Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 32 (1920)
- Issue
- 2 (6.1920)
- Date
- 1920-06-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 Rechtssachen benötigen. Daraus1 ergibt sich von selber,, daß wir natürlich auch nicht So viele jüdische Advokaten brauchen und auch die Anwendung auf unsere Hochschulenv geht daraus hervor. Es muß der numerus clausus dort eingeführt werden, der Jude wird nicht ausgeschlossen vom Hochschulstudium, aber nur zugelassen im Verhältnis der Zahl Seines Volkes zu der unserer deutschen Bevölkerung. Wir haben das Recht, iden Anteil der Juden an all diesen Funktionen so zu beschränken, und wenn wir auf dem Boden des Gesetzes des Friedensvertrages verbleiben, s!o ist dadurch unser Antisemitismus vielleicht in seinen letzten Konsequenzen verhindert, aber er vermag noch solche Wirkungen auszulösen, daß sich dadurch eine bedeutende Erleichterung vom Joch des Judentums für uns ergibt. Wir verlangen darum die Bc handlung der Juden alsAlinoritätsvolk in allen Konsequenzen, eine Forderung, auf die sich alle Arier vereinigen können, mögen sie sonst welcher politischen Parteiimmer angehören. Wenn wir (insbesondere dieses Programm zur Plattform neuer Nationalratswahlen machen, (stürmischer Beifall), dann glaube ich, sind wir demi Worte des Dichters näher gekommen, welches* er vorgezeichnet hat wie eine Warnung, alsl er sagte: Geht, sperrt sie wieder in die engen Gassen, Ahe sie euch in die Christenviertel sperren.“ Diese Ausführungen KunSchaks, denen brausender Beifall folgte, beweisen zur Genüge die Verderblichkeit der jüdischnationalen Forderung, daß die Juden in Oesterreich als eigene Nation anerkannt werden. Sie beweisen aber auch die Notwendigkeit, daß die .jüdische Wählerschaft sich jetzt schon für die im Herbste stattfindenen NationalratSwahlen organisiert und sich darüber klar wird, nach welcher Richtung die jüdischen Stimmen in die Wagschale geworfen werden sollen. Notiz. Wien. (Die Oesterreichische Creditanstalt) hat eine Vermehrung ihres Aktienkapitals durch Ausgabe von 375.000 neuer Aktien im Nominalbeträge von K 320.— beschlossen. Das Bezugsrecht steht den Inhabern der alten Aktien, und zwar für 5 alte Aktirn 2 neue, bis inklusive 5. Juli zu. Redaktion und Administration: Wien, IX/8, Universitätsttraße 8. Telephon X9277. Herausgeber: „Oesterreicbisch-Israelitische Union". — Verantwortlicher Redakteur Siegfried Fleischer. — Druck von L. Beck & Sohn. 1