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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1902-03-21 · Beilage der Israelitischen Wochenschrift Nr. 5 (1902) · p. Seite 28

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
Israelitische Wochenschrift
Issue
Beilage der Israelitischen Wochenschrift Nr. 5 (1902)
Date
1902-03-21
Page
Seite 28 (sequence 4)
Language
German
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Seile 28. Israelitische Wochenschrift. Nr. 5. Kapitel 25. Bildad aus Schuach sprach zum dritten Male: Unnahbar thronet Gott, der Herr der Welt; Der Frieden ist in seinen Höhn, es blinken Unzählge Sterne, dienstbar seinen Winken, Sein Licht die ganze Schöpfung rings erhellt. Jfts möglich, daß ein Mensch sich schuldlos glaube, Gerecht vor Gott, vor dessen Allmachtsglanz Der Mond erblaßt, mit ihm der Sterne Kranz? — Vom Staube kommt der Mensch und geht zum Staube. (Die Fortsetzung erscheint in einer Sonderbeilage zu Nr. 16 der „Israelitischen Wochenschrift".) Die Psalmen. Uebersetzt von M. A. K. 147. Allgütiger, dir sing ich laut An deines Thrones Stufen: Du hast Jeruschalajim erbaut. Die Verbannten heimgerusen. Die krank am Herzen sind, die heilt Deine Hand von allen Wunden; Der Sterne Zahl hast du bestimmt, Hast ihnen Namen gesunden. Herr unser Gott, wie groß bist du. An Kraft unüberwindlich, Und deiner Weisheit Tiefe ist Für Menschen unergründlich. Du stützest die Gebeugten, wirfst Die Missethäter darnieder: Dafür mit Cymbeln und Schalmetn Ertönen dir unsre Lieder. Du führst am Himmel die Wolken herauf, Du spendest der Erde Regen, Dein mächtiger Wille ruft hervor Aus dem Boden der Ernte Segen. Du sättigst das Vieh auf dem Feld, du nährst Den schreienden jungen Raben. Wie sollte, wer dir betend naht. Auf Erden Mangel haben? Was kann des Rosses Stärke dir, Des Helden Kraft dir bedeuten? Wer gottessürchtig deiner harrt, Der wird dir Freude bereiten. Preise Gott, Jeruschalajim, Zion, dir ist Heil begegnet: Fest sind deiner Thore Riegel, Deine Kinder sind gesegnet. Ueppig blühen deine Saaten, Deine Kelter find voll Wein, Friede wohnt an deinen Grenzen. Aller Ueberfluß ist dein. Schnee wie Wolle, Reif wie Asche Streut der. Herr, und Eis zu Haus — Wer mag ihm sich widersetzen? Gegen ihn steht niemand auf! Spricht er nur — so ist geschmolzen Schnee und Reif und eisge Saat; Gottes Wort folgt flugs Erfüllung, Gottes Wort folgt flugs die That. Wer gewann so großen Segen Neben Israels Geschlecht? Gott gab Jakob seine Lehre, Uns gab Gott Gesetz und Recht! 148. Preiset den Herrn im Himmel droben. Preist ihn in seinen Höhen! Ihr, seine Engel und all seine Scharen, Sonne und Mond und leuchtende Sterne, Preiset den Herrn! Ihr Himmel der Himmel, ihr Wasser darüber. Preiset den Namen des Herrn! Er befahl — und ihr wurdet —. Ewige Dauer hat er euch verliehen. Er gab euch unwandelbares Gesetz. Ihr Wassergetiere, ihr Tiefen des Meeres, Feuer und Hagel und Nebel und Schnee, Du Sturmwind, seiner Gebote Vollstrecker, Ihr Berge und Hügel, Fruchtbäume und Cedern Du wildes Getier, du Vieh auf dem Felde, Ihr beschwingten Vögel und alles Gewürm, Ihr Erdenkönge, ihr Völker alle, Ihr Richter aus Erden, Knaben und Mädchen, Greise und Kinder — Preiset den Herrn! Preist seinen Namen, der einzig erhaben, Dessen Glanz über Erde und Himmel erstrahlt! Er erhöhet das Heil seines Volks, seiner Frommen, Er nahet sich uns, seinen Söhnen, in Huld. Preiset den Herrn! Druck und Verlag von Arthur Scholem, Berlin C., Roßstraße 3.

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