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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-03-06 · 10 (6.3.1896) · p. Seite 181

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
10 (6.3.1896)
Date
1896-03-06
Page
Seite 181 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 10. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Seite 181. wohlwollendsten Gesinnung für die Juden überhaupt und sprach sich lobend über viele aus, die er persönlich kennen gelernt und von welchen er wisse, daß sie auf dem Gebiete der Politik und der allgemeinen Menschenliebe Bedeutendes geleistet hätten. Am Schluß seiner '/istündtgeir Ansprache sagte er: „Wann und wo Sie meines Rates nnd Beistandes bedürfen, wenden Sie sich vertrauensvoll an mich, da ich Ihnen gern meine Dienste weihe. — Tüchtige Rabbiner hat zweifellos Australien Ter „^uslralasian Hehrem" bringt in seiner letzten Rümmer eine Biographie des Reverend Tr. Joseph Abrahams in Victoria und als Beigabe eine Photographie dieses Rabbi in einem Sportboot und im ärmellosen Sportkostüm mit der Bemerkung, daß derselbe einer der stärksten und kühnsten Ruderer in Victoria sei! Herr Abrahams ist ein in London geborener polnischer Jude. Personalien. — Man schreibt uns aus Frankfurt a. O.: Am' 1. April sind es 25 Jahre, daß Herr Ed. Abraham als Kantor und Lehrer bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde ausgenommen wurde. Herr A. ist direkt vom Seminar in diese Stellung gelangt, und hat es verstanden, durch ernsten Eifer und bewährte Tüchtigkeit sich die Anerkennung und Achtung weiter Kreise zu erwerben. Der von ihm in neuerer Zeit eingerichtete Gottesdienst mit Orgel ist überaus erhebend, sodaß viele Gemeinde-Mitglieder, die dem Gotteshause fast entfremdet waren, jetzt ständige Besucher desselben sind. Möge es dem wackeren Manne beschieden sein, sich noch recht viele Jahre der Erfolge seiner Berussthätigkeit zu freuen. — Versetzt: Herr N. Rosenkranz von Schloppe an die Lippmann-Tauß-Synagoge in Berlin. — Herr A. I. Fillo von Strelno nach Schloppe. x — Aus Algier wird berichtet, daß zu den Personen, welche wegen ihres Mutes und Patriotismu s besonders ausgezeichnet wurden, auch der Polizeioberst fHerr Judas Azulai zu Sidi- Bell-Abbes gehörr. Er hat sich bei verschiedenen Gelegenheiten, besonders im Oktober 1893 bei der Gefangennahme eines gefürchteten Räuberhauptmannes und im August 1894 beim Löschen eines großen Brandes besonders hervorgethan. — Eine jugendliche Schriftstellerin ist Miß Pearl Maurice in London, welche im Alter von kaum l3 Jahren eine kleine, wohlgelungene Erzählung unter dem Titel „Ein erfolgreiches Unternehmen" für die „Ladys Periodical" geschrieben hat. Die jugendliche Verfasserin berechtigt zu den schönsten Erwartungen. — Fräulein Ray Frank, die sich bereits zum öfteren als Kanzelrednerin in verschiedenen Synagogen produziert hat, hielt jüngst in der Kapelle der Stanfort-Universität zu San Francisco einen Vortrag über „Das Moralgesetz in der Natur". Brief- und Fragekasten. — Die aus Schildberg ausgehende Verteidigung der Aschaffenburger Affaire in Nr. 8 Ihrer gesch. Zeitung hat mich umsomehr frappiert, als sie angeblich im „Interesse der Halacha" erfolgt ist, während sie der Halacha zuwiderläuft cfr. § 581, Abs. 1, die Entscheidung Moses Jsserles, der mit Kolbo übereinstimmt; ferner Bach; Remah § 43, Abs. 22, Taanith p. 16 I, und in Uebereinstimmung hiermit auch Jad hacliasakah (Hilch. Taanijoth 4, 3.) Sch.-A. § 579, 1: teilweise auch § 53, 4. Dr. — e. — In der Klebeangelegenheit macht uns Herr N. Levy aus Zach au auf eine Entscheidung des Reichsversicherungsamtes vom 10. April 1893 aufmerksam, nach welcher isr. Kultusbeamte, die vorwiegend mit Unterrichtserteilung und gottesdienstlichen Verrichtungen beschäftigt sind, nicht versicherungspslichtig seien. — Im Falle Boronow schafft auch diese Entscheidung keine völlige Klarheit; wir möchten daher den Beteiligten raten, direkt beim Reichsversicherungsamt anzusragen. — „Ein Kantor." Der Aufsatz wird erscheinen, wir bitten aber um Geduld. — Herrn S. G., S. Derlei Beiträge sind für unser Blatt ungeeignet. Verfügen Sie, bitte, über das Ms. — Herrn S- I. S., Dünaburg. Wir bestätigen den Empfang des Abonnement (5 Rubel! pro 1896. — Herrn M. S. I., Malchow. Veranlassen Sie den Herrn, sein Sefer zu inserieren. Für Käufe und Verkäufe ist diese Rubrik nicht eingerichtet. — Herrn H. K, Niederohmen. Der Aufruf würde hier keinen Erfolg haben, und anonym können wir ihn auf keinen Fall veröffentlichen. Wache» März 1896. Adar. 5656. Kalender. Freitag . . . 6 21 Sonnabend . . 7 22 sSabb. Para.j Sonntag . . . 8 23 Sabb.-Ausg. 6,35. Montag . . . 9 24 Dienstag . . . 10 25 Mittwoch. . . 11 26 Donnerstag . . 12 27 Freitag . . . 13 28 Vom 15. April d. I. soll die Stelle des K»l1us1»eairiten der jüdischen Gemeinde in Kischofsburg neu besetzt werden. Geeignete Bewerber können sich beim Vorstand Moritz David unter Beifügung von Zeugnissen melden. Bevorzugt werden solche Herren, die Schochet mit fein feinen Kabolos, Balkare, Vorbeter und Lehrer sind. Das Gehalt beträgt 650 Mk. bar, freie Wohnung. Schlachtgeld für Vieh u. Geflügel, sowie diverse Nebeneinkünfte. Der Vorstand: M. David. E. Petzall. I. Bernhard. Ein Kultusbramter, der in alle einschlägigen Fächer eingeweiht ist, nimmt zu jeder Zeit Vertretungen an, sowohl als Kantor als auch als Schächter und Religionslehrer. Meldungen unter H. 8. postlagernd Magdeburg. in o r Grabdenkmäler Granit und Sandstein empfehlen Levy & Pohl Lot li rin gor «se 83. Reelle Bedienung Correcte Arbeit.! Grabdenkmäler! Granit, Syenit, Matmop n. Sandstein. | GEBR. LICHTENSTEIN j Weissensee b. Berlin, Lothringer Strasse 20, Mitglied des Vereins „Gemilus Chassodim“. Mitglied des j Mil.- u. Sanitäts-Vereins „Deutsches Vaterland“. fftllltrrtirn Fabrik u. Lager echt “ lljUl l Ul-ll) türk. u. russ. Tabake u.Cigaret. J vodsvbiner, Karlstr.42. Speisehaus _ _ „ Berlin C., Neue Zchönhauserstr. 10 igeöffnet von 2 Uhr mittags bis 10 Uhr abends. ff ört It dl ♦ Klösse u. riesiger Grösse, LUI^IIUJ. 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