Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 24 (1912)
- Issue
- 5 (5.1912)
- Date
- 1912-05-01
- Page
- Seite 21 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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‘21 fernen Westen jenseits des Ozeans. Er und sein Hads gaben stets ein leuchtendes Beispiel jüdischer Wohltätigkeit. Von seinen humanitären Schöpfungen seien der zum 'Andenken an seine verstorbene Gattin errichtete Pavillon in der Lungenheilstätte Älland und das zum Andenken an seine Eltern gestiftete Invalidenhaus in Leipnik erwähnt. Zu dem Bau des israelitischen Knabenwaisenhauses in, Döbling spendete David v. Gutmann einen großen Beitrag. Das Haus Rothschild und die Firma Gebrüder Gutmann haben den Philanthropischen Verein ins Leben gerufen. Kurz vor seinem Tode hat er eine Dreimillionen-Stiftung für ein in Wien zu errichtendes Kinderspital gemacht, das von der israelitischen Kultusgemeinde verwaltet. aber allen Konfessionen geöffnet werden sollte. Mit seinem Bruder Wilhelm hat David v. Gutmann das israelitische Mädchenwaisephaus in Döbling gegründet und überdies wiederholt Beiträge zum Bau und zur Erweiterung der Poliklinik gewidmet, David v. Gutmann war auch Präsident der Hirsch- Stiftung in Galizien. Aus unserem Rechtsschutz- und Abwehr-Bureau. Verbreitung antisemitischer Schmähschriften in Mähren und Schlesien. Am 13. April wurde in einer Versammlung des Friedek- Misteker „Deutschen Arbeitervereins“ eine Flugschrift des berüchtigten Fritsch-Verlages in Leipzig, welche von Beschimpfungen und Verleumdungen gegen die Juden strotzte, verteilt. Dieselbe, sowie noch;eine zweite Flugschrift wurden überdies durch einen jungen Burschen von Haus zu Haus getragen und auch durch die Post verwendet. Wir haben den Verbreiter dieser Pamphlete festgestellt und den Staatsanwaltschaften von Teschen (für Friedek) und von Neu titschein (für Mistek) in einer Strafanzeige zur Kenntnis gebracht. Die genannten Staatsanwaltschaften haben die gerichtliche Untersuchung eingeleitet, über deren Verlauf “wir seinerzeit berichten werden. Die Hetzereien des „XX. Wek“. Zu den nichtswürdigsten Erzeugnissen der tschechisch-klerikalen Presse gehört das in Prag erscheinende Blatt „XX. Wek“, das im Namen der Religion der Nächstenliebe die blutrünstigste Judenhetze betreibt. Es enthält in jeder Nummer die fettgedruckte Aufforderung: „Christen, kauft nicht bei Juden, denn es klebt an ihnen das Blut unserer christlichen Kinder!“ Unsere