Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- Israelitische Wochenschrift
- Issue
- 51 (21.12.1900)
- Date
- 1900-12-21
- Page
- Seite 803 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 51 Israelitische Wochenschrift. Seite 803. Was ist der Mensch, daß du sein denkst. Des Menschen Sohn, daß du sein achtest! Hast wenig ihn dir nachgesetzt. Mit Ehr' und Würde ihn gekrönt! Du machtest ihn zum Herrn der Schöpfung Und legtest Alles ihm zu Füßen: Des Feldes Tiere, Schafe, Rinder, Die Vögel und die Fisch' im Meer, Was nur den Meerespfad durchzieht! O Herr, wie groß ist deine Pracht Auf dieser ganzen weiten Erde! (Ps. 117). Ihr Völker alle, lobt den Herrn, Ihr Nationen, preiset ihn. Denn mächtig waltet seine Gnade Und ewig währet seine Treue! Hallelujah! Psalm 20. Der Herr erhöre dich in Drangsal, Dir werde Schutz durch Jakobs Gott, 'Er helfe dir vom Tempel aus Und schirme dich von Zion her. Der Herr gedenke deiner Gaben, Verschmähe deine Opfer nicht. Gewähre, was dein Herz begehrt Und förd're, was du unternimmst. Dann jauchzen wir ob deines Siegs Und jubeln unter Gottes Banner, Weil deine Wünsche er erfüllte. Jetzt weiß ich, Gott hilft dem Gesalbten Aus seinen heil'gen Himmelshöhn Und steht ihm bei mit mächt'ger Hand. Mit Roß und Wagen kämpfen jene. Doch wir in unsres Gottes Namen; Die Feinde stürzen und erliegen. Wir stehen aufrecht, ungebeugt. So sei denn, Herr, zur Hilfe uns. Erhöre uns am Tag der Not! Psalm 111. Hallelujah! Ich Huld'ge Gott von ganzem Herzen In der Gemeinschaft der Gerechten. Gewaltig sind des Ew'gen Werke, Zur Lust für den, dex sie durchforscht. Sein Thun ist Licht und Herrlichkeit Und immerdar gerecht sein Walten. Er hat uns wunderbar geführt. Der gütige, barmherz'ge Gott. Er reichte Nahrung dar den Seinen, Und immer denkt er seines Bundes. Mit Macht trat für sein Volk er ein Und schenkte ihm der Heiden Erbe. Auf Recht und Wahrheit ruht sein Thun, Nie trügen seine Ordnungen; Sie stehen fest für alle Zeit - Und bleiben Wahrheit bis zum End! Befreiung wirkt er seinem Volke, Verhieß' ihm seinen ew'gen Bund, So es ihn heiligt und verehrt; Die Furcht des Herrn allein ist Weisheit, Wer sie bewährt, ist wohl beraten. Er preiset stets des Ew'gen Huld. Gelobt seist Du, Israels Gott, Von Ewigkeit zu Ewigkeit — Drauf sprechet Alle: Amen! Hallelujah! Psalm 24. Chor: Des Ew'gen ist die ganze Welt, Die Erde und was auf ihr wohnt. Zur Feste hat er sie gemacht. Den Grund gelegt, daß sie nicht wankt! Eine Stimme: Wer darf den Berg des Herrn besteigen. An seiner heil'gen Stätte stehen? Andere Stimme: Der reiner Hände, lautern Herzens, Des Seele nicht auf Eitles schwört. Der nicht den Eid zum Truge nutzt — Chor: Dem strömet Segen zu vom Herrn, Gerechtigkeit vom Gott des Heils, Das ist das Volk, das ihn verehrt. Dein Anlitz, Gott, zu schau'n sich sehnt! 2. Chor: Erhebet, Thore, eure Häupter, Hoch thut euch auf, ihr ew'gen Pforten, Des Königs Herrlichkeit zieht ein! Eine Stimme: Wer ist es denn, der herrlich naht? Chor: Der Ewige ist's, machtvoll und stark. Der Ewige, ein Held im Streit! 2. Chor: Erhebet, Thore, eure Häupter, Hoch thut euch auf, ihr ewgen Pforten, Des Königs Herrlichkeit zieht ein! Eine Stimme: Wer ist es denn, der herrlich naht? Chor: Der Ewge ists, Gott Zebaoth, In Herrlichkeit zieht er nun ein! Psalm 82. In die Gemeinde tritt der Herr, Gericht zu halten ob den Richtern: „Wie lange wollt ihr Unrecht sprechen Und rechten zu der Frevler Gunsten? Schafft Recht dem Schwachen, helft der Waise, Sprecht frei den Armen und Gedrückten, Erlöst Geringe und Beraubte Und rettet sie aus Frevlerhand!" Sie sind bethört, verstandberaubt. Verfinstert schreiten sie dahin — Und alle Erdenpseiler wanken! „Ich sprach doch: Götter sollt ihr sein Und Obere von meinen Gnaden! Doch seid ihr nichts als schwache Menschen, Hinfällig so wie andre Edle". Auf, Herr, so richte du die Erde, Dein sind ja alle Nationen!