Allgemeine Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Allgemeine Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 5 (1896)
- Issue
- 7 (14.2.1896)
- Date
- 1896-02-14
- Page
- Seite 125 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 7. Allgemeine Israelitische Wochenschrift Seite 128. Personalien. — Vor einigen Tagen feierte Rabbiner Dr. Lewin in Freiburg i. Br. sein 25jähriges Rabbiner-Jubiläum. Es wurde ihm dabei eine erdrückende Zahl von Ovalionen von allen Seiten gebracht. Im Anschluß an den Bericht wollen wir noch bemerken, daß Herr Dr. Lew in ohne Bewerbung von der Berliner Gemeinde zur Gastpredigt aufgefordert wurde, daß aber die badische Regierung den Wunsch aussprach, er möchte auf diesen ehrenvollen Ruf verzichten. (Koblenzer Zeitung.) — Am 24. d. M. begingen Landrabbiner Dr Salzer und Gemahlin in Stadtlengsfeld das Fest der Silbernen Hochzeit. Es lieferte dieser Anlaß einen deutlichen Beweis davon, welch großer Beliebtheit und allgemeiner Verehrung sich das Jubelpaar erfreut. — Der Vertreter der Bukowina er Handelskammer im Abgeordnetenhause, Herr Heinrich Popper, ist nach langer Krankheit im 54. Lebensjahre gestorben. — Versetzt: Herr Em. Kahn von Naugard nach Luckenwalde. — Einer der beliebtesten und verdienstvollen Vertreter der Judenheil Hamburgs, Herr Rabbiner G. Schlesinger, in weiten Kreisen unter dem Namen „Rabbi Getzsch" als bedeutender Talmudist bekannt, feierte am 15. Schwat unter allgemeiner Beteiligung von Behörden und Privaten das Fest der goldenen Hochzeit. Brief- und Lragekasten. — Unter den vielen in diesem Blatte aufgeworfenen Fragen dürfte auch die der öffentlichen Diskussion wert sein, weshalb nur oder doch meistens die Chewra Kadischa “hn”1 den Geburts- und Sterbetag von Mose Rabenu feiern ohne Beteiligung der ganzen Gemeinde? In meiner Heimat feiert die Chewra Thilim den 7. Adar, indem die Mitglieder desselben sich in dem von 345 Kerzen — 345) erleuchteten Bes-ha-midrasch vor dem Morgengottesdienst versammeln, Psalmen rezitieren und nach beendetem Schadiris einen festlichen Imbiß emnehmen. Hier in F. fasten die „Chewra-Leute" bis Mittag und wird nach beendetem Mincha-Gebet um 12'/, Uhr eine „S'ude" abgehalten. Es wäre erwünscht von berufener Seite zu erfahren, wo die Quelle dieser schönen Sitte zu suchen und wie alt wohl dieselbe sei. X. — Herren Dr. K. Virovitica und H. Fr. Zuny. Herr Kantor Weißmann, Frankfurt a. M., Pestalozzistr., bietet sowohl frühere Jahrgänge des „Jeschurun", wie auch den Jahrgang von Katheder und Kanzel an. — Wohllöbliche Redaktion! Sie scheinen mich in der „Klebe- Angelegenheit" (vorige Nummer) mißverstanden zu haben. Unser Kultusbeamter hat schon 4 Jahre „geklebt" und brachte mir nun die 5. Karte. Ich habe nicht angefragt, ob er kleben muß, sondern ob er weiter kleben soll? d. h. ob das Ganze einen Zweck hat, da ich in einem politischen Blatte gelesen habe, daß jüdische Kultusbeamte kleiner Gemeinden auf Jnvaliden-Unterstützung keinen Anspruch haben. Ich bitte sehr um Auskunft darüber. L. Bodländer, Boronow. — Frau B. K., hier. Für die Belehrung, daß in der Waschküche nicht Lauge, sondern Wasser die erste Stelle einnehme, sagen wir Ihnen verbindlichsten Dank. Allein in unsrer Küche können wir mit Wasser nichts mehr ausrichten, wir müssen und werden nach wie vor Lauge verwenden. — Hrn. Dr. B., Frft. a O. Mit Vergnügen stellen wir Ihnen den gewünschten Raum im „Jeschurun" zur Verfügung. — Hrn. Dr. F., Zwittau. Das Hauptblatt der heutigen Nummer war beim Eintreffen Ihres anregenden Aufsatzes schon besetzt, er wird darum nebst der Para - Predigt gelegentlich im „Jeschurun" erscheinen. — Hrn. B. W., Aurich. Gute Probelektionen sind uns sehr willkommen. Der Purim-Artikel wird erscheinen. “ — Die Berichte über die letzte Montagsvorlesung, die Vereine Beth-Zion, Frauen- und Jungfrauen-Verein rc. erscheinen in der nächsten Nummer. — Hrn. Dr. M. E., Petersburg. Gern acceptiert. — Hrn. Z. St., New-Jork. Ueber Ahlwardt wollen wir lieber nichts mehr bringen. Der Mann ist moralisch tot, mögen jetzt die Toten die Toten begraben. Machen- Februar 1896. Adar. 5656. Kalender. Freitag . . . 15 30 1. Tag R.-Chod. Adar Sonnabend . . 16 1 riCHD Sabb.-Ausg. 5,58. Sonntag . . . 17 2 sSobb. Schekalim.j Montag . . . 18 3 Dienstag . . . 19 4 Mittwoch. . . 20 5 Donnerstag . . 21 6 Freitag . . . 22 7 Rosch Chod. Adar. Aufruf! Die geehrten Leser und Leserinnen dieser geschätzten Zeilschrift erlaube ich mir auf einen alten ehrwürdigen, der milden Gaben bedürftigen Mann, aufmerksam zu machen. Derselbe ist bereits 114 Jahre alt und steht hilflos da. Unsere Gemeinde, die nur klein ist und größtenteils nicht wohlhabende Familien aufzuweisen hat, übt schon seit Jahren an dem Greise die schöne, bei uns Juden eingeführte Sitte -jcn nbüj- In letzterer Zeit ist der 114jährige bettlägerig geworden und nun ganz besonders der milden Gaben bedürftig. Wer schnell giebt. giebt doppelt. Zur Empfangnahme ist der Unterzeichnete und die Redaktion bereit. Mrotschen, den 9. Februar 1896. Lirbstädter, Simultanschullehrer._ Herbert BERLIN SW. 13. Alte Jacobstrasse 5 die ältesten Werkstätten, liefern Ornate für Rabbiner, Prediger, Cantoren Lehrer, Rechtsanwälte und Gerichtsschreiber etc. in allen Preislagen zu soliden und j| festen Preisen. ji .- Feinste Referenzen. ■■ i Bequeme Teilzahlungen. ü Gegr. 1826. Fernspr. Amt IV, 1255. || I H'veis - Gowrcrnt der Gross-Schlächterei«... J. Israel, Central-Markt-Halle, Stand 138. Garantiert nur F*rima-Ware: In Rindfleisch.... . . n Pfd. 60 Pf. In Schierbraten . . . - - „ 75 „ In Oberschale.... In Kalbsschnitzel. . . . - ,, 100 „ In Pökel-Räucherbrust . . . „ 100 „ I» Schlackwurst . . . . . „ 100 „ In Rindfctt .... Dampf-MM- und Mt-Anstalt Telephon: Amt VII. 3294 (Preis-Courant gr atis). 6. Pittack, Köprnilkrrstraszr 83a. Empfiehlt sich als größte und allerbilligste Dampfwäscherei Berlins. Für jeden vereinbarten Preis wird die Wäsche in tadellosem Zustand geliefert. 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