B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 7 (9.1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 206 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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206 dort mit seiner Frau und der jüngeren Schwester seiner Frau lebte. Diese Tatsache, die anderen natürlich trivial und zufällig erscheinen wird, hat für mich eine wundervolle Vorbedeutung gehabt, denn das gleiche Dach, unter dem ich meine erste Nacht in Chicago verbrachte, (Schluß folgt.) 12. Konventions^Großloge in Atlantic City. 20. bis 25. April 1925. Über den Verlauf und das Ergebnis der Beratungen der letzten Konventions-Großlcge liegen uns bisher nur unvollständige Berichte vor. Soweit wir denselben entnehmen, bildete den Hauptinhalt der Beratungen die soziale und kulturelle Fürsorgetätigkeit der amerikanischen Logen. Der Tagung wohnten 135 Delegierte bei, darunter der Vertreter des VIII. Distriktes, Großpräsident Dr. Leo B a e c k, Berlin, und des XI. Distriktes, Großsekretär Dr. Yakir B e h a r, Konstantinopel. Ordenspräsident Br. Adolf Kraus behandelte in seiner Eröffnungsansprache die großen Probleme der amerikanischen Judenheit, Einwanderung, Erziehung, Alkoholverbot und ritueller Wein, er sprach ferner über die Bemühungen zur Bekämpfung des Antisemitismus und erörterte die Frage der Entwicklung des J. 0. B. B. während der letzten fünf Jahre und die Zulassung der Frauen zur Mitgliedschaft. Die Mitgliederzahl ist auf 80.000 gewachsen, in Amerika allein betrug die Zunahme in den letzten fünf Jahren 18.000. Bezüglich der Frauen ist Ordenspräsident Br. Kraus unbedingt für deren Mitarbeit, wenn er auch zugeben muß, daß die Gutachten der einzelnen Großlogen zurückhaltender sind. In der Debatte selbst wurden insbesondere drei Projekte ausführlich behandelt: 1. Die Hillel-Foundation, eine großzügige Studenten-Unterstützungsaktion an den Universitäten von Illinois und Wiskonsin. 2. Die Organisierung der jüdischen Einwanderung in Mexiko. 3. Die Antidefamation-League und damit im Zusammenhange der Kampf gegen den Ku-Klux-Klan. Eine Reihe von Vertretern jüdischer Weltorganisationen legte vor dem Konvent ihre Ziele dar und erbat sich die Unterstützung des Ordens. So sprach John W. H e r r i n g für das Social-Justice-Institute (Institut zum Studium sozialer Probleme und für soziale Gerechtigkeit), Captain Alexander Aaronsohn für die Fels-Foundation (Palästina- Aufbau und Förderung ethischer Bestrebungen), Dr. Leon Motzkin, Dr. Oskar Kohn und Rabbi Eisenstadt für die jüdische Welthilfskonferenz. Die interne Organisation betrafen folgende Anregungen: 1. Der Ordenskonvent soll statt nach 5 nach 3 Jahren zusammentreten.