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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1908-08-01 · 8/9 (August/September 1908) · p. Seite 12

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
20 (1908)
Issue
8/9 (August/September 1908)
Date
1908-08-01
Page
Seite 12 (sequence 17)
Language
German
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12 Die genannten Blätter enthalten in jeder ihrer Nummern die wütendsten, verlogensten und unerhörtesten Beschuldigungen und Verleumdungen der Juden, predigen den wirtschaftlichen und sozialen Boykott, publizieren die empörendsten Aufreizungen und aufhetzenden Beschuldigungen und fordern direkt und indirekt zu Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung auf; es kann mit vollem Grunde behauptet werden, dass die meisten Artikel dieser seit mehreren Monaten erscheinenden Blätter unverhüllt den Tatbestand der §§ 302, 303 und 305 St.-G.-B. begründen, wie eine Durchsicht dieser Blätter und unparteiische Prüfung, beziehungsweise Uebersetzung ergeben muss. In einem im „Bukowiner Volksblatt" erschienenen Hetzartikel gegen die Juden wird deutlich genug die Frage gestellt, o b e s denn zum Blutvergiessen kommen müsse. (!) Als einen nur schwachen Beleg für diese jede gesetzliche Grenze überschreitende, in ihren Folgen unabsehbare, den bürgerlichen Frieden in hohem Grade gefährdende Agitation mag der folgende in der Nr. 44 der in Czernowitz erscheinenden deutschchristlichsozialen Zeitung „Bukowiner Volksblatt" vom Sonntag, den 12 Juli d. J. erschienene Artikel dienen: „Was sind die Juden? (Belehrung für die christliche Landbevölkerung nach der „Apararea Neamului"). „Tob schebgoim harogh". Töte den besten unter den Christen. (Eine Stelle aus dem jüdischen Gesetze). „Soll man sich gegen einen Feind mit Erfolg verteidigen können, muss man es sich zur Aufgabe machen, seine Art, seine Gewohnheiten vorerst gründlich zu studieren; insbesondere soll es jedem klar werden, dass man es mit einem Feinde zu tun hat, denn wehe dem, der einen Feind nicht erkennt, ihn unterschätzt, oder gar für seinen Freund hält! „Ist der Feind, der dich bedroht, ein Wolf, so greifst du zum Gewehr, ladest dir ein paar Freunde ein und bringst nun in frischer, fröhlicher Hätz so viele Schädlinge zur Strecke, als du eben erreichen kannst; ist er ein Bär, dann nimmst du mit einem oder zwei Gefährten seine Spur auf, um nicht eher von ihr zu lassen, bis du das Eaubtier gestellt und es mit sicherem Schuss und eventueller Nachhilfe des Jagdmessers in das Paradies dieser Bestien befördert hast, erleichternd aufatmend, dass du die Gegend gesäubert und noch über heile Knochen zu verfügen hast; soll ein Fuchs unschädlich gemacht werden, so streust du ihm Gift am Eingang des Hühnerstalles oder bringst geschickt eine zuverlässign Falle an, die sicher zuschnappt, damit du am Morgen nicht nur seinen linken Handschuh darin findest; hast du es mit einer Schlange zu tun, dann stöberst du sie mit einem tüchtigen Knüppel und hohen, festen Stiefeln beherzt in ihrem Verstecke auf, ihr dort

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