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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-02-07 · 6 (7.2.1896) · p. Seite 106

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
6 (7.2.1896)
Date
1896-02-07
Page
Seite 106 (sequence 14)
Language
German
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Peile 106. Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Nr. 6. Hause zu New Port: „Fräulein Olitzka war die einzige Darstellerin, welche ungeteiltes Lob verdient. Ihre reine umfangreiche Altstimme eignet sie besonders für die Rolle die „Fricka", welche sie mit großem dramatischen Effekt darzustellen weiß." — Die Sängerin ist bekanntlich die Tochter des vor einem Jahre verstorbenen Kantors Olitzki in Berlin. Brief- und Lragekasten. Unser Bureau befindet sich bis ans weiteres: Koß-Stratze 3. Sprechstunden der Redaktion fauch telephonisch) mir vorm. 11 —12 Uhr. — Hrn. B. P., Stallupönen. Ihre Warnung vor einem Manne, der sich Rosenberg aus Tauroggen nennt, als Chasan ausgiebt und die Erlaubnis zum Vorbeten und „Darschenen" nachsucht, ohne nach seiner sittlichen Qualität hierzu berufen und seinen fachlichen Kenntnissen befähigt zu sein, geben wir hiermit gern wieder. — Muß der Kultusbeamte einer kleinen Gemeinde, der ein Einkommen von 800 Mark hat, die sogenannten Jnvalidenversicherungsmarken kleben? Ein Gemeindevorsteher. — Hrn. I. H., Br. „Gebrauchte" Sachen können wir nicht gebrauchen. — Hrn. B. P., St. Ihr Abonnement ist bis ultimo März beglichen. — Hrn. l)r. H. E K., B. (Slavonien). Bon unserem „alten" Jeschurun besitzen wir nur ein Handexemplar, das wir nicht abgeben können. — Hrn. H. Fr., Zduny. Sie wünschen zu erfahren, wo ein vollständiger Jahrgang des von uns herausgegebenen „Katheder und Kanzel" zu haben sei? Wir setzen Ihre Frage hierher, und sollten Ihnen zwei Exemplare angeboten werden — das zweite kaufen wir. — Hrn. I. B., Reichenbach. Wir sind zu unserem Bedauern nicht in der Lage, Beiträge in ausschließlich oder vorwiegend hebräischer Sprache und Schrift zu bringen, und durch eine Transskription leidet das Ganze. — Hrn. H. K., Niederohmen. Senden Sie, bitte, den Aufruf ein. Ehe wir ihn drucken, müssen wir ihn lesen. — Hrn. L. T., Posen. Die Mitteilung, daß jemand zu einer Geldstrafe verurteilt worden sei, weil er als nicht naturalisierter Ausländer ein Kultusamt versehen hat, enthält nichts Verletzendes. Dieser Uebertretung wegen ist sogar schon der Vorstand der jüdischen Gemeinde Berlins verurteilt worden, ohne an Ansehen einzubüßen. Ihr Hinweis auf Bartenora zu den Spr. d. Väter ist deplaziert, denn B. war kein Zeitungsschreiber, er würde sonst diese direkt ausgenommen haben. — Hrn. S. G., Soldin. Herr Gelbart hat uns selbst bestätigt, daß die Notiz, die wir über den Verein Ahawas Achim gebracht, unantastbar ist. Erwiderungen auf Artikel anderer Blätter bringen wir nicht. — Hrn. M. A., Dresden. Ihr Artikel wird gelegentlich hier oder in der Beilage erscheinen. — Frage: 1) Wodurch wird die Führung des Titels Rabbiner oder Rabbinats-Vertreter rechtlich erworben? — 2) Ist die Führung dieses Titels ohne Berechtigung strafbar und auf Grund welcher Bestimmung des Strafgesetzes? L. K. in B. — Antwort: Zu 1. Durch Erlangung einer Hat. Horaah und Anstellung in einer Gemeinde als Rabbiner oder Rabbinats- Verweser. — Zu 2. Strafbar ist die Führung dieses Titels ohne Berechtigung nicht, aber schön ist das auch nicht. — Ich bitte um Auskunft, welche israelitische Lehrerseminare in Deutschland staatlich sind, resp. an welchen Seminaren man die 1. Lehrer-Prüfung ablegen kann? H. S. in L. Erklärung in Sachen des Vereins Ahawas Achim. In der General-Versammlung des in Breslau am 15. Juli 1804 gegründeten Brüder - Vereins Ahawas Achim sind am 29. Oktober desselben Jahres in Magdeburg zu den wiedergewählten Herren H. S. Gelbart-Magdeburg (1. Vorsitzender), Kantor Eichenbaum-Kippenheim (2. Vorsitzender) und Kantor Ehrlich- Oppeln (Rendant), noch die Unterzeichneten als Vorstandsmitglieder hinzugcwählt und Herr Rabbiner Br. Ra hm er zum Ehrenpräsidenten ernannt worden. Herr Rabbiner I)r. Rahm er, der uns bei Feststellung der Statuten u. a. mit seinem Rat zur Seite stand, hat jedoch, bevor noch die Mitglieds-Diplome ausgegeben wurden, die Ehrenpräsidentschaft niedergelegt, und auch wir Unterzeichneten hatten bisher weder direkt mit dei^Verwaltung und noch weniger mit den Kassengeschäften etwas zu thun, welche ausschließlich der Vorsitzende Herr H. S. Gelbart in Magdeburg und der Rendant Herr Kantor Ehrlich in Oppeln erledigten. Auf verschiedene Reklamationen haben wir uns nun mehr über die Verhältnisse des Vereins, der laut § 28 des Statuts im Jahre 1896 seine Unterstützungsthätigkeit beginnen sollte, genau informiert und sind zu der Ueberzeugung gekommen, daß der Verein Ahawas Achim nicht ferner bestehen kann! Eine Generalversammlung zum Zwecke der Auflösung würde den Mitgliedern ganz nutzlose Opfer auferlegen. Indem wir hiermit unser Amt niederlegen, verweisen wir die gesch. ordentlichen Mitglieder wegen ihrer eingezahlten Beiträge an diejenigen Herren, an welche sie dieselben eingesandt haben. Aschersleben - Quedlinburg, den 2. Februar 1896. gez. Prediger Lion Wolfs, gez. Lehrer Juda Goldschmidt. Wachen- Febrnar 1896. Sehewat 5656. Kalender. Freitag . . . 7 23 Sonnabend . . 8 24 Sabb.-Ausg. 5,46. Sonntag . . . 9 25 jNeumondsweihe.j Montag . . . 10 26 Dienstag . . . 11 27 Mittwoch. . . 12 28 - Donnerstag . . 14 29 Freitag . . . 15 30 Rosch Chod. Adar. "XO Wurst-Fabrik XO Adolf Falk, Sk»W. 17. Fernsprecher Amt I. 1101. Unter strengster Aufsicht! Spezialität: 3 mal täglich frische Würstchen. 3 Paar Wiener 50 Pf., 6 Paar Fraustädter 50 Pf. Grosser Versand nach ausserhalb. Wiederverkäufern und Pensionaten angemessener Rabatt. 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