B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 3 (3.1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 70 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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70 hiardt und Frl. Marianne Pick und Br. Dr. Paul Löwy künstlerisch verdient gemacht haben) war vorzüglich besucht. An der Geselligkeit in Marienbad hatte Br. Dir. Lederer und seine Frau hervorragenden Anteil. Was die soziale Tätigkeit anlangt, wäre zu erwähnen« daß in dieser Saison zum ersten Male die beim Stiftungsfeste der Loge beschlossene Bettstiftung im Karlsbader israelitischen Kurhospital in Kraft trat. An Stipendien an Studierende wurden 3000 Kc, an Witwen nach verstorbenen Brüdern 9756 Kc. an allgemeinen Unterstützungen nach außen 11.446 Kc zur Anzahlung gebracht. Außerdem ist zu bemerken, daß die Marienbader Brüder durch Sammlung im eigenen Wirkungskreise sozial tätig waren. Besonderer Unterstützung erfreute sich der Verein Ferienheim und das Meraner Asyl. Ein Adressen- und Berafsverzeichnis der Karlsbader Brüder soll den einzelnen Logen zur Verfügung gestellt werden. Die Loge beschloß, das Gesellschaftszimmer zwei Jugendvereinigungen zur Verfügung zu stellen, womit die einzig mögliche Förderung der Jugendorganisationen in die Wege geleitet wurde. Im Juni fand ein allgemeiner Bruder t a g statt, um den sich besonders die Br. Schenk und Oberstaatsbahnrat Pick verdient gemacht haben. Am zweiten Sederabend wurde unter Leitung des w. Präsidenten ein stimmungsvoller Seder abgehalten. In der Berichtsepoche feierte Br. Expr. Adolf Rosenfeld seinen 80. Geburtstag in vollster körperlicher und geistiger Frische. Erwähnenswert ist, daß eine Zuziehung der Schwestern zu den Beratungen des Sozialen Komitees fallweise beschlossen und durchgeführt wurde. Am 14. Oktober hat Br. Präsident Dr. Ziegler seine Reise nach Amerika angetreten, um für das notleidende israelitische Kurhospitz Geld aufzubringen. »Philanthropia« (Reichenberg). Der Termin begann am 17. Jänner 1925 mit der feierlichen Installierung der neugewählten Beamten durch den s. w. Großpräsidenten Dr. Josef Popper in der Festsitzimg anläßlich des 30jährigen Bestandes der Loge. Zu Beginn des Berichtsjahres hatte die Loge einen Stand von 120 Brüdern. Neueingeführt, wurden in diesem Termine sieben Brüder, durch Ableben verloren wir zwei Brüder, so daß der Mitg-liederstand am Ende des Tennines 125 Brüder aufweist. Die Brüder, welche uns durch den Tod entrissen wurden, sind Rudolf Altschul, der 30 Jahre and Alfred Polaozek. der 12 Jahre der Loge angehörte. Ihr Ableben hat in unserer Loge fühlbare Lücken zurückgelassen; denn beide Brüder waren den Zielen unseres Ordens in Treue ergeben. Die Zahl der Sitzungen im verflossenen Jahre betrug 15, hievon eine Wanderversammlung in Gablonz und eine in Trautenau. Die Besuchsziffer schwankte zwischen 23 imd 53. die Festsitzung war von 96 Brüdern besucht, die Durchschnittszahl betrug 45.