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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1902-05-01 · 5 (5.1902) · p. Seite 8

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
14 (1902)
Issue
5 (5.1902)
Date
1902-05-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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.8 dürfen, dass die Richtschnur, welche ich mir in der kurzen Zeit meiner Thätigkeit in der „Oesterreichischen-Israelitischen Union" genommen habe, Ihr Einverständnis findet. Ich befolge damit nur die mir von meinen verehrten Vorgängern angegebenen Wege und werde bestrebt sein, Ihr Vertrauen auch weiter zu rechtfertigen. Ich erfülle eine peinliche Pflicht, indem ich Ihnen mittheile, dass zwei überaus verdiente und eifrige Vorstandsmitglieder wegen Ueberbürdung mit anderweitigen Berufspflichten eineWiederwahl abgelehnt haben. Es sind dies die Herren Dr. Sigmund Zins und Dr. Oscar Hein. Es ist eine Pflicht der Dankbarkeit, welche ich erfülle, wenn ich Herrn Dr. Zins, einem der ältesten Mitglieder und Mitbegründer unseies Vereines, den Dank für seine hingebungsvolle Thätigkeit hier ausspreche; ebenso auch Herrn Dr. Hein, der im Vereine mit Dr. Zins bei jeder Gelegenheit und in aufopferndster Weise uns seinen rechtsfreundlichen Beistand zur Verfügung stellte. Es gewährt mir eine Genugthuung, Ihnen mittheilen zu können, dass sich diese verehrten Mitglieder bereit erklärt haben, als Beiräthe auch weiterhin uns zur Seite zu stehen. — Ich bitte nun die Herren Scrutator.en, das Resultat der Vorstands wähl bekanntzugeben. Leiter des Scrutiniums Herr Josef Fuchs: Es wurden im ganzen 57 Stimmzettel abgegeben. Davon entfielen auf die Herren kaiserlicher Rath Wilhelm Anninger, Professor Dr. S. E h rm a n n, Julius Granisch städten, Jacob Jaiteles, B. Kanitz, Sigmund Mayer, Dr. Philipp Meilner, Adolf Rosenbaum und Albert Winterberg je 57 Stimmen. Die genannten Herren sind daher einstimmig gewählt. (Beifall). Präsident: Ich begrüsse vor,allem die in den Vorstand neu eintretenden Mitglieder. Herr kais. Rath Anninger ist uns wahrlich kein Neuling, ist er doch einer meiner Amtsvorgänger gewesen, und seine frühere Thätigkeit bedeutet ein goldenes Blatt in der Geschichte der „Oesterreichisch-Israelitischen Union". Es gereicht mir zur hohen Ehre und Befriedigung, dass Herr kais. Rath Anninger infolge meiner eindringlichen Bitte sich als Ausschussmitglied unter meine Leitung gestellt hat. Auch in Herrn Julius Granichstädten begrüsse ich ein in'den weitesten Kreisen unserer Gemeinde verehrtes Mitglied, von dessen reichen Kenntnissen und Erfahrungen wir uns mit Recht die wertvollste Unterstützung im Ausschusse erhoffen. Seien Sie überzeugt, dass alle neugewählten Vorstandsmitglieder ihr verantwortungsvolles Amt in gewissenhaftester Weise ausüben und stets für die Ehre unserer Glaubensbrüder eintreten werden. Präsident: Der letzte Punkt der Tagesordnung lautet : „Anträge und Interpellationen." Wünscht jemand das Wort? Herr Julius Ehrlich: Wir haben heute Gelegenheit gehabt, zu hören, dass die Zahl unserer Mitglieder von Jahr zu Jahr

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