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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1896-01-31 · 5 (31.1.1896) · p. Seite 90

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
5 (1896)
Issue
5 (31.1.1896)
Date
1896-01-31
Page
Seite 90 (sequence 14)
Language
German
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Seile 90 Allgemeine Israelitische Wochenschrift. Nr. 5. ihrer Gebräuche gehabt habe, und im Gegensatz zu anderen römischen Autoren ist er darüber gut und sicher orientiert. Wenn das Friedländer selbst annimmt, so wäre auch vielleicht noch eine Erklärung für VI 544/545) „magna sacerdos arboris“, „die große Priesterin des Baums", zu finden. Es märe ja möglich, daß Juvenal nach dem Aufenthalt der Inden in dem Hain der Eamönen III 13/14 die alte Jüdin „die große Priesterin des Baumes" nennt. Wenn Friedländer aber aus dem Wort des Philo Leg. ad. Gaj. p. <3(55 M. schließen will, daß Synagogen häufig in der Nähe von Bäumen angelegt wurden, so dürfte das ein Irrtum sein. Das griechische Wort kann gerade so gut heißen, daß die Judenverfolger in Alexandrien die Synagogen zusammenschlngen wie Bäume, als daß sie da Bäume zusammenschlugen. Im Gegenteil, die Juden vermieden strikt und vermeiden heute noch beim Bau von Synagogen die Nähe von Bäumen oder gar von Hainen wegen der heidnischen Götterhaine. Kaum 50 Jahre nach der Zerstörung des jerusalemischen Tempels war das Verbot des V. Buches Mosis (16, 21) „Du sollst dir keine Aschera pflanzen, keinen Baum neben den Altar des Ewigen, deines Gottes" sicher noch von solcher Stärke, daß man auch die Synagogen von Bäumen fernhielt. Da nun die beiden andern der Jüdin zugeschriebenen Eigenschaften interpres Jegnm Solymarium, summi fida intemuntia caeli auf den jüdischen Glauben passen, so kann sich die dritte wohl nur daraus beziehen, daß Juvenal etwas von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen (I. Buch Mosis 2, 9, 17 und 3, 6 ff.) gehört hat, sodaß er sie richtig bezeichnet: „Als Gesetzauslegerin Solymas als Trägerin Wahren Worts des Himmelsraumes Hohe Priesterin des Baumes." insofern als durch den Genuß der Frucht des Baumes, wie spätere Legenden betonen, „die Weisheit gemehrt ward".*) Kricf- und FrazeliMkn. Wohl löbliche Redaktion- Ich bin Abonnent Ihres Blattes und Vorsteher unserer kleinen Gemeinde, die nur noch aus 14 Mitgliedern besteht, trotzdem unsere Gemeinde die älteste in Schlesien ist. Ich habe mir schon viele Mühe gegeben, um zu erfahren, wie viele H>0 Jahre unser Tempel und Friedhof alt ist. Als ich im Jahre 1853 herkain, hatten wir einen alten Rabbiner, der sagte mir damals, es werden wohl schon über 400 Jahre sein. Damals waren hier noch über 30 Mitglieder. Die Stadt Woischnik ist unsere Filiale, dort sind über 30 Mitglieder mit den Ortschaften die _ dorthin gehören. Vielleicht können Sie mir dazu verhelfen, um zu erfahren in welchem Jahre unsere Glaubensgenossen hierher kamen V Boronow, Oberschlesien. L- Bodländer. (Wir nicht, aber vielleicht Herr Dr- M- Braun, Dozent am Rabbiner-Seminar in Breslau. Dieser müßte oder sollte^ die Frage beantworten können, da er die Geschichte der Juden in Schlesien in den Bereich seiner Spczialstudicn gezogen hat. Red.) In meinen Ausiatz über den obligatorischen Religionsunterricht in der vor. Nr. hat sich leider ein arger sinnentstellender Druckfehler eingeschlichen. Seite 58, Zeile 25 v. o. muß es heißen: „Dann fällt auch der konfessionelle Religionsunterricht. Aber dieser wird schon früher fallen, denn er steht im Wiederspruch mit der konfessionslosen Schule." I. Marcus, S. Fuchs- Grabdenkmäler von Marmor, g Granit und Sandstein empfehlen Levy & Pohl, Berlin N. liOthringer-StraMHe 83. Correcte Arbeit. Reelle Bedienung. Absehen- Februar 1890. Sehewat 5650. Freitag . . . 31 16 Sonnabend . . 1 17 V*IP' Sabb -Ausg. 5,34. Sonntag. . . 9 18 Montag . . . 3 19 Dienstag . . . 4 20 Mittwoch . . 5 21 Donnerstag . . 0 22 Freitag . 7 23 Bitte! Eine brave Kultusbeamten-Familie unserer Provinz ist durch den plötzlichen Tod des Ernährers dem Elende nahegeführt- Das kleine unsichere Einkommen, das der Mann während seines Lebens bezogen, es reichte gerade hin, die auf's äußerste beschränkten Bedürfnisse der zahlreichen Familie zu decken, ohne für einen Notgroschen etwas übrig zu lassen. Auch die Gemeinden, in denen er mit Hingebung gewirkt, sind beim besten Willen nicht imstande, ihre Pflicht gegen den Toten und seine Familie zu erfüllen- Von solcher Not auf's tiefste ergriffen, wollen es die Unterzeichneten versuchen, aus eigener Kraft i;itb unter Inanspruchnahme der öffentlichen Wohlthätigkeit einige Mittel zusammen zu bringen, um der bedrängten Witwe zu einer neuen, bescheidenen Existenz zu verhelfen. Wir bitten alle mildthätigen Herzen, sich durch Zuwendung von Spenden an unserem Hilfswerke zu beteiligen, und wolle man die freundlichen Gaben an den mitunterzeichneten Herrn Kantor Birnbaum- Königsberg Pr-, Weidendamm 17, einsenden. Der Vorstand des freien Vereins jüd. Religionslehrer Ostpr. Prediger Sturmann- Osterode. Waisenhaus - Inspektor P e r i tz - Königsberg. Kantor Birnbaum-Königsberg. Kantor Caro- Allenstein- Kantor Davidsohn-Rastenburg- Kantor Kant er - Ortelsburg. Kantor Schloß-Pr. Holland- Obigem Aufruf schließen sich empfehlend an: Die Schuf - Znspect. des Perbandes der Synag. - Gemeinden Ästpr. Rabb- Dr- Bamberger, Isaak Eichelbaum, Königsberg.Verbands-Vorsteher- Ind. Frauen- und Aungfrauen- Wohtthätiglieits - Perein „Mathilde". Dienstag, ffen 4. ssebruar er., Abends 8V2 Uhr findet im Königstadt - Kasino Holzmarktstr- 72 das 4. Stiftungsfest statt- Der Prolog wird gesprochen vom Frl. Johanna Hoffman n- Die Festrede hält Sr. Ehrwürden Hr- Rabbiner Tr. Oscar L i p s ch ü tz. Einlaßkarten ü M k- 1 tue l- Garderobe sind zu haben bei Frau Hiosalie Silber, Blumenstr. 83 u. Hrn 3. Ritter, Neue Königstr. 34. Ildipinjlflirfr, finntor und Sd)0(l|ft, mit guten Zeugnissen, sucht sich bis 1. April zu verbessern- Offerten unter K- 10" an die Expedd- Bl._ Hkiratsgrsudi. Für meine Nichte, wohlerz., aus gut- Familie, mit einer Barmitg. v. Mk. 8000, suche eine pass. Partie. Gewünscht wird Kaufmann od- Beamter in sicherer Stell. Off. sub F. St. 94 an die Expeddies. TO Fleisch- und Wurstwarcn-Fudril! H. Selow Brücken - Straße No. 6 a Fernspr.-Amt VII, 1721 empfiehlt Prima Fleischu. Wurstwaren zu soliden Preisenff. Aufschnitt. Täglich 2 mal frische Mrllcheu. Getrocknetes Obst, inn. ausländ., größte Auswahl, feinste Ware, en gros u. en detail billigst bei Da I* in a I Centralmarkthalle, l \f Ul t l } Berlin- Stand 2. ZiliiWgkndikiicr (Schammes) sucht die Lippmann Tauß Synagoge. Schriftl- Meidsind an den Vorsitzenden Hrn- M. 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