B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 7 (9.1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 212 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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212 ■Agency und der Orden" und ..Die Loge als Erzieher?" — Br. Vizepräsident Dr. Kohner behandelte die Frage: „Mehr oder weniger Symbole, mehr oder weniger Worte in unserem Rituale" — Expräsident B r. Dr. Klemperer referierte über die ausgezeichnete Artikelserie des Stockholmer Univ.-Prof. Dr. Böck: „Die Universität in Jerusalem", „Die Juden an der Klagemauer" und „Die Araber und Palästina", Br. Franz Lenk über eine weitere Nummer der „B. B. News" und Bruder Dr. Paul L ö w y über: „Loge, Ethik und Ästhetik". ■— Höchst anregend gestalteten sich die Abende, an denen auswärtige Brüder Referate und Vorträge hielten. Bruder Dr. Nim i e r o w e r, Großpräsident der rumänischen Logen, sprach über die Frage: „Inwieweit soll sich der Orden an allgemeinen Kulturfragen (Friedensbewegung, Tierschutz, Antialkoholismus) werktätig beteiligen". — Bruder Dr. Pasch von der „Deutschen Reichsloge" über: „Was ist für den Orden wünschenswerter: viele und kleine, oder wenige und große Logen", ferner: „Die Jugend und die Zukunft des Ordens". — Br. Max Rosenthal von der ,,Kantloge" in Königsberg i. Pr. sprach über: „Bismarck und die Juden". — Eine besondere Zugkraft hatte der musikalisch-deklamatorische Abend am 12. August. Die Darbietungen waren nach jeder Richtung vorzüglich. In erster Reihe müssen wir Frl. Margarethe Bach nennen. Tochter des Rabbiners Dr. Bach aus Wien, die sich in gewohnt liebenswürdiger Weise in den Dienst des Abends gestellt hat. Ebenso dankbar wurde unser Gast Herr Dr. Alfred Löwenstein begrüßt, der uns mit Gesang und Spiel erfreute. Unsere liebe Schwester Frau M i a Steinhardt und Frl. Marianne Pick, die Tochter des verdienten Obmannes unseres Geselligkeitskomitees Ing. Oberstaatsbahnrates Hugo Pick, entzückten die Anwesenden durch Humor und Stimme. Wie immer war Br. Dr. Paul L ö w y als Partner und Begleiter gleich ausgezeichnet. Daß Br. Robert Schenk wie immer selbstlos und unermüdlich alle Arrangements bewältigte, sei auch hier dankbar festgehalten. Zum Brudertage in Karlsbad. Nachträglich erhalten wir die Mitteilung, daß sich der Obmann des Geselligkeitskomitees der w. „Karlsbad" Br. Ing. Oberstaatsbahnrat Hugo Pick um den geselligen Teil des Brudertages besonders verdient gemacht hat. Vermißt. Die Distrikts-Großloge Nr. 6, Minnesotta, ersucht uns um folgende Mitteilung: Benjamin Großmann, Detroit, Michigan, sucht seinen Sohn Simon Großmann, der als österreichischer Kriegsgefangener nach Rußland kam. Simon Großmann ist 1895 in Mikulczyn, Galizien, geboren. Nach dem Tode seiner Mutter, 1907, kam er zu seiner Tante Esther Engelstein nach Stanislau und wurde dort zu Beginn des Krieges für geeignet befunden. Ende 1915 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft und wurde anfangs 1916 nach Sibirien deportiert. Seine letzte Adresse war Zabalkaiskaja Oblast, Barak 30. Im Juni 1917 erhielt Großmann die Nachricht, daß sein Sohn mit 500 anderen Kriegsgefangenen nach Sibirien und Turkestan abgeschoben worden sei. (Brüder, die etwas über den Vermißten wissen oder in Erfahrung bringen, werden ersucht, dies dem Sekretariat der Großloge mitzuteilen.). Aus Zeitschrift und Zeitung. Der Orden Bne Briss. (1925, Nr. 6/7.) zieht die geistige Quintessenz seiner Das Heft beginnt mit dem Abschieds- Beobachtungen während seines Aufschreiben des Bundespräsidenten enthaltes in der Neuen Welt anläß- Adolf Kraus an die deutsche Großlieh der Tagung der hw. Konstituloge, dessen Inhalt identisch ist mit tions-Großloge und charakterisiert dem Briefe an unsern Distrikt, den die Bedeutung des Landes für die wir in der letzten Nummer unserer Juden im allgemeinen und die Zeitschrift den 1. Brüdern zur Kennt- Logen und ihre Arbeit im besondern, nis gebracht haben. Von „Amerika" „Die Amerikanisierung ist den Lospricht der s. w. Großpräsident des gen kein äußerliches Programm, sondeutschen Distriktes Leo B a e c k. Er dem sie sind überzeugt, daß sie da-