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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1908-11-01 · 11 (11.1908) · p. [Seite]

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
20 (1908)
Issue
11 (11.1908)
Date
1908-11-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Monatschrift der Oesterreichisch - Israelitischen Union. Nr. 11. Wien, November 1908. Die Wiener Kultuswahlen und die „Union". Die „Oesterreiehisch-Israelitische Union" nimmt an der Wahlbewegung der diesmaligen Wiener Kultuswahlen keinen Anteil. Zu dieser Haltung war der Vorstand der „Union" durch das Verhalten des Präsidenten der Wiener Kultusgemeinde und des von ihm berufenen Wahlkomitees gezwungen. Am 4. November trat der Obmann dieses letzteren an uns mit der Aufforderung heran, durch Entsendung eines oder mehrerer Delegierter dem offiziellen Wahlkomitee beizutreten. Da wir jedoch bei jeder vorangegangenen Wahl die Erfahrung gemacht hatten, dass zwar die Kandidaten sich auf das unter unserer Mitwirkung formulierte, den berechtigten Wünschen der öffentlichen Meinung entsprechende Programm verpflichteten, dass aber nach vollzogener Wahl von diesem Programme innerhalb des Kultasvorstandes nie mehr die Rede war, machten wir unseren Anschluss schriftlich von der Bedingung abhängig, dass 1. zwischen dem Wahlkomitee und der „Union" über das von uns vorgelegte Programm eine Einigung erzielt werde und 2. das Präsidium des Kultusvorstandes eingeladen werde, in einer Sitzung des Wahlkomitees zu erscheinen und zu dem Programme Stellung zu nehmen. In einer mündlichen Besprechung präzisierten wir die letztere Forderung dahin, dass das Präsidium des Kultusvorstandes sich verpflichte, innerhalb eines befristeten Zeitraumes das Programm nicht etwa unbesehen zu akzeptieren, sondern nur zur Diskussion im Plenum des Kultusvorstandes zu bringen. Wir bemerken hiebei, dass dieses weiter unten reproduzierte Programm nur eine Zusammenfassung der bei den Wahlen im Jahre 1904 und 1906 formulierten und von allen damaligen Kandidaten, auch von Herrn Dr. Alfred Stern, akzeptierten Forderungen war. In einer Zuschritt vom 9. November verständigte uns der Obmann des Wahlkomitees, dass dieses auf unsere Bedingungen eingehe und mit dem Programme im Grossen und Ganzen einverstanden sei. Wir nominiertpn nunmehr unseren Präsidenten Herrn 1

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