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Jeschurun · 1892-10-20 · 4 (20.10.1892) · p. Seite 63

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1892
Issue
4 (20.10.1892)
Date
1892-10-20
Page
Seite 63 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 3 | f f 111 ןt r u 1t. •4י Seite 63. Lose Wtter. Dr. W. Haftin Dieser in letzter Zeit durch jeine Erfindung der Choleraschutz-Jmpfung vielgenannter Mann ist seiner Geburt und seinem Bekenntnisse nach ein Jude. Er ist in Lepeticha, einer kleinen Stadt in Südrußland geboren, verbrachte jedoch seine ersten Lebensjahre im Hause seines Großvaters, des Herrn Landesberg, der Religionslehrer an der Religionsschule in Odessa war. Seine Erziehung genoß er in Berdiansk, von wo er nach Odessa zurückkehrte und als Student der Naturwissenschaften in die dortige Universität eintrat. Die außergewöhnlich hohe Begabung des jungen Studenten, sowie seine Vorliebe für wissenschaftliche Untersuchungen zogen die Aufmerksamkeit des berühmten Professors F. I. Metchnikoff auf sich, und er zog ihn mit besonderer Vorliebe zu sich heran. Hafkin wurde sein Lieblingsschüler und unter seiner Anleitung betrieb er besonders zoologische Studien. Nach Absolvierung feiner Studienzeit und seines Examens blieb dem hoffnungsvollen jungen Gelehrten nichts anderes übrig, als durch Privatunterricht sich seinen Lebensunterhalt zu erwerben, zu gleicher Zeit setzte er seine wissenschaftlichen Untersuchungen, die in den Gelehrtenkreisen nicht unbeachtet blieben, mit Eifer fort. Er hatte die Überzeugung gewonnen, daß ohne Glaubenswechsel er niemals in Rußland auf einen Lehrstuhl berufen würde, und hierzu konnte er sich um keinen Preis verstehen. Da wurde der bescheidene Privatlehrer an die Universität Genf als Professor berufen, wo er drei Jahre blieb und von wo aus sein Ruf sich > immer weiter verbreitete. Metchnikoff, der in steter Ver-! bindung mit ihm geblieben war, verschaffte ihm eine Bernfung an das Laboratorium des berühmten Pasteur in! Paris, in dem er gegenwärtig und wie der Erfolg zeigt, j mit großem Erfolg und Geschick arbeitet. Die Wissenschaft darf noch vieles von ihm erwarten, da Hafkin nur 31 Jahre alt ist. Es ist bemerkenswert, daß der Gelehrte, auf den Rußland als ״auf unseren großen russischen Gelehrten" stolz hinweist, selbst seinen hebräischen Namen — Wolf Mordochai — beibehält und sich als ein aufrichtiger überzeugnngstreuer Jude bekennt. Wir wollen nicht unerwähnt lassen, daß mit seiner Choleralympfe der Amerikaner Stanhope geimpft ist, der sich alsdann nach Hamburg in den Cholerabaraken begab, um die Wirkung an sich zu erproben. Andere Versuche sind gleichfalls gemacht, Hafkin selbst und sieben andere Herren haben sich impfen lassen, jedoch läßt sich heute noch nicht feststellen, ob ein Schutz gegen die Choleraseuche in der Lymphe gefunden ist._Dr. S. K. DE" Um sr. Einsendung des Abonu. wird hierdurch dringend gebeten und zwar wolle man nicht an den Herausgeber, sondern an die Expedition (ohne Nennung eines Namens) adressieren. An die H. H. Reklamanten! Die Streifbandsendnngen der vor. Nr. konnten der Feiertage wegen nicht rechtzeitig versandt werden, was man freund liebst entschuldigen wolle. Es will in der ersten Zeit noch nicht alles klappen. In Zukunft gelangt der ״Jeschurun" regelmäßig Donnerstag vorm. Zur Versendung.__ Gottesdienst in Königsberg. Freitag, ab. 4V2. —■ Sonnabend, vormitt. (2. Neumond) 8V2; Predigt 90z. Nachmitt. 42/י; abends 525. — An Wochentagen: morgens 7, abends 4^/z. WU" Unsere geehrten Leser bitten wir, sich bei Bedarf an die im ״Jeschurun" inserierenden Firmen mit Bezugnahme auf unser Blatt gefl. wenden zu wollen. "WH Umsonst und portofrei versende Probedruck und Preis-Verzeichnis meiner 311 fi r,; r if 1ן r 1 fr u fi 11 Ti!ff r r. A Diese Blätter, anerkannt die geschmackvollsten ihrer Art, bieten strebsamenBeamten Gelegenheit, sich einen lohnenden und dauernden Nebenverdienst zu verschaffen. 8. Neubauer, Zittau, i. S. Bilder, gerahmt und ungerahmt, Geschenklitteratur, Jugendschristen, Schulbücher, Imimaffesezirkef (für 10 3 Journale pr. 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