Mannheim
Compact Memory

B'nai B'rith · 1926-02-01 · 2 (2.1926) · p. Seite 33

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
5 (1926)
Issue
2 (2.1926)
Date
1926-02-01
Page
Seite 33 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9582244-9582244-9598440-9598473--0972-9598482
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

33 wo das Gmndungsstadium durchmessen ist, entschieden in dieser Richtung. Erwähnenswert ist darum, daß in der w. „Bohemia" der von Br. Prof. Star kenstein eröffnete Versuch, allgemeine Themen sogar zyklisch zu behandeln, auch im vergangenen Jahre fortgeführt wurde. Br. L i 11 i n g hat in seinem Präsidentenjahr über das Thema „Brüderlichkeit und Bruderliebe" von den verschiedensten Gesichtspunkten aus sprechen lassen. Vielleicht liegt in diesem ,.sprechen lassen" in der Tat die Andeutung eines Weges. Der Präsident sollte nicht warten, bis Brüder irgendwelche Vorträge anmelden. Er sollte Themen — vielleicht zunächst nur erweiterte Berichte zu Punkt 9 —■ einzelnen Brüdern auftragen und es sollten im Laufe der Zeit alle Brüder daran kommen. Es scheint mir dies ein Weg zur Selbsterziehung zu sein, der gerade einem Orden entspricht. Je mehr Mühe ein solcher Auftrag macht, desto mehr stärkt er die brüderliche Verbundenheit mit dem Orden. Denn nicht nur mit den geistigen Leistungen, auch mit den materiellen ist es so: wir müssen soweit gehen, bis wir den Zwang des Opfers spüren. Dann erst erfahren wir die Freude des Opferns, das ist die Freude der Verbundenheit, die Logenfreude ist auch der Eindruck, den die kurzen Berichte hervorrufen. Und wer sie in diesem Sinne liest, wird merken, wie die Logenfreude immer neue Wege für ihre geistige und soziale Opferbereitschaft findet. T. »Union« (Pilsen). Unsere Vereinigung trat mit 135 Brüdern ins Berichtsjahr ein, neu aufgenommen wurden acht Mitglieder, durch den Tod wurden uns vier Brüder entrissen (Josef Beck, Albert Klein, MUDr. Eduard Löwy und Bernhard Schliesser), mit Abgangskarte ausgetreten ist ein Bruder, so daß der Mitgliederstand am Ende des Jahres 1925 138 Brüder beträgt. Eine schwere Einbuße erlitten wir durch den Austritt des verdienstvollen Br. Expr. Prof. Dr. G o 1 i n s k i und durch die Erkrankung des Br. Groß Vizepräsidenten Dr. Josef Schanzer, der an keiner Logensitzung teilnehmen konnte. Die Installierung wurde am 11. Jänner 1925 durch Br. Expr. Dr. E. K o r n f e 1 d vorgenommen. Die Zahl der ordentlichen Sitzungen betrug 13, die durchschnittlich von 55 Brüdern besucht wraren. Für wohltätige, kulturelle und soziale Zwecke wurden im Berichtsjahre 15.670 Kc verausgabt. Subventionen erhielten u. a.: Der Israel. Freitisch verein in Pilsen, der Pilsner Ortsverband der jüdischen Fürsorgezentrale in Prag, die jüdische Schülerbibliothek in Pilsen; der Hospitalverein in Teplitz, die Mensa aeademica judaica in Prag und Wien, die Israel. Kinderheilstätte in Kissingen, das jüdische Museum in Wien, der jüdische Fachs chul verein in Mähr. Ostrau, der Pensionsverein israel. Lehrer in Prag, der jüdische Schulverein in Prag, die Akademie für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, der Frauenverein in Pilsen. Zwei Hoehschülern wurden Stipendien im Betrage von 1200 Kc gewährt, zwei Studenten verbrachten 6, bzw. 4 Wochen im Ferienheime

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.