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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1904-02-01 · 2 (2.1904) · p. [Seite]

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
16 (1904)
Issue
2 (2.1904)
Date
1904-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union. Nr. 2. Wien, Mitte Februar 1904. (6. Jahrgang Eine Gesamtorganisation der reichsdeutschen Juden. Während die bedauerliche Zersplitterung der Kräfte unter den österreichischen Juden immer weiter greift, werden im Deutschen Reiche soeben die letzten entscheidenden Schritte zu einer kraftvollen Zusammenfassung aller grossen jüdischen Organisationen unternommen. Vor kurzem hat eine Sitzung des zu diesem Zwecke eingesetzten engeren Ausschusses stattgefunden, in welcher Professor Martin Philippsohn ein treffliches und auch für die österreichische Judenschaft höchst lehrreiches Eeferat erstattete. Seit ihrem Bestände ist die „Oesterreicbisch-Israelitische Union", die bei uns die gleiche Stellung einnimmt, wie der „Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" in Berlin — unablässig bemüht, das Verständnis für eine solche allumfassende Vereinigung auch in Oesterreich zu wecken — leider bisher ohne den gewünschten Erfolg. Wir glauben daher der von uns vertretenen Sache einen Dienst zu leisten, wenn wir das Referat des Professors Philippsohn im Nachstehenden unverkürzt zum Abdruck bringen. Derselbe beginnt mit einem geschichtlichen Rückblick, wobei er betont, dass nach der Ablehnung des Namens „Judentag" der Gedanke einer Organisation der Israeliten Deutschlands in verschiedenen Zusammenkünften zu Beratungen bezw. zur Wahl eines engeren Ausschusses geführt, der seine Arbeiten mit erneutem Eifer aufgenommen habe, nachdem er dazu eine willkommene Anregung aus Süddeutschland erhalten hatte. Am 17. Mai v. J. sei in einer freien Versammlung in Frankfurt am Main beschlossen worden, der Sache wieder näher zu treten, und am 28. Juni v. J. sei es in Erfurt dazu gekommen, den Ausschuss mit einer Umarbeitung des Statutenentwurfes zu betrauen, der nun unter Berücksichtigung der damals vorgeschlagenen Aenderungen zur Beratung vorliege. „Nachdem die Angelegenheit so reiflichen Erwägungen unterzogen worden", fährt dann der Redner fort, „möchte es erübrigen, nochmals die Notwendigkeit einer Vereinigung der Israeliten Deutschlands zu begründen. Ich halte es dennoch für angezeigt, weil es von Wichtigkeit ist, einzelne aufgetauchte Zweifel zu beseitigen und diejenigen zu überzeugen, die bisher noch keine Ge-

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