Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 15 (1903)
- Issue
- 4 (4.1903)
- Date
- 1903-04-01
- Page
- Seite 16 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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n keiten zu überwinden, dann möchte ich die Gewähr dafür übernehmen, dass dieses Prinzip des gemeinsamen Bodeneigentums den Zionismus zum Siege führen wird. Ein einziges Beispiel wird dies zeigen: Palästina ist noch lange nicht eine Salzsteppe — die Mormonen aber siedelten sich auf einer Salzsteppe in Utah an, auf einem dürren, unfruchtbaren Lande, auf dem das Salz zutage lag, und kein Mensch glaubte, dass dort jemals Kulturen wachsen könnten. Sie bauten genossenschaftliche Wasserwerke, gaben niemand mehr Land, als er bebauen konnte, und trotz aller Schwierigkeiten war in wenigen Jahren die fürchterliche Steppe mit den herrlichsten Farmen bedeckt, im Volke herrschte trotz aller Vielweiberei und Priesterwirtschaft sittliche Gesundheit, es gab keine Armut und keinen üppigen Reichtum, und ein gleichmässig steigender Wohlstand ergoss sich über das ganze Land. Charakteristisch dafür ist, dass von den 19 000 Farmern des Landes gegen 18 000 vollständig schuldenfrei waren, während im ganzen übrigen Nordamerika die Farmer durchschnittlich beträchtlich verschuldet sind. Was hier möglich war und nur zerstört wurde durch den Unfug der Regierung, die sich in alles mischt, was sie nichts angeht, wird auch dort erst recht möglich sein, wo das Land den Genossenschaften gehört, die auch die politischen Zügel in der Hand behalten. Und so glaube ich, dem Unternehmen die beste Zukunft voraussagen zu können, wenn die Führer fest halten an dem Satze: „Das Land ist mein, so spricht Gott der Herr, und mir selbst sollst du es vorbehalten!" (Lebhafter, anhaltender Beifall.) Die Ergebnisse der letzten Volkszählung mit besonderer Berücksichtigung der Juden. Die Gliederung der ortsansässigen Bevöllkerung nach dem Glaubensbekentnisse wird in absoluten Zahlen in nachstehenden amtlichen Tabellen dargestellt, indem gleichzeitig auch die Verschiebungen innerhalb der Anzahl der Angehörigen der einzelnen Konfessionen während der zwei letzten Zählperioden zum Ausdruck gebracht werden.