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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1904-01-01 · 1 (1.1904) · p. Seite 36

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
16 (1904)
Issue
1 (1.1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 36 (sequence 36)
Language
German
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36 Unsere P. T. Mitglieder in Wien ersuchen wir dringendst, uns unnötige Kosten für Einhebung der Mitgliedsbeiträge pro 1904 dadurch zu ersparen, dass sie die Beiträge mittelst des am 3. Jänner ihnen zugekommenen Post-Erlagscheines an uns einsenden, worauf ihnen die neue Mitgliedskarte zugestellt werden wird. Die Einhebung der Mitgliedsbeiträge ausserhalb Wiens erfolgt durch die P. T. Vertrauensmänner, denen wir die Mitgliedskarten in den nächsten Tagen zusenden werden. Aus unserem Rechtsschutz- und Abwehr-Bureau. Die Affaire Lslstyna. Nachdem der Oberste Gerichtsals Kassationshof der Nichtigkeitsbeschwerde des Posthilfsbeamten Jakob Leistyna in nicht öffentlicher Sitzung Folge gegeben, das Urteil des Schwurgerichtes Tarnow aufgehoben und die Sache zu neuerlicher Verhandlung vor ein Erkenntnisgericht verwiesen hatte, fand vor einem Vierrichterkollegium des k. k. Kreisgerichtes Tarnow vom 18. bis 23. Dezember vorigen Jahres die neuerliche Verhandlung statt, bei welcher der Tarnower Advokat Dr. E. Goldhammer als Verteidiger fungierte. Die Verhandlung endete mit dem vollständigen Freispruche Jakob Leistynas. Dem ehrlichen Beamten, welcher nicht ruhig zusehen wollte, wie ein Kollege Wertbriefe entwendete und spoliierte, ist damit seine Ehre wiedergegeben und er wird nun auch in sein Amt wieder eingesetzt werden. Für die ausgestandenen Leiden, die Herr Leistyna durch seine ungerechtfertigte Verhaftung und Verurteilung durchmachen musste, gibt es freilich keine Entschädigung. Die mindestens ebenso wichtige Frage, was nun mit dem unredlichen Postoffizial Julius Kornetzki geschieht, gegen welchen seltsamerweise der Staatsanwalt von Tarnow die Untersuchung eingestellt hat, obwohl seine Diebstähle durch die amtlichen Zeugnisse der Postdirektion Lemberg und durch die Aussagen seiner Kollegen vollständig erwiesen sind, bleibt allerdings ungelöst. Die Judenhetze in Tirol. In unserer Dezembernummer haben wir berichtet, dass Nr. 98 der „Tiroler Post" wegen des Leitartikels „Antisemitisch oder nicht?" von der k. k. Staatsanwaltschaft Innsbruck konfisziert wurde. Das k. k. Landesgericht Innsbruck hat diese Konfiskation

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