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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1908-08-01 · 8/9 (August/September 1908) · p. Seite 24

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
20 (1908)
Issue
8/9 (August/September 1908)
Date
1908-08-01
Page
Seite 24 (sequence 29)
Language
German
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24 auch deren Bedeutung richtig zu erhellen. Der Verfasser war terner darauf bedacht, die Schlüsse, die er aus dem richtig hergestellten und erklärten Texte zieht, durch Belege aus den anderweitigen Berichten über die in historischer Erwägung stehenden Personen zu erhärten in der Erkenntnis, dass die Lobessprüche auf den Epitaphien manchmal problematisch sind und wenig geeignet erscheinen, Tatsachen zu erweisen. Die Entzifferung und Drucklegung der auf dem alten, seit langem aufgelassenem Rossauer Friedhofe befindlichen Grabsteine war mehr eine Sache der Pietät und ist unter der Hand Wachsteins, der uns vorläufig in seinem oben angeführten Werkchen eine kleine Probe seiner Arbeitsweise gibt, zu einer gediegenen Quelle neuer Hilfsmittel znr Erforschung lokaler Geschichte geworden. Dr. Z i m m e 1 s. Buber, Öie Legende des BaalSChem. Verlag der Literarischen Anstalt Bütten & Loening in Frankfurt a. M. Ein Legendenzyklus, der wie ein Roman wirkt. Eine Lebensgeschichte, die wie ein Mysterium anmutet. „Fremdartig, doch seltsam reizvoll" nennt Maximilian Harden diese Erzählungen in einer Voranzeige des Buches in der „Zukunft". Und es ist in der Tat etwas Seltsames um sie. Ihre Stoffe sind der Sage entnommen, die die ostjüdische, dem Westeuropäer so gut wie unbekannte Sekte der Chassidim um die Gestalt ihres Stifters, des Baalschem, gedichtet hat. Eine seltsame Sekte! Entstanden im 18. Jahrhundert und doch erfüllt von der mystischen Vorst ellungs weise der Urzeit und von der schrankenlosen Gottesinbrunst, aus der die grossen Religionen entstehen. Noch seltsamer aber ist ihr Stifter, der Baalschem; dem Juden Jesus innig verwandt, eine grosse und rätselvolle Gestalt. Die Stoffe dieser einunzwanzig Geschichten sind hundert und mehr als hundert Jahre alten Volkslegenden entnommen, aber sie sind von einem Menschen unserer Zeit neu erzählt und sind dadurch neu geworden und haben den Menseben dieser Zeit gar manches zu sagen. Was sie zu sagen haben, das halten sie freilich zurück wie ein geheimnisreiches Wissen, das der Wissende nicht verraten, ja kaum erraten lassen mag. Dem aber, der es zu finden weiss, wird es darum um .so wertvoller sein. Und so mögen sie, die aus der Tiefe kommen, auch in Seeleutiefen fallen und darin Wurzel schlagen! Mein Mann kann sich's nicht enträtseln, dass jeztz die Speisen so schmackhaft sind! Ich würze aber auch jetzt mit Cufi-Gewürzen das ist des □ □ □ Rätsels Lösung. □ □ □ Eine Probe davon kostet nur 12 Heller und ist in allen Delikatessen- und Kolonialwarenhandlungen erhältlich. Kochbücher gratis. Vielfach prämiiert. Wiener Messing: - Kunst - Schlosserei Josef Mstochinka, Wien, VIII/2, Breitenfeldergasse 20, Ecke der Blindengasse. ©pejtalift in allen Steffins* unb Sretbarbetten. ©rjeugung nur fpejtea fotiber 3Jleffina=®etten, 9ta$tfafi$en, 2öafct)tif($e etc. Telephon 21.927.

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