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B'nai B'rith · 1926-04-01 · 4 (4.1926) · p. Seite 96

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
5 (1926)
Issue
4 (4.1926)
Date
1926-04-01
Page
Seite 96 (sequence 8)
Language
German
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96 Die eigentliche Agenda der Großloge ist auch ohne Rücksicht auf den Umstand, daß die Übernahme der Geschäftsführung für die Arbeitsgemeinschaft einen AnbeitsZuwachs mit sich brachte, infoige der Vermehrung der Logen und Intensivierung der Arbeit erheblich gewachsen. Der Eimlauf wies im Jahre 1925 1476 Geschäftsstücke auf gegenüber 1245 Stücken des Vorjahres, abgefertigt wurden im Jahre 1924 1386 Stück, im Jähre 1925 1750 Stück. Zum Schlüsse des Berichtes über die Tätigkeit der Großloge will ich noch zweier Institutionen erwähnen, welche wir unter unseren besonderen Schutz genommen haben, des Meraner Asyls und der jüidis che n Fürs org ezen tral e. Bei der Tagung der Arbeitsgemeinschaft wurde die Tuberkulosenfürsorge als ein gemeinschaftliches Arbeitsgebiet aller europäischen Distrikte aufgestellt. Infolge der bereits seitens einzelner Distrikte vorher unternommenen Aktionen war es nicht möglich, eine gemeinsame Institution für diesen Zweck ins Auge zu fassen, wohl aber haben jene Distrikte, welche bereits derartige Schöpfungen besaßen oder protegierten, erklärt, ihre Arbeit intensivieren zu wollen. Unter unserem Protektorate steht seit seiner Gründung das Asyl für mittellose kranke Israeliten in Meran. Wie ich bereits in den vorangehenden Jahresberichten konstatieren konnte, begegnet die Förderung dieses Wohlfahrtswerkes in den Kreisen ider Brüder großem Verständnisse. Allerdings waren bisher die meisten Logen außerhalb Pragsnur in geringem Maße an der Förderung des Asyls beteiligt. Ich habe zu Ende des Vorjahres eine energische Agitation eingeleitet, es wurde daraufhin überall mit der Werbung eingesetzt und so ist es innerhalb kurzer Zeit gelungen, nicht nur den Großteil der Brüder, sondern auch zahlreiche Außenstehende als Mitglieder zu gewinnen. Die Aktion, welche noch nicht abgeschlossen ist, ergab bisher einen Zuwachs von über Kc 15.000.— an Jahresbeiträgen, so daß wir dermalen jährlich über Kc 50.000.— dem Asyl zuführen. Die jüdische Fürsorgezentrale für den cechoslovakisehen Staat wendet sich immer mehr der Propagierung nnd Vermittlung einer rationellen Fürsorge und der zentralisierenden Arbeit zu. Die Interventionstätigkeit nimmt infolge der zunehmenden Erfolge und des wachsenden Vertrauens zur Zentrale immer mehr zu. ebenso erfreulieh ist daerhöhte Interesse für die Gründung von Orts verbänden. Insbesondere bedeutet die am 28. des Vormonates vollzogene Gründung des Orts Verbandes Prag einen bedeutungsvollen Markstein in der Entwicklung der Zentrale. Die Zusammenarbeit mit den parallelen Institutionen der Nachbarstaaten ist eine rege geworden. Aber anch im Inlande nimmt langsam das Verständnis für die Bedeutung der Fürsorgezentrale zu und unsere jüdischen Gemeindeverbände dürften in absehbarer Zeit der Frage der Förderung der Fürsorgezentrale näher treten. Minder erfreulich ist das Ergebnis der Durchführung der seitens der Großloge gefaßten Beschlüsse. Einzelne Logen

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