B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 3 (3.1926)
- Date
- 1926-03-01
- Page
- Seite 69 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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69 de* Antisemitismus" abgeführt. Daß der dichterische Nachlaß unseres unvergeßlichen B r. Dr. Emil Spiegel in diesem Jahre erscheinen konnte, darf uns mit besonderer Befriedigung erfüllen. Von wichtigen Besefaltiseen sei erwähnt, daß der Humanitätsfond aufgehofoen und sein Vermögen auf den Witwen- und Waisen-Dispositionsfond und UntersMtftUngsfond zu drei Vierteln und ein Viertel aufgeteilt wurde. Ferner wurde beschlossen, daß von der Einführungsgebühr von nun an dem Witwen- und Waisen-Dispositionsfond 60 Prozent zugewiesen werden. An Subventionen wurden im abgelaufenen Jahre 32.500 Kc bewilligt. Unterstützt wurden in der Reihenfolge der Bewilligungen die Herausgabe des Werkes über Joachim Edlen von Popper von Br. 8. Krauss. das Selnvachsinnigenheim, die Frauenverednigung der Prager Logen für deren Grado-Aktion, die Akademie für die Wissenschaft des Judentums, die Gesellschaft für die Konservierung jüdischer Kunstdenkmäler, der Unterstützungsverein für mittellose isr. Techniker, die Biibliiotheca judaioa, der Verein für die Errichtung und Erhaltung eines jüdischen Museums, Jung Juda, der Verein für jüdische Handwerkslehrlinge. der unentgeltliche Arbeitsnachweis, der Jüdische Schulverein, das Lektorat für Neuhebräisch an der 'tschechischen Universität. Für die Drucklegung des dichterischen Nachlasses Emil Spiegels wurden dem Emil Spiegel-Fonde 18.000 Kc entnommen. »Karlsbad«. Im abgelaufenen Jahre wurden 20 ordentliche Sitzungen abgehalten, durchschnittlich von 38 Brüdern besucht. Die Hauptrichtlinien der inneren Arbeit bestanden in Versuchen, die innere Konsolidierung der Loge fortzusetzen und mit den Brüdern in Eger und Mari e n b a d in innigen Kontrakt zu treten. Aus diesem Willen heraus wurde grundsätzlich beschlossen, daß der Präsident (oder ein Delegierter) in regelmäßigen Zeiträumen die Filialen zu besuchen und über aktuelle oder allgemeine Themen eine Aussprache pflegen sollte. Derartige Aussprachen fanden in Eger und in Marienbad statt: in Eger wurde außerdem eine ordentliche Sitzung abgehalten, die einen würdigen Verlauf nahm. Weiters wurde der Beschluß gefaßt, auch die Bibliothek, deren Katalogisierung und Ordnung nach modernen Prinzipien in Angriff genommen wurde, den auswärtigen Brüdern (per Post auf schriftliche Bestellung) zur Verfügung zu stellen. In den S o m an e r t a g u n gen. deren Arrangement in den Händen Br. Robert Seheuks lag und die stets ganz ausgezeichnet besonders von den deutschen Brüdern besucht waren, sprachen der Großpräsident der rumänischen Großlogen Dr. Nimierover über die Frage: Inwieweit soll sich der Orden an allgemeinen Kulturfragen (Friedensbewegung. Tierschutz, Antialkoholismus) werktätig beteiligen?, Br. Dr. Pasch (Deutsche Reichsloge) über „Große und kleine Logen", „Die Jugend und die Zukunft des Ordens". Dr. Max Rosenthal (Kantloge. Königsberg) über „Bismarck und die Juden". Ein musikalischdeklaniatorischer Abend (an dem sich auch die Schwestern Frau Stein-