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Jeschurun · 1895-01-04 · 1 (4.1.1895) · p. Seite 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1895)
Issue
1 (4.1.1895)
Date
1895-01-04
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 1. Jefchirrurr. Seite 15. schritt der Kolonien in Argentinien und bestärkt in der Zuversicht, daß das großartig angelegte Hülfswerk des Baron Hirsch den ungehenren Aufwand an Mitteln und an Thatkraft reichlich zu lohnen und in stattlichem Gedeihen sich zu entwickeln verspricht. Fose Klätter. * Die Form des Buchstaben ״Jud" (י) ist bekanntlich nichts als ein runder, etwas starker Punkt. Nun sagte einmal ein Witzling: Dieser Buchstabe ist deshalb blos ein Punkt, weil ein Punkt den Juden am besten charakterisiert. Man drehe nämlich einen Punkt, wie man will, es bleibt ein Punkt, man stelle ihn, wohin man will, es bleibt ein Punkt, man nehme von ihm fort, es bleibt ein kleiner Punkt, man mache ihn größer, es wird ein großer Punkt. — So auch der Jude, man drehe ihn, wie man will, es bleibt ein Jud, man stelle ihn, wohin man will, es steht ein Jud da, man mache ihn kleiner, es bleibt ein ״kleiner Jnd", mau mache ihn größer, es bleibt ein ״großer Jud". * Anno dazumal. . . Ein mit weltlichen Dingen sehr unbekannter Rabbi fand eines Morgens sein Lehrzimmer leer. Nachmittags kamen die Jünger an. ״Warum bliebt Ihr heut' morgen aus?" — ״Rabbi, wir wollten das Dampfschiff sehen, das zum ersten Male auf dem Fluß fuhr." — ״Ihr Thoren," antwortete der Rabbi, ״das hättet Ihr doch hier auch sehen können: denn neulich ist auch der Luftballon gerade vor meinen Fenstern vorbeigeflogen, wird das Dampfschiff auch daher kommen". — Derselbe wunderte sich nach der Schlacht von Jena gar sehr, daß man in Berlin so viel Furcht vor den Franzosen hatte. ״Mein Gott," sagte er, ״so viel Soldaten wird doch der König behalten, daß er sie vor das Brandenburger Thor stellen kann, und dann können doch die Franzosen nicht herein." * So groß war die Gerechtigkeitsliebe der alten Rabbineu, daß, als ein Rabbi einst in einem Prozeß an einem fernen Orte ein Urteil fällen sollte, wohin er in einem Nachen über einen Fluß setzen mußte, und jemand ihm die Hand reichte, um bequemer aus dem Kahn zu steigen, und es sich zeigte, daß dies einer der Parteigänger war, der Rabbi erklärte, kein Urteil abgeben zu können, weil er für diese Partei vielleicht nun schon etwas eingenommen sei. — Es ist dies schon lange her. Dec. 1894. Tebeth. 5655. Areitag . . . 4 8 (Sabb.-Anf. 4,09) Sonnabend . . 5 9 ויגש (Sabb. Ausg. 4,54). Sonntag. . . 6 10 Montag . . . 7 11 Dienstag . . . 8 12 Mittwoch . . 9 13 Donnerstag . . 10 14■ Areitag . . . 11 15 Briefkasten. HMA Nächste Nummer unseres Blattes wird an die geehrten Expeditions-Abonnenten unter Nachnahme gesandt werden. Wir bitten die Sendung anzunehmen. Titel und Inhalts-Verzeichnis wird binnen der nächsten Nummern beigelegt werden. Jüdische Gemeinde. Gottesdienst. Freitag, den 4. Januar, in allen Synagog. Abends 4V4 Uhr. Sonnabend, den 5. Januar in der alten Synag. Morg. 8V2 Uhr, in den übrigen Synag. Morg. 9 Uhr. Predigten Vorm- 10 Uhr: Neue Synag. Hr. Rabb. Dr. Rosenzweig. Jugendgottesdienst Nachm. 3V2 Uhr: Neue Synag. Hr. Rabb. Dr. Stier. Gottesdienst an den Wochentagen: Alte Synag. u. Kaiserstr. Synag. Morg. 7 Uhr. Neue Synag. u. Lindenstr. Synag. Morg. 7V2 Uhr. Abends in allen Synab- 4 Uhr. Sitzung der Repräsentanten- Versammlung. Sonntaa, den 6. Jannar Vorm. 11 Uhr, im Sitzungssaale Oranienburgerstr. 30. Die hiesige Relig.-Lehrer- Chasan- und Schochet-Stelle ist zu besetzen. Gehalt 700 M., fr. Wohn. u. Heizdes Schullokals- Nebeneink. für Schächten 7c. 200—300 M. Seminarist. geprüfte Bewerb. Ledige bevorzugt. Reisekost, nur dem Gewählten. Der Vorsteher: Sakomon Stern, Hintersteinau, Kr. Schlüchtern. Die Stelle eines Kuktnsbearnten ist in unserer Gemeinde möglichst bald zu besetzen. Derselbe muß geprüfter Relig.-Lehrer, Vorbeter und Schächter sein. Gehalt 1500 M. freie Amtswohnung u. entsprech. Nebeneinnahm. Bewerb, die befähigt sind, einen Vortrag zu halten. Reisekost, nur dem Gewählten. Der Vorstand der Synag-Gemeinde zu Reichenbach i. Schlesien. Hermann Cohn. Die Stelle eines Kultusbeamten ist sofort zu besetzen. Gehalt 800 Rmk. Bernstein, 16. Dezember 1894. Der Worstand der Synag.-Kem. Ein unverheirat. Lehrer, Kantor und Schächter wird per bald oder 1. April bei einem Einkommen von 900 Mark angestellt. Keine Reisespesen. S. Müller, Synag.-Vorsteher Löwenberg in Schlesien. Anzeigen. ♦►►◄׳♦י♦►◄♦♦♦♦◄♦ A A Dorothea Aanziger Ziabbiner Ar. W. Elsaß. 4 Verlobte. 4 LiegniH. Tandsberg a. W. Ein Kantor, tüchtiger Rel.-Lehrer (gepr.), dem prima Zeugnisse zur Seite stehen, tüchtiger Kork u. Tobe«. Schochet u. |H0ljfl, Talmudist u. v. persönl. Aeußern, anfang 40ger, der ber. 10 Ihr. in gegw. Stelle amtiert, sucht s. Leist, entsprin einer sriedl. Gem. anderw. Stellung. Offerten Sub. M- I. 44 Brsk. d. Zt. In meinem Verlage ist erschienen Dr. S. Maybanm. predigten u. Schrifterklärungen zum 1. u. 2. Buch Moses (45 Reden), elegant geb. Mk. 3,25. Versandt gegen Nachnahme. B. Weist stock, Buchhandlung Berlin E., Neue Friedrichstr. 43. Hebräisches Antiquariat C. Boas, Nachf. Werken, Neue Friedrichstr. 69. Eicks ..... כשר Restaurant, כשר Goutardstr. 2, am Bahnh- Alexanderplatz, anerk. gute und billige Küche. Zimmer für kleine Gesellschaften und Vereine. כשר J. gross. כשר Wiener Restaurant. 74 Hranienöurger - Straße 74. Vom ». März 1885 ab: 50. 50.

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