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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1900-09-28 · 39 (28.9.1900) · p. Seite 620

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
Israelitische Wochenschrift
Issue
39 (28.9.1900)
Date
1900-09-28
Page
Seite 620 (sequence 16)
Language
German
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Seite 620. Israelitische Wochenschrift. Nr. 39. zwei Monaten . . . ich . . . Gott behüte, ich bin kein Dieb. . . . Der Mechuthan wollte das Verlöbnis rückgängig machen, ich hatte nicht die Mitgift zu erstatten ... ich bin ein armer Mann. . . . Aber ich ka.m's nicht mehr aushalten. . . .Abends bring ich euch das Geld. Mag über mich kommen, was da will. Meine Frau wird mich peinigen, meine Tochter bleibt sitzen . . . aber ich will nicht ... ich will nicht . . . um Gottes willen, verzeiht mir, ich kann das nicht länger aushalten . . . Jom Kippur!" Reb Moische hörte diese verworrene Rede mit wachsendem Erstaunen. Wortlos zog er ein großes rotes Tuch aus der Tasche und schnäuzte sich geräuschvoll, noch schwieg er eine Weile, dann faltete er die Stirn und sagte gelassen: „I, Cholilo! Gott behüte, ich will nicht, daß dein Kind durch mein Geld beschämt werde ... Na aber so etwas! Wer hätte das gedacht. Ein so braver Mensch . . . Aber was spreche ich da? Was geht das mich an? Richte nicht deinen Nächsten, bis du nicht in seiner Lage gewesen bist! . . . Also das Geld behalte, und abends bringst du mir einen Schuldbrief, dann bezahlst du es in Raten. So! . . ." „Ihr seid ein Engel!" schrie Berel aus, ganz außer sich vor Freude. Jener machte mit beiden Händen eine abwehrende Bewegung. „Sei doch still, Mensch! Was für ein Engel? Wir sind beide nur Menschen." Brief- und Lragekaften. Herrn! Dr. A. in Eh. Die Nummer ist abgeschickt. Besten Dank und Gegengruß! — Herrn B. W. S. in B. Ist geschehen. Sie haben mir Ihre Adresse nicht angegeben. — Herrn Dr. N. in I. Schönsten Dank. Gekannte Kaffees In Preislaßen von Mk. 1,20, 1,40, 1,50, 1,60, 1,70, 1,80, 1,90, 2,00 per V2 Ko Allen Freunden eines guten Getränkes als* vorzügliche Marke empfohlen. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt ein Prospekt der Firma Hermann Hurwitz L Co., Berlin O., Stralauerstraße 56 bei, den wir unseren Lesern zu besonderer Beachtung empfehlen. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: M. A. Klausner für den Inseratenteil: Max Schaffer in Berlin. Pensionat und Institut BERLIN. In meinem Pensionat finden sowohl Söhne hiesiger Familien, die Ihren Kindern eine sorgfältige und fachmännisch geleitete Erziehung zu teil werden lassen wollen, als auch Söhne auswärtiger Glaubensgenossen beste Aufnahme, religiöse Erziehung und liebevolle Pflege. Meine mehrjährige Erfahrung als praktischer Schulmann in Berlin, sowie als Direktor der israelitischen Realschule in Fürth, bürgt für einen die Individualität des Schülers berücksichtigenden gediegenen Nachhülfsunterricht in allen Gymnasial- und Realfächern. Zurückgebliebenen Schülern bietet mein I n s titut, für welches ich mir die Mitwirkung erprobter Lehrkräfte gesichert habe, günstige Gelegenheit zur privaten Ausbildung und Vorbereitung sowohl für das Einjährig-Freiwilllgen- Examen als auch für das Gymnasiaiabiturium. Ausführliche Prospekte und vorzügliche Referenzen stehen auf Wunsch zur Verfügung. Direktor Dr. Stern, Berlin C., Weinmeisterstr. 9, Portal 2. H. Nieyen & Co., Silber waren-Fabrik, Berlins., Sebastianstr. 20 Fernsprecher: Amt 4, 835* Chanuka- * * Leuchter für Oel u. Wachsstock, sowie sämtiiobe Thoraschild. RifllS"GB[|BIIStäll[lB Thorakrone. _für Hans« nnd Synagogenhedarf._ n Durch das am 19. d. Mts. erfolgte Ableben des Herrn Justizrats Dr Tiktin hat die hiesige jüdische Gemeinde den Verlust eines trefflichen Mannes zu beklagen, welcher in mehrjähriger Thätigkeit als Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der Repräsentantenversammlung seine tüchtige Kraft in den Dienst der Gemeindeinteressen gestellt hat. Sein Andenken wird bei uns stets in Ehre gehalten werden. Berlin, den 21. September 1900. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. i Costumesticker ei». Plissebrennerei jeder Art empfiehlt zu billigen Preisen Frau R. Fuchs, Brüderstrasse 7. „Sehr nahrhaft nnd fnr Kranke sehr zuträglich ist der Zucker." (Prof. vr. Ernst von Leyden, Geh. Medizinalrat in Berlin: „Handbuch der Ernährungstherapie und Diätetik." S. 242.1 Verlag Siegfried Cronbach, Berlin W. 67. -- Druck: Arthur Scholem, Berlin C., Roßstr. 3.

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