Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 18 (1906)
- Issue
- 1 (1.1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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■J Zugewanderte), so muss die Sanierung nicht nur von den Kultusgemeindeu ausgehen, sondern der Staat, für den wir auch Funktionen zu leisten haben, sollte mit einer jährlichen Subvention von K 20.000 helfend beispringen; es müssten, so wie für andere Wohltätigkeits-Anstalten, auch für diesen Fond Legate von den reichen Glaubensgenossen gemacht werden. Ich bezweifle, dass ein jüdischer {finanzier es unternehmen wird, eine Efifektenlotterie zu diesem Zwecke zu veranstalten, wie es in der letzten Zeit von einem Kollegen in dem Vereinsorgan ventiliert wurde. Wir dürfen demnach nicht müssig die Hände in den Schoss legen. Wir müssen abermals an die hohe k. k. Regierung mit diesbezüglichen Petitionen herantreten, vielleicht gelingt es doch, dass wir einmal Gehör finden werden. Wir müssen in solchen Blättern unsere traurige Lage schildern, die von reichen Glaubensgenossen gelesen werden; vielleicht * rinnert sich doch einer, an unseren Pensionsfond mit einem Legate zu denken. Den Pensionsfond auf die Weise sanieren zu wollen, dass er erst nach 40 bis 50 Jahren leistungsfähig werden möchte, wo wir und unsere Frauen schon längst begraben sein werden, nachdem wir auf unsere alten Tage an dem Hungertuche werden genagt haben, ihn zu sanieren für die Zeit, wo die kleinen Kultusgemeinden werden längst aufgelöst sein, also für die gut gestellten Kultus' eamten der grossen Gemeinden zu sorgen, welche auf denselben nicht angewiesen sein werden, das halte ich für übe)flüssig; nur eine baldige Hilfe ist imstande, uns ein sorgenfreies Alter zu beieiten, unsere Witwen vor dem Hungern zu bewahren. Mitteilungen der „Oesterreichisch - Israelitischen Union". Für die rassischen Jaden sind bei der »Oesterreichisch-Israelitischen Unionc folgende Spenden eingelangt: R. Goldstein, Wien Kronen 10. — , Sammlung der Kultusgemeinde Wagstadt-Königsberg 172.—, Richard Jellinek, Wien 2.—, Leopold Hutter, Glosau 60.—, Moses Kolbauer, Zmigrod 8.—, Gabriel Singer 4.—, Isr. Frauen- und Mädchenverein Taus 30.—, N. Kalmus, Mariampol 60.—, Hugo Goldstein, Student in Znaim 5.—, Jakob Preiss, Ob.-Siebenbrunn 10.—, Julius Aschkenes (Sammlung einer Tischgesellschaft) Auspitz 11. — , Ign. Grünhut, Wien 5.—, Josef Weiner, Wien 2.—, Adolf Merbach, Wien 6.—, Sammlung Wilhelm Fantl, Cimelitz 14.—, Rosa Justiz, Neu-Cerekwe 6.—, Dr. D. Popper, Horazdiowitz 20.—, Rabbiner Aron Horowitz und Lotto-Kollektant Moses Blum in Biecz (Galizien) 80.—, Motto: »Renonce« 4.—. Summe K 499.—. Hiezu die bereits ausgewiesenen K 3728.41. Gesamt-Summe K 4227.41. Von der Kultusgemeinde Eibenschitz wurde eine Sammlung -ve*a«sta4tet,- -deren -Ergebnis im Betrage von K 691.— abzüglich der Kosten per K 7. — direkt der »Israelitischen Allianzc übermittelt wurde. Nachstehend das Verzeichnis der Spender: