Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 33 (1921)
- Issue
- 4 (6.1921)
- Date
- 1921-06-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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13 Leo Popper, Komm.-Rat Moritz Reif, Kultuspräsident Simon Rendi (Graz) und'Richard Tewel es1. Dem Zentral Vorstände wird ein Beirat; angegliedert, dem die Obmänner der Mitgliedschaften und einzelne vom Zentral Vorstände 'zu berufende Persönlichkeiten angehören. , Der Mindestbeitrag für 1922 wurde mit K 20 festgesetzt, jedoch allgemein dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß angesichts der großen und wichtigen Aufgabe, die der neuen Organisation bevorstehen, insbesondere zur Schaffung eines publizistischen Organes, höhere Zahlungen geleistet werden mögen. 'Nach einer anregenden Diskussion (über verschiedene Einzelfragen, an welcher die Herren Julius' Berger, Rat Buch1wald, Mandl, Dr. Julius Ofner (stürmisch! akklamiert), Bernhard Trnka, Popper und Anton Stein teilnahmen, Schloß der Vorsitzende mit Worten herzlichsten Dankes die Versammlung. - ) ■ | Ein Organ der österreichischen Judenschaft!v* & Keime jauf die Anteilnahme breiter Volksschichten berechnete und angewiesene Organisation kann in unseren Tagen der sozialen Auflösung und des: schwierigen Existenzkampfes der machtvollen Wirkungen einer zielbewußten publizistischen Propaganda eniraten. Die Pres'sie ist der Heerrufer im. Kampfe, sie befeuert den Mut, sie wirbt immer neue Scharen für das Ringen der Geister, sie dampft das Uebermlaß des Eifers, sie ist das unentbehrliche Organ, das1 weithin vernehmbare Schallrolir zur Belehrujnjg und Aufklärung der indifferenten Massen, sie gibt das1 Zeichen zum Angriff und das Signal zum Abbruch der Schlacht. Eine Partei, die dieses starken Mittels zur Beeinflussung Wer Öffentlichen Meinung entbehren muß, kann sich für die Dauer nicht behaupten, geschweige denn den Endsieg an1 ihre Fahnen fesseln. Die verheerenden Folgen des' Weltkrieges haben dem Großteile der österreichischen Judpiischäft, der fest im Boden des Vaterlandes und der deutschen Kultur wurzelt und der unsinnigen Forderung nach Anerkennung einer besonderen jüdischen Nation in Oesterreich auf das .entschiedenste widerstrebt, schwere Wunden geschlagen. Die „Union“ Kat Taüsendje ihrer Mitglieder in den abgetrennten Gebieten verloren und erst jetzt, nach überaus1 mühevoller und zäher Regenerationsarbeit, können wir beruhigt siagen, daß uns der Wiederaufbau gelungen ist und daß die „Union Deutslchöisterreich'ischer Juden“ wieder eine starke und wirksame Waffe im Kampfe nm unsere staatsbürgerliche Rechtsgleichheit bedeutet. Die bodenlose Entwertung des Geldes uiid die fast Um 1000 Prozent gesteigerten Kosten für. •Satz, Druck und Papier haben es uns in der Nachkriegszeit un-