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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1903-06-01 · 6 (6.1903) · p. Seite 25

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
15 (1903)
Issue
6 (6.1903)
Date
1903-06-01
Page
Seite 25 (sequence 29)
Language
German
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25 glauben aber bestimmt, dass mittelst eines fixen Perzentsatzes ein erhebliches Plus an Kultussteuer zu Tage gefördert werden könnte. Auf alle Fälle sollte der jetzt bestehende ebenso unwürdige wie willkürliche Einschätzungsmodus beseitigt werden, nach welchem manche Glaubensgenossen oft das Fünffache der Kultussteuer ihres weit besser situirten Nachbars zahlen, ohne dagegen rekurrieren zu können. Der Wiener Kultusgemeinde aber obliegt schon mit Rücksicht auf das Beispiel für die anderen Kultusgemeinden die Pflicht, hier den Beginn zu machen und ehebaldigst Wandel zu schaffen. Mitteilungen der „Oesterreichisch- Israelitischen Union". Wanderversammlungen. Der Sekretär der „Oesterreichisch-Israelitischen Union" hat im Laufe des Monates Mai seine Wandervorträge zunächst in Mähren fortgesetzt. Am 5. Mai referierte Herr Fleischer in A u s p i t z, wo demselben ein ehrenvoller Empfang bereitet wurde, über die Rechtsschutztätigkeit der „Union". Zu der Versammlung hatten sich auch Glaubensgenossen aus der Umgebung, insbesondere aus S a i t z eingefunden. Dieselbe wurde von Herrn Kultusvorsteher A s c hk e n e s mit eine]' kurzen, die Verdienste der „Union" würdigenden Ansprache eingeleitet. Nach Schluss des mit stürmischem Beifalle aufgenommenen Vortrages erfolgte der Beitritt aller Anwesenden. Am 7. Mai sprach Herr Fleischer vor einer zahlreichen Versammlung in K o s t e 1, welche in Verhinderung des Kultusvorstehers von dem Bürgermeister der politischen Israeliten-Gemeinde Herrn Josef Rosenzweig geleitet wurde. Die Ausführungen unseres Sekretärs erweckten das gespannte Interesse der Versammlung, an deren Schluss Herr Rabbiner Abraham W e i s z mit eindringlichen Worten zur kräftigen Unterstützung der „Union" aufforderte. Am 9. Mai erschien unser Delegierter vor den Mitgliedern der Kultusgemeinde M i s s 1 i t z, die sich unter dem Vorsitze des Kultusvorstehers, Herrn Josef P o 11 e n z, zahlreich versammelt hatten. Auch hier war der Erfolg ein überaus erfreulicher und der begeisterten Aufforderung des Herrn Kultusvorstehers zum Beitritte leistete eine überraschend grosse Anzahl der Gemepidemitglieder Folge. Auch in A u s t e r 1 i t z, wo unser Sekretär am folgenden Tage unangesagt erschien, kam eine stattliche Versammlung zustande, die von Herrn Kultusvorsteher Josef S t r a c Ii einberufen wurde.

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