Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Journal
- Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
- Volume
- 14 (1902)
- Issue
- 5 (5.1902)
- Date
- 1902-05-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5 Ferner beklagen wir den Tod der Herren M. B1 u m, Sigmund Eisenberge r, Moriz Fried, Jacob Krauss, Friedrich Kopp, Hermann Knöpfelmacher, Carl Modreiner, Josef P 1 o h n, Max Wert h ei mer, Bernhard W e is s, Franz Zelinka, Samuel Kann, Max Reiner, Philipp Rosenzweig, M. Winternitz, Max Kann, Isaac Mautner, Adolf S r u h, Leopold Kann, Philipp Bondy, Eduard Sachs, Eduard Fanto, sämmtlich in Wien, dann der Herren M.Wolf in Wiener-Neustadt, Moriz Neugebauer und Emanuel Holländer in Lundenburg, Leopold Lederer in Trautenau, Josef Wertheimer in Laa a. d. Thaya, Moriz Haas in Prerau, Simon Hofmann, Simon Thieben und Dr. Heinrich Steinschneider in Pilsen und Jonas Tauber in Neutitschein. — Die geehrte Versammlung hat sich bereits von den Sitzen erhoben und damit dem Andenken der Verstorbenen die gebärende Ehre erwiesen. Das markanteste Ereignis in unserem inneren Vereinsleben war der im Laufe des Berichtsjahres eingetretene Wechsel im Präsidium. Mit lebhaftem Bedauern haben wir Herrn kais. Rath Ruzicka, der sich um unseren Verein so hervorragende Verdienste erworben hat, scheiden gesehen, und wir konnten dem trefflichen Manne nur einen Beweis unserer dankbaren Anerkennung durch seine Ernennung zum Ehrenmitgliede und Beirathe der „Union" geben. — In der am 12. October 1901 stattgefundenen ausserordentlichen Generalversammlung wurde Herr Maximilian Paul-Schiff einstimmig zum Präsidenten gewählt, der in einer vielbeachteten Antrittsrede nicht nur die Zusage ertheilte, den Verein im Geiste seiner verdienten Vorgänger fortführen zu wollen, sondern auch eine Reihe neuer programmatischer Gesichtspunkte entwickelte, welche die kraftvolle Zusammenfassung der gesammten österreichischen Judenschaft betreffen und die Zustimmung auch solcher Kreise fanden, die den Bestrebungen der „Union" bisher fernestanden. Zum Schlüsse nehmen wir mit Vergnügen Anlass, allen jenen Herren, welche als Abgeordnete, als Beiräthe und als Vertrauensmänner unsere Rechtsschutz - Thätigkeit mit Rath und That unterstützten, unseren wärmsten Dank auszusprechen. Ebenso danken wir der gesammten freisinnigen Presse, insbesondere der „Oesterreichischen Wochenschrift", der „Neuzeit" und der „Wahrheit *, für die Förderung unserer Bestrebungen. Geehrte Herren! Die consequente und energische Zurückweisung jedes Unrechtes mit allen gesetzlichen Mitteln, die von uns rastlos geübte politische Erziehung unserer Glaubensgenossen, die unermüdliche Propaganda, die wir für die Taktik der furchtlosen Selbsthilfe entfalteten, haben uns manche, nicht unbedeutende Erfolge gebracht. Aber noch immer sind Kleinmuth und Gleichgiltigkeit im eigenen Lager unsere schlimmsten Feinde, die wir nur dann besiegen können, wenn Sie alle mithelfen, um jeden