Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1902-03-21 · 12 (21.3.1902) · p. Seite 191

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
Israelitische Wochenschrift
Issue
12 (21.3.1902)
Date
1902-03-21
Page
Seite 191 (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/5369809-9607691-9605652-9605782--8561-9605801
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

'LS <deckt wo Machskerzenu^WM^en!Ltcht aus das abgespannte^Antt^^ bunte Durcheinander in dem langes Einige Minuten saß der Dgj ^Da klopfte es leise an die TW kick, fuhr sich mit der Hand Israelitische Wochenschrift. Seite 191. l saß Don Pedro. Zwei Rtern warfen ein blasses 4®eU*9vten, wie aus das ^malen Kabinett. in tiefem Nachdenken. Don Pedro zuckte, reckte vo Stirn und Augen und ftand fvfoot, einen der ausgeschlagenen sich schleudernd. „Entweder bin oersällrg auf. ^,Nein!" stieß er zo^ ^en ungeduldig Adepten »betrügLj^^M " großen Lehre geboren oder diese .wissenlos!" Fm zweiten Mal. fTn, Jakobo!" rief Don Pedro laut und näherte wiener trat ein und trug das Frühstück an den ^ort rückte er die Bücher zusammen und sah sich Zimmer um. |8 macht Daniello?" srug Don Pedro. per ist schon lange aus. Er hat ein wenig im Park ^d jetzt sitzt er schon über die Bücher, daß . . ." ^Jakobo, du weißt es ja, daß ich keine ab- «Jtebe." heit sagen soll, Sennor — ich fürchte fürchte« iicher ängi an sie h^ ■a! Bin Lnd ein ser Jhrel noch?"! kre Seeles Reine SeeI 1 Ao\g$ löclaei^ JtieHo? Ist er etwa krank?" srug Engend. ^öor einem^solchen Unglück. Er ist It du denn für &n?" lügen mich. Daß, er sich nur nicht so lingt, wie mein Sennor . . ." ^ich denn trotz meiner Bücher ein böser ^ngel, Sennor. Aber rch bin überzeugt, Gesundheit ruinieren mrd ..." Ile?" Kissen es, daß ich für Sie mid^ Freuden /Block legen würde ..." Jakobo. Ich halte dich für ^meinen in welchem Zusammenhang stehtVdeine mit meinen Büchern und meinem lenke ... Ich bin sogar überzeugt . *. Ich liebe Sie mehr als mein Leben, Rand, den. . . den ich noch mehr liebe." N ^Glückliche?" srug Don Pedro lächelnd. |r Gott Israels. Wir haben ihn ver- ^er großen Barmherzigkeit, verläßt uns ne diese Bücher würden Sie, Sennor, amen Eltern ausgesucht haben. Ach! oieder unfern Brüdern angeschlossen Bat^r im Himmel." „Möglich, möglich, daß du recht hast, Jakobo. Wer weiß, wo die wirkliche Wahrheit,. . .?" Eine Pause trat ein. Jakobo seufzte tief, und dieser Seufzer schien den Doktor geweckt zu haben. „Nun, so höre denn, Jakobo," sagte Don Pedro beide Hände auf die Schultern seines Dieners legend. „Du bist ein Glücklicher, denn du glaubst, ich aber ... ich zweifle. Warum wandelst du mit mir aus diesem unangenehmen Weg? Gehe zu den Deinen und schließe dich deinem Gott an! Ich will dir selbst die Mittel und die Möglichkeit dazu verschaffen. Gehe! Willst du?" „Es ist Unrecht von Ihnen, Sennor, einen treuen Diener so zu kränken. Sie wissen es sehr wohl, daß ich Sie und meinen Daniello, den ich aus meinen Armen groß gezogen habe, nicht verlassen werde. Mit Ihnen bin ich bereit zu sterben, mit Ihnen will ich freudig den Scheiterhaufen besteigen, und mit Ihnen will ich ohne Murren in die Hölle wandern. Jagen Sie mich nicht fort. Ich hab's nicht verdient!" „Und da soll man die Menschen nicht lieben! Doch giebt es viele solcher? Das ist nur ein süßer Tropfen in einem ganzen Meer des bittersalzigen Elements", brummte Don Pedro aus- und abgehend. „Hat Daniello gestern die Rabbinersamilie besucht?" fragte er. „Natürlich. Jeden Tag besucht er diese fromme Familie. Und man empfängt ihn dort wie einen Verwandten, und Esterka hängt an ihm, wie an einem Bruder." (Fortsetzung folgt.) Geschäftliche Mitteilung. Nicht nur die beste, sondern auch die billigste Würze für Suppen und Speisen ist das altbewährte Maggi. Wenige Tropfen, nach dem Anrichten zugesetzt, genügen. Richtig verwendet, bringt „Maggi zum Würzen" jedem Haushalt große Ersparnis. Gebrannte KoftCCS ln Preislagen von Hlk. 1,20, 1,40, 1,50, 1,60, 1,70, 1,80, 1,90, 2.00 per »/* Ko. Allen Freunden eines guten Getränkes als vorzügliche Marke empfohlen. „Meine Mutter lehrte mich: „Die Liehe geht durch den Magen“, scherzt die junge Frau Assessor, „das habe ich mir gemerkt und verbessere stets meine Suppen, Saucen, Gemüse und Salate beim Anrichten mit einigen Tropfen Maggi-Würze. Dabei spare ich Zeit und Arbeit und mein Gatte hält meine Kochkunst hoch.“ Verantwortlich für den redaktionellen Teil: M. A. Klausner, für den Inseratenteil: I. Burkhardt in Berlin.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.