Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- Israelitische Wochenschrift
- Issue
- 49 (8.12.1899)
- Date
- 1899-12-08
- Page
- Seite 783 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/5369809-9607691-9605007-9605163--7571-9605178- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr 49. Israelitische Wochenschrift. Seite 783. von der Heide, Johannes Wantsch, Nikolaus Wächter, Johann Schober, und der kurz vorher an die Stelle seines Vaters ernannte Stadtschreiber Ambrosius Bitschen. Bald füllte eine illustre Gesellschaft die weiten Räume des Schlosses, welche unzählbare Wachskerzen in kostbaren venetianischen Gtrandolen prächtig erleuchteten. Ein Troß von Dienern und Pagen in golddurchwirkten Gewändern, den schwarzen Adler*) in kunstvoller Stickerei auf dem Rücken des Wamses, kredenzte den Gästen aus schweren Humpen feurigen Wein und den Frauen süßen Meth. Plötzlich verstummte die Musik, drei la^^Glockenschläge verkündeten das Nahen des Herzogs und seine^Gemahlin. Eine Seitenthür öffnete sich, und gravitätisch schritt Ritter Heintz von Zedlitz in den Saal, dem bald daraus die erlauchten Gastgeber folgten. Es war unsraglich ein schönes Paar, das schon in seiner äußeren Erscheinung wie für einander geschaffen war. Herzog Ludwig, im kräftigsten Mannesalter — er war damals 46 Jahre alt — eine schlankgewachsene, imposante Erscheinung, mit freundlichen Gesichtszügen, welche heitere Lebenslust, aber auch Mut und Entschlossenheit verrieten. Elisabeth, seine Gemahlin, strahlte iin^bestrickenden Zauber jugendlicher Schönheit, und ließ auf den ersten Blick die Hohenzoüern - Prinzessin erkennen. An Wuchs dem Herzoge gleich, schien sie denselben noch zu überragen. Hellblaue Augen verliehen ihrem Antlitz doppelten Liebreiz, und das dichte blonde Haar, das vorn glatt gescheitelt in dichten Strähnen weit über den Rücken herniederfiel, vervollständigte das entzückende Bild, das manchen Ausruf der Bewunderung wachries. Mit gewohnter Liebenswürdigkeit begrüßte das herzogliche Paar die Gäste; bald hatte man sich um die Festtafel gruppiert, und das Mahl begann. (Fortsetzung folgt.) Brief- und Lragekasten. Herrn H. O. in W. Gern ausgenommen. — Herrn S. in C. Bitte um Mitteilung Ihrer genauen Adresse. — Herrn A. P. in K. Ihre Empfehlung ist respektiert worden. — Herrn Louis C. in Mannheim. Was bedeutete Ihr Telegramm? — Herrn A. L. in B. Rechnungslegungen von ^dieser Seite erscheinen immer unter.Ausschluß der Oeffentlichkeit und unter sorgfältigster Vermeidung der Verständlichkeit. — Herrn Dr. E. T. in H. Wiederum kein Platz. Geschäftliche Mitteilungen. Die seit ca. 30 Jahren ^bestehende Pianoforte- und Harmonium-Fabrik von Wilh. Emmer, früher Magdeburg, jetzt Berlin, Seydelstraße 20, hat es durch Energie und den eisernen Fleiß ihres Inhabers, Herrn Wilh. Emmer, verstanden, ihren Fabrikaten in immer weiteren Kreisen guten Ruf zu verschaffen. Die persönliche Beaufsichtigung der Fabrikaiion durch Herrn Emmer und die Verwendung nur des besten Materials haben die Emmer-Instrumente den erstklassigen Fabrikaten inbezug auf Klangfülle und Tonreinheit *) Im Jahre 1331 wurde der weiße (polnische) Adler abge> schafft und an dessen Stelle der schwarze, (der später auf Brandenburg überging) in das Wagpen der Schlesier eingeführt. Nur die weiße Brust im schwarzen Adler blieb als Kennzeichen der alten Abstammung. sowie Exaktheit in der äußeren Ausführung ebenbürtig zur Seite gestellt; dabei sind die Preise äußerst mäßig, auch gewährt die Firma die koulanteften Zahlungsbedingungen. Das hier Gesagte ist durch Hunderte von freiwilligen Anerkennungsschreiben aus allen Kreisen der Bevölkerung bestätigt. Wer Bedarf an einem Piano, Harmonium oder Flügel hat, oder Freunden oder Bekannten mit Rat zur Seite stehen will, wende sich vertrauensvoll an obengenannte Firma und verlange Preislisten rc., die auf Wunsch bereitwilligst gratis und franko zugesandt werden. Eine Thatsache. Die Thatsache, daß die Frucht des Cacaobaumes eine der nährkräftigsten Früchte der Tropen und der gesamten Pflanzenwelt bedeutet, ist selbst einem großen Teile der gebildeten Menschen zu ihrem eigenen Nachteile noch nicht genügend bekannt, denn sonst würde Cacao und Chokolade noch in weit größerem Maße als dies jetzt der Fall ist, als vortrefflichstes und gesundestes Nahrungsmittel allgemein benutzt. Besonders Kindern ist Cacao und Chokolade zuträglich, mit Wonne verzehren die im strengen Wachstum begriffenen Schulkinder den köstlichen Trank. Der so nachhaltig sättigt, daß sie bis Mittag ohne Zwischenbrot auskommen. Eine der beliebtesten Marken ist unbestritten Suchard; Cacao und Chokolade Suchard sind weltbekannt, man findet sie xu jedem besseren Detailgeschäfte. Wringmaschinen von 10 Mark an, Mangelmaschinen Waschmaschinen von 20 Mark an von 25 Mark an liefert in bewährtester Konstruktion und Ausführung zu Fabrikpreisen unter Garantie Paul Knopp, Maschinenfabrik Berlin S.W, Beuttastr. 16 (nicht 15). Illustr. Preislisten gratis und franco. Erfrischende Frnchtspeisen. Wer Flammris von köstlichem Geschmack begehrt, sollte sie mit Brown & Polsons Mondamin Herstellen. Ein Pfund Mondamin ist überall für 60 Pf. zu haben, und ist es so ergiebig, daß sich aus einem solchen Packet 12 Flammris für je vier Personen bereiten lassen. Die Kosten des Mondamins werden daher für einen Flammri so gering, daß es sich jeder gestatten kann. Mondamin ist überall erhältlich. Auch sind neue Rezepte in einem Büchlein von Brown & Polson Berlin C. 2, kostenlos franco zu haben. untz Gebrannte KöffCßS in Preislagen von Mk. 1,20, 1,40, 1,50, 1,60, 1,70, 1,80, 1,90, 2,00 per V2 Ko Allen Frei nden eines guten Getränkes als vorzügliche Marke empfohlen. Verantwortlich für Den redaktionellen Teil: M. A. Klausner, für den Inseratenteil: Erik Pfeffer in Berlin. Der heutigen Nummer unseres Blattes ist ein Prospekt von E. Pierson's Verlag in Dresden beigelegt, den wir der Beachtung unserer Leser bestens empfehlen. i