Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- Israelitische Wochenschrift
- Issue
- 16 (19.4.1901)
- Date
- 1901-04-19
- Page
- Seite 256 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 256. Israelitische Wochenschrift. Nr. 16. Der Kamps war kurz; nach einigen wütenden Angriffen Ramiras, die Fernando mit gewohnter Kaltblütigkeit unschädlich machte, blieb der Erstere, der in seiner Aufregung kaum an seine Verteidigung dachte, als er einen entscheidenden Hieb führen wollte, einen Augenblick vollständig ungedeckt, und Fernando bohrte ihm seinen Degen in die Brust. Alonzo fiel. In demselben Augenblick trat die heilige Hermandad ein, die Meister Vargas in seiner Angst herbeigerufen hatte. Während Ramiras Freunde diesen in das Haus seines Vaters wegschafften, wurde Fernando in das Stadtgesängnis abgesührt. 9. Indessen hatte sich die Nachricht von diesem tragischen Ereignis sehr schnell in die Stadt verbreitet, und, wie natürlich, wurde das einfache Faktum durch den Stadtklatsch ungemein ausgeschmückt und vergrößert; man sprach bald von einem allgemeinen heftigen Kampf, von einigen Toten und mehreren Verwundeten. Diego hatten die jüngsten Geschehnisse nicht lange verborgen bleiben können. Zu den ernsten Besorgnissen, die ihm diese unglückselige Angelegenheit einflößte, kam bald der Hintergedanke, der sich eigentlich unter allen Umständen für einen Marannen von selbst ergab. Das Duell zwischen deu beibet; jungen Leuten mußte einen anderen Grund haben, als den die Welt ihm unterschob; Diego kannte Fernando; der junge Mann war, wie alle seine Glaubensgenossen, zu vorsichtig, zu sehr gewöhnt, bei jeder Sache all; möglichen Konsequenzen vorher zu erwäge«, als daß er sich wegen einer närrischen Wortklauberei eine solche Extravaganz hätte zu Schulden kommen lassen. Um sofort die.reine Wahrheit zu erfahren, die ihm aus den Uebertreibuugen und widersprechenden Erzählungen seiner Umgebung nicht klar werden konnte, begab er sich in aller Eile in die Herberge zur „la Bum Ventura". Dort erzählten ihm Meister Vargas und einige zurückgebliebene junge Leute den Zusammenhang der Ereignisse. Als Augenzeugen stimmten sie alle darin überein, daß sich Fernando imstand gesetzlich erlaubter Notwehr befunden habe; daß Ramira ihn nicht nur zuerst beleidigt und herausgesordert habe, sondern daß er ihn auch, so zu sagen, mit dem Schwert in der Hand zum Kampf gezwungen habe, daß infolge dessen Fernando auch nicht für die Folgen des Kampfes, so ernst sie auch sein mögen, verantwortlich gemacht werden könne. (Fortsetzung folgt.) Brief- und Fragekasten. Herrn I. B. in R. Hoffentlich sind Ihre Berichte zuverlässiger als Ihre Ankündigungen, deren endliche. Bewahrheitung ich jetzt aus diesem Weg verlange. — Herrn KFE. R. in B. Ich. bin mit Ihnen der Meinung, daß es höchste Zeit ist. Doch was soll geschehen? Vielleicht sprechen wir mündlich /> darüber. — Herrn L. G. in K. Besten Dank für die Mitteilung. — Herrn S. R. in M. Besten Dank für die Einsendung. — Herrn L. Sch. in M. Schönsten D.ank und Gruß. *jruntz JrGettrotmte Kiftffccs in Preislagen von Mk. 1,20, 1,40, 1,50, 1,60, 1,70, 1,80, 1,90, 2,00 per Ko Allen Freunden eines guten Getränkes als vorzügliche Marke empfohlen. Verantwortlich für den redaktionellen Teil: M. A. Klausner, für den Inseratenteil: Max Schaffer in Berlin. H.Meyen&Co., Silberwaren-Fabrik, Berlin 8., Sebaslianstr. 20 Fernsprecher: Amt 4, 885. 4- Ghanuka- * Leuchter Thoraschild. für Oel u. Waehsstook, sowie sämtliche Ritus-Gegenstände Thorakrone. für Hausnnd Synagogenftedarf. Pensionat und Institut BERLIN. In meinem Pensionat finden sowohl Söhne hiesiger Familien, die ihren Kindern eine sorgfältige und fachmännisch geleitete Erziehung zu teil werden lassen wollen, als auch Söhne auswärtiger Glaubensgenossen beste Aufnahme, religiöse Erziehung und liebevolle Pflege. Meine mehrjährige Erfahrung als praktischer Schulmann In Berlin, sowie als Direktor der israelitischen Realschule in Fürth, bürgt für einen die Individualität des Schülers berücksichtigenden gediegenen Nachhülfsunterricht in allen Gymnasial- und Realfächern. Zurückgebliebenen Schülern bietet mein I n s t i t u t, für welches ich mir die Mitwirkung erprobter Lehrkräfte gesichert habe, günstige Gelegenheit zur privaten Ausbildung und Vorbereitung sowohl für das Einjährig-Freiwilligen- Examen als auch für das Gymnasialabiturium. Ausführliche Prospekte und vorzügliche Referenzen stehen auf Wunsch zur Verfügung. Direktor Dr. Stern, Berlin C., Weinmeisterstr. 9, Portal 2. S. A. Heymann, Berlin W., Kanonierstr. 8. Zusammenstellung grosser Silberkasten in einfacher unä künstlerischer Ausführung. Preisberechnung pro Gramm incl. Facon. Gelegenheitskäufe in Siiner, Gold und Juwelen. Verlag Siegfried Cronbach, Berlin W. 67. — Druck: Arthur Scholem, Berlin C., Roßstr. s.