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Allgemeine Israelitische Wochenschrift · 1895-05-03 · 18 (3.5.1895) · p. Seite 286

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Journal
Allgemeine Israelitische Wochenschrift
Volume
4 (1895) Bestand Leo Baeck Institut
Issue
18 (3.5.1895)
Date
1895-05-03
Page
Seite 286 (sequence 14)
Language
German
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1 iv :■ iS ' f m J» ir. /*. 1'^ jj; -1 X.- . V;| tT "5?! 4 1 li f 'f ‘ ui MÄi' J '■?! m jj| te rJ• p|. f. istL'-' fl.i ijf: |f .-ft V# Ife \ L- -Ti d - ' p■. «stL., Mi" -T>;;-i WM :-:- 8.4 \u lM, ir. Seite 286. I es hflusc votierten Form und die Rückleitnng desselben an das Maqnateuhaus. Dieter Antrag mürbe n a i) ez n ein sti>» m in fl »gen o mme n. 3i» Stadttheater zu C5 3 e r u o m i e spielt zur Zeit eine deutschjüdische Theatergesellschaft unter der Direktion des Herrn Abraham Arelrad und erfreut sich des lebhaftesten Zuspruchs seitens der Bevölkerung. Bon den zur Aufführung gelangten Stücken haben die historischen Werke: „Iehuda und Israel" sowie „das 1". liebst" mit besten gefallen. — Ter Vicomte D'Hngues, der einzige offenkundige Antisemit in der französischen Teputierlenkainm er, bemerkte mit Unlust die fortwährende Aufschiebung in der Erledigung der „Interpellation Denis", betreffend das Uebcrgewicht der Inden in öffentlichen Stellungen. Ter Vicomte versuchte daher ans eigene Jaust eine Interpellation kinzubringen: „lieber das »nablässige Eindringen der jüdischen Rasse in die französische Nation." Die Kammer bcschied beide Interpellationen a b s ch l ä g i g. - Handwerker mosaischen Bekenntnisses, die in den Städten Liv-, Kur- und Estlands sich aufhalten, aber zu anderen Gouvernements des Reiches verzeichnet sind, dürfen, gemäß einer Entscheidung chr Plenarversammlung des 1-, II. und der Kaffationsdepartemciits des Dirigierenden Senats vom 20. März d. I., in den genannten (stouvernements keine Imniobilien erwerben. — Mit königlichem Dekret wurde auf Vorschlag der serbischen Regierung ein Jude zum Mitgliede der Skupschtina ernannt. Hierdurch hielt der erste Glaubensgenosse in die gesetzgebende Körperschaft Serbiens seinen Einzug. Littttatm. * Am 21. vorigem Monats hielt in Paris der Akademiker Marcel D i e ul aso p einen Vortrag über die le tzte Sch la ch t der Philister und die Schlacht bei Resaün. Er erinnert daran, daß kurz nach der Einnahme Jerusalems durch David und der Begründung der jüdischen Monarchie, die Philister dem jungen Königreiche ein Ende machen wollten. Sie überschritten plötzlich die Grenze bei Eron, und David, aus Furcht in seiner Hauptstadt blokiert zu werden, eroberte den Distrikt von Adullam, einen ungreifbaren Zufluchtsort, wo er den Uebersall überwachen konnte. Obwohl die Israeliten diesen Uebersall glücklich zurückschlugen, versuchten die Philister bei Resaün von neuem ihr Glück. Dieser Krieg dauerte lang. David machte eines der größteit Manöver, das die Kriegsgeschichte keitnt. Dieulasop betont, daß David zuerst disziplinierte Soldaten hatte und zeigte gleichzeitig die Rolle, die der König mit dieser Arntee im Thale Resaün westlich von Jerusalem spielte. Der Kriegsplan, in der Bibel sehr gut beschrieben, vertrug nach Dieulasop einen Seitenangriss, eine rasche Schwenkung der Front, die Einschließung des linken Flügels der Philister und ein Angriff auf die Rückseite des eingeschlossenen Flügels. Dieulasop hat den Kriegsplatz ausgesunden und die Haupthafen der Schlacht festgestellt; er findet eine frappante Analogie-mit der Taktik Friedrichs II. in der Schlacht bei Mollwitz (10. April 1741) und Roßbach (5. März 1757) und der Niederlage bei Austerlitz (Obstreicher — Russen.) Dieulasop betont die Ausführung dieser Taktik und zeigt, daß die Philister eine solche Niederlage erlitten, daß sie einen sehr harten Frieden annehmen mußten. Wenn, wie man nach Dieulasop nicht zweifeln darf, dieses Manöver, die Vorbereitung der Truppen, die sie erfordert, den vollkommenen Kriegsplan David erfunden hat, so können wir das wunderbare Weuic des Hirten von Betlehem erst' recht würdigen und sein außerordentliches Kriegsglück verstehen - lernen. Dieulasop, ein Techniker von Fach und ein Orientkenner, hat vor acht Jahren auch den Nachweis erbracht, daß die Megillat Esther-Geschichte keine Fabel, sondern geschichtliche Wahrheit^ ist. (Wir wären für nähere Mitteilung über diese letztere Frage sehr verbunden. Red.) Großrabb. Dr. Grünwald-Sophia. U X u tt. Nr. 18. öriks- >mi> Itttjflmftcii. rvseheir- Mai 1895. Ijar 5655. Kreitag . . . . 3 0 (Sabb.-Anf. 7,38) Sonnabend . . 4 10; 2’snp nns (S. Attsg. 8,23). Sonntag . . . f) 11 Montag . . .! G 12 Sienstag . . . 7 13 Mittwoch . . 8 14 Donnerstag . . 9 15 -> reitaa . . .; 10 IG Milcht Gti»kmi>t. Gottesdienst. Die alte Synag. bleibt bis aut Weiteres geschlossen. Freitag, den 3. Mai in den ‘ U{)r Mai übrig. Synagogen Abend Sonnabend, den 4. morgens 9 Uhr. Predigten Vorm. 10 Uhr: Neue Synag. Hr. Rabb. Tr. ^tier. Fugendgottesdienft nachm. 4 Uhr: Lindenstr.-Synng. Hr. Rabb. Dr. Rosenzweig. Gottesdienst an den Wochentagen: in allen Synag. morg. tü/z n. abends O1/., Uhr. Die Stelle eines und Kultusbeamten ist per t. Juli er. zu besetzen. Gehalt 1000 Mk. nnd Nebcneinkommen, Bewerber wollen ihre Zeugnisse und Angabe ihrer bisherigen Stellungen bei uns ei» reichen. Bewcrungen a. d. Weser. Der Vorstand der Synag.-Gemeinde Loewenstein. — „ A b ödat h I i s ra e l. Von Dr. I. Schwarzenstein. Verlag von I. Kauffmann, Frankfurt a. M. Daß litter. Erzeugnisse in toten Sprachen oft auf Kosten des Inhalts veröffentlicht werden ist bekannt, und wird der beregte Mangel meistenteils mit der Form entschuldigt. Um so mehr ist eS erfreulich, daß in dem vorliegenden Abodath Iisrael'von Dr. Israel Schwarzenstein, abgesehen natürlich von der fraglichen von der Bedeutung solcher Werke iv praxi nicht nur die glänzende hebräische Diktion, sondern auch der Inhalt dieser Kanzelreden einen mächtigen Eindruck machen, zumal noch das Eindringen in den Kern der angezogen Midraschim von großem (beschick nnd Scharfsinn zeugen. Der gelehrte Verfasser hat — und das macht seinem praktischen Gefühl alle Ehre — seine hebräischen Vorträge gleichzeitig mit einerguten deutschen Uebersetznng versehen, so daß der Leser nach beiden Richtungen befriedigt sein kann, da auch im deutschen (Gewände diese Reden jedem Predigtinagazin zur Zierde gereichen dürste. H. M. Herrn B. X., hier. Einen Art. über die Vers, des „Reichsverb." in Stettin bringen wir in nächster Nr. Herrn H. 2-, Sandersleben. Wir bitten darum. Fräulein B. G., Dwinsk. Leider nicht geeignet, weil die dem deutschen Gcschmackc nicht entspricht. Antwort 2. Eine solche Anstalt existiert in Berlin n i ch t. Antwort 3. Wenden Sie sich an eine jüdische Buchhandlung. ,rorm Tic hiesige Gemeinde sucht per 1. Mai einen {Slemcntarl,dpx*’ex* it. planier, Gehalt 750 M. (später steigend) nebst fr. Wohn./ Kost 300 Ni. Reflektanten belieben ihre Zengn. einzusenden. M. Strauß, Vorsteher. H 0 r n , i. Westfalen. Die Stelle eines ist sofort zu besetzen, (steh. M. 720, fr. Wohn. n. Garten, sowie Rebeneinkommen. G ü st e n , (Anhalt). Ter Vorstand der isr. Knltnsgem. Ferd. Philippsthal. <$>. Herbert, Aerlin S.W. 13 »Alte Jacobstr. 5. Filiale Älafcf, iKaufhausgasse 7. Aelteste Werk Istätten für chrnate, für Rabb. »Prediger, Kantoren, Züchter »n. Ziechtsanwälte:c. liefert in lallen Preislagen zu soliden u. Iscsten Preisen. Feinste Referenz. »Bequeme Theilzahluugcn. Fcrn- Iprecher-Amt IV 1255.

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