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Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union · 1901-11-01 · 11 (11.1901) · p. Seite 24

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Journal
Monatschrift der Oesterreichisch-Israelitischen Union
Volume
13 (1901)
Issue
11 (11.1901)
Date
1901-11-01
Page
Seite 24 (sequence 24)
Language
German
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— 24 — „Wien, am 7. October 1901. An die Redaction des „Deutschen; Volksblatt" in Wien. Wir ersuchen Sie unter Berufung auf § 19 P.-G. um Aufnahme folgender Berichtigung: „Es ist unwahr, dass, wie in einer Notiz des „Deutschen Volksblatt" vom 26. September d. J., überschrieben „Aaron Friedmann", behauptet wird, von der „israelitischen Allianz" fl. 12.000 anlässlich einer gegen Friedmann in Schwebe gewesenen Untersuchung aufgebracht wurden; wahr ist vielmehr, dass die „Israelitische Allianz" dieser Angelegenheit vollkommen ferne stand." Für den Vorstand der „Israelitischen Allianz in Wien" : Dr. Alfred Stern, Dr. Felix Katzau. Desgleichen musste die „Oesterreichische Volkspresse" am 27. October folgende Richtigstellung abdrucken: Alliance Israelite Universelle Rue de Trevise, 35. Paris, le 23 octobre 1901. An die Redaction der „Oesterreichischen Volkspresse" in Wien, 7. Bez., Schottenhofgasse 3. Wir ersuchen Sie, unter Berufung auf § 19 P.-G., um Aufnahme folgender Berichtigung: Es ist unwahr, dass, wie in einer Notiz der „Oesterreichischen Volkspresse" vom 6. d. M., überschrieben „Jüdische Gemeinbürgschaft", behauptet wird, anlässlich einer gegen einen gewissen Aaron Friedmann in Karlsbad in Schwebe gewesenen Untersuchung von der „Alliance Israelite" eine Caution von K 24.000 aufgebracht wurde; wahr ist vielmehr, dass die „Alliance Israelite" dieser Angelegenheit vollkommen ferne stand. Der Präsident: N. Leven. * Sowohl die Berliner „Staatsbürger-Zeitung" als auch die in Würzburg erscheinende „Neue bayrische Landeszeitung" berichteten jüngst, dass der jüdische Pächter der dem griechisch-katholischen Domcapitel gehörigen Druckerei in Przemysl, namens Aaron Z u p n i k, die seinem Dienstmädchen Thekla Skalacka gehörigen Heiligenbilder herabgerissen und abscheulich beschmutzt habe. Beide Blätter waren genöthigt, folgende Berichtigung abzudrucken: L Es ist unwahr, dass ich ein Pächter der dem griechisch-katholischen Domcapitel gehörigen Druckerei bin. 2. Es ist unwahr, das die bei mir bedienstet gewesene Thekla Skalacka oberhalb ihrer Bettstelle einige Heiligenbilder angebracht hatte, vor denen sie jeden Tag ihre Gebete verrichtete, und dass ich als Dienstherr nach einem Streite die von ihr verehrten Heiligenbilder von der Wand gerissen habe, 3. Es ist unwahr, dass ich an Heiligenbildern derselben ein empörendes Verbrechen begangen habe, und dass das Mädchen die Bilder in schmutzigem Zustande im Aborte fand, wofür die christliche Bevölkerung eine strenge Bestrafung des Juden verlangt. Aaron Zupn i k.u Briefkasten. G. F. Die Lüge wurde gleich damals als solche gekennzeichnet. In ihrer Nummer vom 21. d. M. bringt nun die Deutsche Zeitung" folgende Erklärung : ,,In der Nummer 10598 unseres Blattes vom 6. Juli td. J. erschien unter der Ueberschriit: Zusammenbruch eines jüdischen Berliner Warenhauses, ein gegen diese Unternehmung gerichteter Artikel, in dem die Behauptung aufgestellt wurde, dass das "Warenhaus Hermann Tietz in Berlin seine Zahlungen eingestellt habe. Schon am Tage darauf stellte es sich heraus, dass diese von Berlin aus verbreitete Nachricht unrichtig war. Wir stehen nicht an, hier unser Bedauern darüber auszusprechen, dass die oberwähnte, von Berlin aus verbreitete unrichtige Mittheilung auch in unserem Blatte Aufnahme gefunden hat." — Man muss den Herren nur in jedem einzelnen Falle auf die Finger klopfen. L. G. Der Antrag Schneider,' die Errichtung neuer jüdischer Synagogen zu verbieten, alle Juden den Bestimmungen über politische Vereine zu unterstellen. und ihnen jeglichen Unterricht zu untersagen, ist von dessen eigenen Parteigenossen nicht ernst genommen worden. Es ist das parlamentarische Recht des Herrn Schneider, sich so oft, als es ihm beliebt, lächerlich zu machen.

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