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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1900-11-30 · 48 (30.11.1900) · p. Seite 763

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
Israelitische Wochenschrift
Issue
48 (30.11.1900)
Date
1900-11-30
Page
Seite 763 (sequence 15)
Language
German
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Nr. 48. Israelitische Wochenschrift. Seite 768. „Sehen Sie! Sie halten selbst jeden Verdachtsgrund für ausgeschlossen". Die junge Frau lächelte mit all dem Liebreiz, der ihr zu Gebote stand. „Nicht Ihr Urteil, Herr Bürgermeister, nur Ihr gutes Herz veranlaßt Sie, für diese Unwürdige Partei zu nehmen". Sie reichte dem entwaffneten Gegner die Hand, dann wandte sie sich schnell zu Franja. Das eben noch so liebreiche Antlitz blickte finster, hart, und sie sprach kalt: „Du gehst mir sogleich aus den Augen! Es war kein böser Geist im Haus, ehe Du kamst und ihn mit Dir brachtest. Der Unhold wird Dich auch nicht verlassen; wo Du immer bist, wird er Dich schrecken, Tag und Nacht. Er wird nicht von Dir weichen, ehe Du nicht vor aller Welt Deine Lügen eingestanden. Merke Dir's daß Du übermorgen vor Gericht nicht wieder neue Ränke ersinnst! Sonst wird jeder einzelne von den Herrschaften hier bereit sein, Dir Deine Schande ins Gedächtnis zurückzurufen! Geh!" Christine folgte ihr mit den Augen, bis die zitternde Gestalt hinter der Thür verschwunden war, dann wandte sie sich, befriedigt lächelnd, wieder zu ihren Gästen: „Ich bitte, meine lieben Freundinnen und Freunde, zur Erholung nach diesem garstigen Intermezzo sich noch einmal in den Speisesaal zu bemühen, um sich dort an einem kleinen Nach-Jmbiß ein wenig zu restaurieren". (Fortsetzung folgt.) Geschäftliche Mitteilung. Brillen und Pineenez sind als die unentbehrlichsten Hilfsmittel für schlecht sehende Augen zu betrachten und besonders jetzt, wo die Tage kürzer werden und das gute, helle Tageslicht aufhört, weniger intensiv zu sein, stellen sich bei Vielen, welche bisher ganz gut gesehen haben, Mängel und Störungen beim Sehen, insbesondere beim Erkennen kleinerer Schrift ein, welche zumeist durch geeignete Augengläser Ausgleich finden. — Gleichgiltig ist es indeß nicht, welche Gläser und wo dieselben ausgewählt werden, da erfahrungsgemäß den Augen nicht richtig zugeteilte und für die jeweilige Berufsthätigkeit angepaßte Gläser nicht allein unbequem im Gebrauch sind, sondern auch den Sehorganen Schäden zufügen, die oft genug nie wieder gut zu machen sind. Gerade auf dem Gebiete für Refraetionsbestimmungen ist es die rühmlichst bekannte Optisch-oeultstische Anstalt von Josef Rodenstock, Berlin, Leipzigerstraße J. Dobschiner, EjMetleusalmimt. Importe«* echt rrrss. und türk. Tabake Berlin N.W., Karlstr. 42. Telephon: Amt 3.2l7. Israelitische Heilu. Pflegeanstalt f. Nervenu. Gemütskranke zu Sayn bei Coblenz am Rhein. Bestand seit 1869. Gesonderte Abteilungen für 150 Kranke. Neuerbautes separates Kurhaus für Nervenkranke u. Erholungsbedürftige, auch in Gesell schaft v. Angehörigen. Prospekte kostenfrei. Die ärztliche Direktion: Die Verwaltungs-Direktion: . Dp. Behrendt, B. Jacoby. Dr. Rosenthal- S. A. Heymann, Berlin W., Kanonierstr. 101/102, sowie die Specialabteilung für Augenuntersuchung, Friedrichstraße 59/60, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Gläserbedürftigen durch exacte ärztliche Verordnung der Gläser als auch deren präeiseste Ausführung eine Stelle zu sein, an welche man sich mit vollem Vertrauen in erster Linie wenden kann. Die wissenschaftlich aufs Vollkommenste instrumental ausgestattete Augenuntersuchungsabteilung steht unter der Leitung eines bewährten tüchtigen Fachmanns und werden alle Untersuchungen zwecks Gläserbestimmung unterschiedslos kostenfrei ausgeführt. Bemerkt sei noch, daß die Rodenstock'schen Institute in München und Berlin nicht allein die ersten optischen Anstalten waren, welche die Augenuntersuchung bei der Abgabe der Gläser obligatorisch einführten, sondern auch die einzigen, welche längst mit den vollkommensten Hilfsmitteln ausgerüstet sind, um nicht nur die Refraetionsbestimmung exaet auszuführen, sondern auch die Augengläser genauest herzustellen. . VM2 6ebrannte Küfifcc$ >n Preislagen von Mk. 1,20, 1,40, 1,50, 1,60, 1,70, 1,80, 1,90, 2,00 per V2 Ko Allen Freunden eines guten Getränkes als vorzügliche Marke empfohlen. Der Unterzeichnete hat sich entschlossen, den Abonnenten dieser Zeitschrift das in seinem Verlage erschienene Werk von Ernest Renan, Geschichte d.Volkes Israel 5 Bände, broschiert 30 Mk., gebunden 41,25 Mk. bis zum 31. Dezember d. J. zum Preise von 20 Mk. brosch. resp. 28 Mk. geh. zu liefern. Teilzahlungen auf Wunsch gestattet. Berlin W. 57 Steinmetzstrasse 78. Siegfried Gronbach. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: M. A. Klausner, für den Inseratenteil: Max Schäffer in Berlin. Bsa zumWü rz&ti ist einzig in seiner Art, um allen Suppen, Bouillons, Gemüsen, Kartoffelgerichten, Saucen, Ragouts etc. augenblicklich überraschenden, kräftigen Wohlgeschmack zu verleihen. Wenige Tropfen genügen! Zu , haben in Fläschchen von 25 Pf. an in Dpililrn.tpi««- rnnrl Kolonial waren-Geschäften. & I Lamilienpensionat I. Ranges | | IHarburgerstp. 87. | jj Vorzüglichste Pflege, civilc Preise. I » Zusammenstellung grosser Sifiberkasten in einfacher und künstlerischer Ausführung. 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