Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- Israelitische Wochenschrift
- Issue
- 51 (22.12.1899)
- Date
- 1899-12-22
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/5369809-9607691-9605007-9605197--7593-9605200- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zeitschrift für die Gchmtintereffen des Judentums. Nebst einer wissenschaftlichen Beilage. Verantw. Redakt.: III. A. Klausner, Serlin W., Tauenftenstr. 19 a. Telephon: Amt IX, Ar. 5567. Verlag: Siegfried Lronbach, Berlin W. 57. Telephon: Amt YI, Ar. 796. Post-Aeitungsliste Rr. \22. Bezugspreis vierteljährlich: Deutschland n. Oesterreich-Ungarn 2,50 Jlk., alle anderen Länder 3.— Mk. Nr. 51. Berlin, 22. Dezember f899. Jahrgang VIII. Erscheint an jedem Freitag, die wissenschaftliche Beilage monatlich einmal. Zu beziehen durch die Post, den Buchhandel oder unsere Expedition. Anzeigen für die einspaltige Petitzeile oder deren Raum 30 Pf. Bei Wiederholungen Preisermäßigung. Alle Annoncen-Expeditionen sowie unsere Expedition nehmen Anzeigen entgegen. Ankündigung. Vom 1. Januar 1900 an erscheint die .Israelitische Mochenschrist" in Verbindung mit dem von Herrn Rabbiner Dr. Rahmer in Magdeburg redigierten, nunmehr seinen 24. Jahrgang antretenden .Jüdischen Niteraturblatt". das sich in Literaturkreisen einen Namen erworben hat. Das „Jüdische Literaturblatt" wird auch in seiner neuen Folge als Beilage zur „Israelitischen Wochenschrift" populär gehaltene Abhandlungen über die verschiedenen Zweige der reichhaltigen jüdischen Literatur, sowie orientierende sachliche Besprechungen aller, Juden und Judentum betreffenden literarischen Erscheinungen bringen. Das „Jüdische Literaturblatt" — das sei ausdrücklich hervorgehoben — will nicht ein Blatt für Fachgelehrte sein, obwohl es auch diesen Manches bieten wird, sondern es wendet sich hauptsächlich an die gebildete jüdische Familie, an alle Freunde der jüdischen Literatur, die es mit den Fortschritten auf diesem weitverzweigten Gebiet bekannt machen will. Es will ganz besonders den Einfluß der jüdischen Wissenschaft auf die allgemeine Literatur und Kultur Nachweisen, wissenschaftliche Vorurteile und Jrrtümer widerlegen und richtig stellen, kurz: belehrend und aufklärend wirken. Eine Preiserhöhung findet nicht statt. Die „Israelitische Wochenschrift" kostet mit dem „Jüdischen Literaturblatt" vierteljährlich 2 M. 50 Pf. bei allen Postanstalten und Buchhandlungen Deutschlands; direkte Bestellungen werden vom Verlag entgegengenommen. Redaktion und Verlag der „Irr. Wochenschrift" und des „3üd. Literaturblatts". . m. II. Klausner. Siegfried ßronbach. Für die Redaktion bestimmte Mitteilungen erbitte ich an die Adresse: Berlin W., Tanenzienstr. 19a. M. A. Klausner. Die heutige N-'unier enthält die fällige wissenschaftliche Beilage. Inhalt. Artikel: Die Politik. (Zur Jahrhundertwende. — Namensänderungen. — Unberufene Censoren. — Antisemitische Gelehrsamkeit.) — Joseph und Mose. Zum Wochenabschnitt. Bon Rabbiner Dr. B. Seligkowitz-Cöthen. — Protokoll über die Versammlung des Vereins jüdischer Lehrer der Provinz Brandenburg. — Die Lösung des Kohelethrätsels durch den Philosophen Baruch Jbn Baruch im 16. Jahrhundert. Von Dr. D. Leimdörfer, Prediger zu Hamburg. (Schluß.) — Wochenchronik: Wochenkalender. — Berlin: Aus der Gemeinde. — Wohlthätigkeitsfest. — Wissenschaftliche Lehrervereinigung. — Magdeburg: Vereinsbericht. — Jnowrazlaw: Ehrung. Wahlen. — Memel: Aus dem Literaturverein. — Warschau: Statistisches. — St. Petersburg: Etat der jüdischen Gemeinde. — Taschkent: Ermordung eines jüdischen Advokaten. — Bukarest: Bedrückung der Juden. — Konstantinopel: Genehmigung. — Tunis: Schuleröffnung. — Personalnachrichten und kleine Mitteilungen. — Vakanzen. — Feuilleton: Der Rabbi von Liegnitz. Historische Erzählung aus der Hussitenzeit. Von Dr. A. Sammter. (Fortsetzung.) — Brief- und Fragekasten. — Inserate. Die Politik. (Zur Jahrhundertwende.) Schon wartet die letzte Stunde des neunzehnten Jahrhunderts. Es hinterläßt dem kommenden eine reiche Erbschaft an Erfindungen, Entdeckungen und sozialem Fortschritt, es hinterläßt aber leider auch Manches, das man gern aus der Hinterlassenschaft streichen möchte, und Miterben des Ganzen, die der Erbschaft unwürdig sind. Reaktionäre, gewissenlose Gesellen und fanatische Narren haben im letzten Viertel des Jahrhunderts die frohe Botschaft vom „Frieden" und „guten Willen" zu vereiteln gesucht. Sie haben Haß gepredigt, und da der Haß unbegründet ist, ihn durch