätigen Zwecken verwerten könnte? Albert Meyer. — In meinem letzten Artikel (letzte Nr. dieser gesch. Zeitschrift) hat sich ein fataler sinnentstellender Druckfehler eingeschlichen. Gegen Ende ist zu lesen „nach den von ihm mir gespendeten Lobsprüchen" statt, wie gedruckt worden ist „nach den von ihnen mir gespendeten Lobsprüchen." Ich bitte ergebenst, diese Berichtigung in nächster Nr. freundlichst aufnehmen zu wollen. Rabbiner Dr. F. Lazarus, Köln a. Rh. — Ans welches jüdische Datum und welchen Tag in der Woche fiel der 18. März 1848? M. S., Krotoschin. — Bitte Sie ergebenst um die Beantwortung der Frage, ob auch die israelitischen Schüler der zu einer Religionsgemeinde gehörigen Filialen während des Sabbat-Gottesdienstes vom Volksschulunterrichte dispensiert werden. H. Sch., Londorf. — Ist es richtig, daß Abonnenten dieser Zeitung die Real-Eneyclopädie von Dr. Hamburger pro Heft für Mk. 2,— (statt 2,50) beziehen können? S. C., Liegnitz. (Jawohl. Red.) — Sehr geehrter Herr Redakteur! In der vorletzten stummer glaubt ein Herr Dr. -e. mir sagen zu müssen, daß der Din von meruzah leam nach den von ihm angeführten Quellen — die mir auch recht wohl bekannt sind — seine Giltigkeit habe. Nur hat er es aber übersehen, daß ich jenen Remah zitiert habe, und aus Remahs Quelle, aus der er diesen Din geschöpft hat, hingewiesen habe. Die Quelle ist Meharam Rothenburgs R. G. A. S. ed. Prag f. 112a, woselbst das eine der Tekanoth des Rabbenu Gerschom anführt, „daß niemand sich mit Hilfe der Behörde zum Vorbeten drängen dürfe, ohne Einwilligung der Gemeinde, allerdings darf der ständige Vorbeter ohne Einwilligung am ersten Roschhaschanatage, am Kolnidreabend x vorbeten". Ixol bo, den Herr Dr. -e. anführt, steht mir augenblicklich nicht zur Verfügung, trügt mich aber mein Gedächtnis nicht, so ist auch von dort — wo ja auch weiter nichts als eine Sammlung der Tekanoth des Rabbenu Gerschom sich findet — der bereits für meine Behauptung angeführte Beweis zu erbringen. Uebrigens interpretiert Remah schon im Darke Mosche 581 den Din meruzah leam, daß nur dann anwendbar, wenn machmas almus, nicht aber, wenn umgekehrt machmas almus am Vorbeten verhindert werden soll. Auf die Bemerkung, daß meine „Entscheidung der Halacta znwiderlänft" bemerke ich: Es ist mir G. s. D. seitdem ich More horaah bin, noch nie vorgekommen, daß ich eine horaah znrückrufen mußte, und auch in diesem Falle kann ich meine horaah mit Gewiffensruhe aufrecht halten. Für den Abdruck dieser Zeilen danke ich Ihnen im voraus recht herzlich. Hochachtungsvoll Rabbiner Dr. Bamberger, Schildberg. Das Fenilleton mußte heute wegen Raummangel fortbleibcn. Ter Gesamtauflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der bekannten Verlagsbuchhandlung von Siegfried Cronbach bei.

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