Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- Israelitische Wochenschrift
- Issue
- 36 (7.9.1900)
- Date
- 1900-09-07
- Page
- Seite 571 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr 36. Israelitische Wochenschrift. Seite 571 Brief- und Lragekaften. Herrn H. in M. Bedaure, auch diesmal ablehnen zu müssen. — Herrn Dr. S. in C. Sobald ich wieder in Berlin sein werde, d. i. in etwa 14 Tagen. Schönsten Gruß! — Ver. Ah. Z. in T. Es thut mir leid, daß Ihr Brief nicht eingetroffen ist. Nachträglich auf seinen Inhalt einzugehen, muß ich ablehnen. — Verax in E. Die Entzifferung ihrer Handschrift glückt nicht immer. Zuweilen bin ich aufs Erraten angewiesen. Daher das Mißverständnis. Auch diesmal wäre es nicht ausgeschlossen. Auf Wiedersehen — aber ohne Maske. — Herrn A. H. in M. Das Manuscript ist an Sie zurückgegangen. Was soll ich wohl mit Einleitungen anfangen? — Herrn K. in D. Die formale Berechtigung eines Gerichts, einen Juden zum Neujahrsfest als Zeugen, auch nach auswärts, vorzuladen, ist nach den gegenwärtig geltenden Bestimmungen außer Zweifel. Doch giebt es keinen Gerichtshof und keinen Richter, der den jüdischen Zeugen — nach geziemender Sachdarstellung — nicht vom Erscheinen dispensieren oder nicht den Termin verlegen würde. Solche Connivenz ist selbstverständlich. Sollte freilich der undenkbare Fall eintreten, daß ein Richter oder Gerichtshof, auf das formale Recht sich berufend, die Terminverlegung versagte, so bliebe nichts übrig, als die Folgen der Terminsversäumnis in Gehorsam auf sich zu nehmen. Es giebt sicherlich eine corrigierende Instanz, die das Kaiserwort „dem Volk soll die Religion erhalten werden" zur Geltung bringt, auch gegenüber der bequemen Dienstregel. Gekannte Kaffees ln Preislagen von Mk. 1,20, 1,40, 1,50, 1,60, 1,70, 1,80, 1,90, 2,00 per V2 Ko Allen Freunden eines guten Getränkes als vorzügliche Marke empfohlen. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: M. A. Klausner, für den Inseratenteil: Max Schaffer in Berlin. * Durch das am 3. d. Mts. erfolgte Ableben des Herrn Geheimen Sanitätsrats Dr. Moritz Marcuse ist die hiesige jüdische Gemeinde schmerzlich betroffen. Während eines Zeitraums von fast zwanzig Jahren zum Repräsentanten der Gemeinde berufen, hat der Verewigte mit unermüdlicher Hingebung und nie rastendem Eifer seine Kraft in den Dienst der Gemeindeinteressen gestellt und durch Einsicht, gepaart mit menschenfreundlichem Sinn, zur Förderung des Wohles der Gesamtheit gewirkt. Sein Andenken wird bei uns dauernd ein gesegnetes sein. Berlin, 6. September 1900. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. I Am 3. September verstarb zu Berlin der ßeheime Sanitätsrat Herr Dr. Moritz Marcuse.* Derselbe hat dem unterfertigten Ausschuss durch fast zwei Jahrzehnte angehört und mit dem lebhaften Pflichtgefühl, welches ihn auszeichnete, den von uns vertretenen Interessen gedient. Wie überall, so zeigte er sich auch bei unsern Bestrebungen als ein stets hilfsbereiter Beschützer der Armen und Unterstützungsbedürftigen. Uns war er ein lieber und teurer Kollege, ein besonnener Mitarbeiter, ein zuverlässiger Freund, dessen Andenken bei uns nicht erlöschen wird. Der Ausschuss des Deutsch-Israelitischen-Gemeindebundes. zum Würzen ist einzig in seiner Art, um allen Suppen, Bouillons, Gemüsen, Kartoffelgerichten, Saucen, Ragouts etc. augenblicklich überraschenden, kräftigen Wohlgeschmack zu verleihen. Wenige Tropfen genügen! Zu haben in Fläschchen von 25 Pf. an in Delikatess- und Kolonialwaren-Geschäften. Der Verein * Freunde der Taubstummen“ (Jedide Jlmim) hat durch den Tod des Herrn Geh. Sanitätsrat Dr. Moritz Marcuse einen unersetzlichen Verlust erlitten. Seit der Begründung des Vereins an der Spitze desselben stehend, hat der Entschlafene einen grossen Teil seiner schöpferischen Kraft dem materiellen und ideellen Ausbau unserer Anstalt gewidmet und in wahrhaft väterlicher Weise für die Erziehung und Förderung der ihr anvertrauten Zöglinge gesorgt. Wir verlieren in ihm einen vorbildlichen Führer, einen zuverlässigen Freund und verständnisinnigen Berater. Sein Andenken wird in unserer Anstalt und in unseren Herzen unvergesslich fortleben. Der Vorstand des Vereins „Freunde der Taubstummen“ (Jedide Jlmim). Das Lehrerkollegium der Taubstummen - Anstalt zu Neu-Weissensee. Berlin W., Lützowstrasse 88. Mlhttt Kknßimt ii. FiOildMlis-AnßM Frau Alma Silbermann. Referenz: Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Maybanm. j Lamilienpensionat I. Ranges | | Marburgerstr. 17. § j Vorzüglichste Pflege, civilc Preise. I Costumesticker ei«. Plissebr enner ei jeder Art empfiehlt zu billigen Preisen Frau R. Fuchs, Bruderstrasse 7.