Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- Israelitische Wochenschrift
- Issue
- 47 (22.11.1901)
- Date
- 1901-11-22
- Page
- Seite 752 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 752. Israelitische Wochenschrift. Nr. 47. während der großen Typhusepidemie die größte Hingebung und Selbstlosigkeit in der Pflege seiner erkrankten Kameraden bewiesen, bis er schließlich selbst von dieser ansteckenden Krankheit befallen wurde. London, 18. November. (Die Geldnot der jüdischen ArmenkomMission.) Nach Erledigung der laufenden Geschäfte in der letzten Monatssitzung der jüdischen Armenkommission sprach der Vorsitzende, Mr. Leonard L. Cohen, über die Geldnot dieses Instituts. Der alljährlich zu Beginn der Winterzeit in den Zeitungen veröffentlichte Aufruf um Beiträge genüge in diesem Jahr nicht, wo das Defizit der Armenkommission bereits 4300 L. St. betrage. Die Privatwohlthätigkeit müsse jetzt unbedingt in die Lücken treten. Viele Vorstandsmitglieder der Armenkommission gaben, wie die in den Zeitungen veröffentlichten Sammlungen beweisen, große Beträge an verschiedene andere Institutionen, deren Bestehen viel jüngeren Datums sind, als die Zugehörigkeit dieser Herren zu dieser Kommission. Nach einer von Herrn Frank Lyons ausgemachten Statistik haben im letzten Jahr 77,26. Prozent der Sitzinhaber in Synagogen keine Steuern bezahlt; nach Veröffentlichung dieser Ziffer ist im lausenden Jahr der Prozentsatz auf 75,70 heruntergegangen. Thatsächlich zahlen zur Zeit 4519 Sitzinhaber keinen Pfennig Steuern an die Armenkommission. Von fünf Synagogen, die der Vorsitzende durch Namensnennung nicht blosstellen wollte, zahlen 94 Prozent überhaupt nichts. Unter solchen Umständen ist ein großes Defizit nicht zu vermeiden, und die Mitglieder der Armenkommission sollten ihre Thätigkeit darauf richten, die Gemeindeangehörigen zur Steuerleistung heranzuziehen. Newyork, IO. November. (Ein Bischof in der Synagoge.) Die Frauenvereinigung „Hebräische Schwesternschaft" hat dieser Tage ihre Jahresversammlung in einer hiesigen Synagoge abgehalten. Der protestantische Bischof Polter, das Haupt der Episkopalkirche in dieser Diözese, wohnte dieser Versammlung bei und hielt eine Ansprache, in der er die Juden ermahnte, ihren alten Zeremonialgesetzen treu zu bleiben. Personalnachrichten und kleine Mitteilungen. Am nächsten Dienstag (26.) abends hält im Verein jüdischer Studenten, Chausseestr.116 Herr stud.pliil. Arthur Meyerowitz einen Bortrag über „Die Entwickelung der neuhebräischen Literatur." Gäste sind herzlich willkommen. — Rabbiner Professor Marks in London vollendet am heutigen Freitag das neunzigste Lebensjahr. Der allseitig verehrte Gelehrte befindet sich im besten Wohlsein. — Die Stadt Grimsby in England hat den jüdischen Stadtrat Moses Abrahams zum Bürgermeister gewählt. — Der Großrabbivon Bulgarien, Dr. Ehrenpreis, hat auf Veranlassung des Unterrichtsministers eine Reise in die Provinzen angetreten, um sämtliche jüdische Schulen des Fürstentums zu inspizieren. — Aus Baku in Rußland sind in den letzten beiden Jahren 400 jüdische Familien ausgewiesen worden, weil sie angeblich nicht das Recht hatten, außerhalb des Ansiedelungsgebiets zu wohnen. Geh., fr. W. Meid, an D. Block. - Rheingönheim, Pfalz. Lehrer, K., Sch. (ledig), 600 M. Geh., 660 M. Nebeneink., fr. W. Meld. an S. Blum. — Gollantsch, Posen. K., Balk., Sch-, 700 M. Geh., 300 M. Nebeneink., fr. W. Meld. an Glaß. — Bublitz i. Pom. Rel.-L., K., Sch., 900 M. Geh., 400 M. Nebeneink., fr. W. Meld. an Margoniner. — Borek, Kreis Koschmin. K. und Sch., 9OO—1000 M. Geh. Meld. an Vorstand. — Woischnik, O.-S. K. und Sch., 780 M. Geh., 250 M. Nebeneink., fr. W. Meld. an L. Riesenfeld. — LaChaux-de-fonds (Schweiz). Sch., 1500 Frcs. Geh. Meld. an Dreyfuß und Blum. — Baden bei Wien. Rel.-L. und 2. K., 2000 Kronen Geh. Meld. an Vorst. — Packrac, Slavonien. Rel.-L., K., Balk., Sch., Mohel, Sekretär, 1200 Kronen Geh., fr. W. Meld. an Marks Mautner. — Oldenburg i. G. Erster Rel.-L. u. K., 2000 M. Anfangsgeh., fr. W. Meld. an L. S. Weinberg. — Charlottenburg. K. und Rel.-L., 2000 M. Anfangsgeh. Schrift!. Meld. an I. Raczinski, Berlinerstraße 68. - Gr. Strehlitz, O.-S. Sch. und Hilfsk., 1300 M. Geh. Meld. an Vorst. — Eberbach. Rel.-L., K., Sch., 800 M. Geh. Meld. an Dr. Löwenstein in Mosbach. — Wir sitz, Posen. Sem. geb. Rel.-L., 1300 M. Geh., 200 M. gar. Nebeneink. Meld. an Vorstand. — Berneastel. Lehrer, K., Sch., 700 M. Geh., 260 bis 300 M. Nebeneink., fr. W. Meld. an Gottfried Thal. Brief- und Fragekasten. Herrn Ph. W. in D. Das hätten sie lieber nicht thun sollen. Die Eile war nicht gut. — Herrn Dr. M. in N. Soll geschehen. Dank für freundliche Anerkennung. Gruß. — Herrn A. F. in B. Wenn Sie sich an die richtige Adresse wenden und deutlich sagen, was Sie eigentlich im S^jnn haben, so ist die Aufnahme der Notiz möglich. — ') I. L. in B. Besten Dank. Sie werden >avon y^^A Herrn B G. in B. Ist, wie Sie sehen, in weitem Umfang geschehen. — Herrn Dr. R. in Th. Besten Dank für die freundliche Bemühung und herzlichen Gruß. — Herrn E. B. in W. Kann erst in nächster Woche geschehen. Gekannte Kaffees ln Preislagen von Mk. 1,20, 1,40, 1,50, 1,60, 1,70, 1,80, 1,90, 2,00 per */» Ko. Allen Freunden eines guten Getränkes als vorzügliche Marke empfohlen. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: M. A. Klausner, für den Inseratenteil: Max Schäffer in Berlin. Vakanzen. Thorn. K. u. Chordir., 2000 M. Geh. Meld. an Vorst. — Westercappeln. Sem. geb. El.-L., K., Sch., 900 M. 9tT Dieser Nummer liegt die Liste der Kandidaten des Liberalen Vereins bei. Verlag Siegfried Cronbach, Berlin W. 67. — Druck: Arthur Schalem, Berlin 6., Roßstr. 8.