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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1905-05-01 · 5 (5.1905) · p. Seite 19

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
17 (1905)
Issue
5 (5.1905)
Date
1905-05-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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19 Herr Redakteur K r a u s z stellt fest, dass es nicht in seiner Absicht gelegen sei, in der Generalversammlung der „Union" Kritik an einem anderen Vereine zu üben, sondern der „Union" «in Tätigkeitsgebiet zuzuführen, das sie zwar schon selbst — wenn auch in geringem Masse — in Angriff genommen habe. Redner unterstützt den Antrag Dr. Mintz's auf Bildung eines Komitees zur Lösung der Auswandererfrage, rät aber von der Einsetzung eines Kontrollkomitees ab, welches sich die „Allianz" gewiss nicht aufdrängen lassen würde. Herr Dr.Kaminka bemerkt zur tatsächlichen Berichtigung der aufgestellten Behauptungen, dass die Verhandlungen mit dem Emigranten nicht von ihm, sondern von zwei Vorstandsmitgliedern geleitet werden. Herr Dr. M i n t z sen. gibt der Ueberzeugung Ausdruck, dass es wohl gleichgültig sei, wer der schuldtragende Teil an der unrichtigen Behandlung der Emigranten sei, dass es sich vielmehr darum handle, diese vitale Frage mit allen verfügbaren Kräften zu lösen und dass vor Allem hiezu die nötigen Geldmittel aufzutreiben seien. Das grosse Publikum werde gerne sein Scherflein dazu beitragen, wenn man ihm Einblick in die Verwendung der Opfer gestatte. Mit der Geheimtuerei kommt man nicht vorwärts. Redner brachte zu dem bereits gestellten Antrag den Zusatzantrag ein: Das zu bildende Komitee möge in kurzen Zwischenräumen ausführlichen Bericht für die Oeffentlichkeit erstatten, in welcher Weise das Komitee aibeitet. Vorsitzender kais. Rat Anninger resümiert die eingebrachten Anträge und bringt dieselben zur Abstimmung, Der Antrag, die Vereinsleitung der „Union" möge die Bildung eines selbständigen Komitees zur Regelung der russischen Emigration in sorgfältige Erwägung ziehen, wird einstimmig angenommen. Die Abstimmung über den Antrag des Dr. Piekarski entfällt, da der Antragsteller denselben zurückzieht. Mit dem Ausdrucke herzlichen Dankes an die Teilnehmer der Versammlung schliesst der Vorsitzende dieselbe in vorgerückter Nachtstunde. # * Dem Vorstande der „Oesterreichisch - Israelitischen Union" ist folgende Zuschrift zugekommen: „Israelitische Allianz" zu Wien. Wien, den 9« Mai 1905. Ali den sehr geehrten Vorstand der „Oesterreichisch-Israelitischen Union"! Aus den Mitteilungen unseres Sekretärs, sowie auch aus der Veröffentlichung in der „Oesterreichischen Wochenschrift" haben wir entnommen, dass bei der am 29. April d. J. stattgehabten Generalversammlung Ihres Vereins von mehreren Rednern an der Aktion der Israelitischen Allianz in Angelegenheit der russischen. 2*

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