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B'nai B'rith · 1925-05-01 · 5 (5.1925) · p. Seite 148

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
5 (5.1925)
Date
1925-05-01
Page
Seite 148 (sequence 28)
Language
German
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148 geben. — Unter dem Stichworte „Eugenik"' wird der 3Ujährige Bestand des jüdischen Turnvereines „Maccabi" in Konstantinopel gefeiert. — Bemerkenswert ist die Besprechung des interessanten Buches „Italia Judaica" von G. G a b r i e 1 i (Rom, 1924), das den dankenswerten Versuch macht, das gesamte bibliographische Material für die Geschichte und Archäologie der Juden in Italien zusammenzustellen. — Bas Heft schließt mit dem Abdrucke des Briefes, den der Sekretär der jüdischen Gemeinde in Lissabon dem Großrabbiner Frankreichs sandte. In diesem Briefe kommt die Tatsache zum Ausdruck, daß zahlreiche Marranen (Kryptojuden) in Portugal, die äußerlich gute Katholiken waren, aber im Geheimen gute Juden blieben und die Vorschriften des mosaischen Gesetzes beobachteten, öffentlich den Übertritt zum geliebten Judentum vollzogen, nachdem Portugal Republik geworden war. Da die jüdische Gemeinde in Lissabon nicht in der Lage ist, den kulturellen Anforderungen, die durch die Aufnahme dieser Neujuden notwendig geworden sind, aus eigener Kraft zu entsprechen, so muß die Lissaboner Gemeinde die Hilfe der Juden außerhalb Portugals in Anspruch nehmen. Fast hat es den Anschein, als ob nach einer 433jährigen Unterbrechung die Geschichte der Juden auf der pyrenäischen Halbinsel einen neuen verheißungsvollen Anfang nehmen wollte. oe. Der Orden Bne Briss. (Mitteilungen der Großloge für Deutschland. März, April 1925.) Das Heft beginnt mit einem Nachruf auf den verstorbenen Reichspräsidenten Ebert aus der Feder Br. Dr. Alfred Goldschmidts, der an der Persönlichkeit Eberts das Menschliche im Politischen hervorhebt, das gerade auf eine Gemeinschaft wie die unsere mit besonderer Kraft wirken muß. Der Bericht über die 143. Generalkomiteesitzung enthält die bei dieser Tagung gefaßten Beschlüsse, von denen wir bereits im letzten Hefte Mitteilung gemacht haben. Br. Prof. Dr. Eugen Mittwoch begrüßt die Eröffnung der Universität in Jerusalem, von der er meint, daß ihr Schwerpunkt in den ersten Jahren mehr in der Forschungsals in der Lehrtätigkeit liegen wird. Nennenswerte Resultate könnten frühzeitig auf dem Gebiete der Orientalistik erzielt werden. Sehr aufschlußreich ist der mit zwölf Illustrationen geschmückte Aufsatz Br. Lr. Italieners (Darmstadt) üoer die Illustrationen der PessacL Haggadah, der zeigt, wie verschiedenartig einzelne Ideen des Judentums von der bildenden Kunst aufgefaßt wurden. Br. Dr. Willy Cohn (Breslau) widmet Ferdinand Lasalle zu seinem hundertsten Geburtstage Worte des Gedenkens. Nach einer kurzen biographischen Skizze kommt er zu dem Schlüsse, daß es kein Zufall sei, wenn die beiden großen Begründer des Sozialismus, Ferdinand Lasalle und Karl Marx, aus dem Judentum hervorgegangen sind. „Versucht man, ihnen gerecht zu werden, ohne daß man ihr Werk parteimäßig beurteilt, so war es bei beiden das uralte jüdische Blut, das uns immer wieder den Satz ins Gedächtnis ruft: Denke daran, daß auch wir Knechte gewesen sind im Lande Mizrajim. Es ist kein Wunder, daß, wenn man durch die Jahrtausende hindurch immer der bedrängte Teil gewesen ist, man dann auch weiß, wie denen zu Mute ist, die nun die Unterdrückten sind." Br. Dr. T yk o c i n s k i (Berlin) untersucht die Schicksale der Juden unter den Karolingern. Unter Karl dem Großen hören wir zum ersten Male wieder von den Juden in Germanien. Sie erlangen wirtschaftliche Bedeutung, mit der ihre soziale Stellung korrespondiert. Der Jude Isaak begleitet die Gesandtschaft Kaiser Karls, jüdische Zolleinnehmer werden erwähnt. Der Verkehr zwischen Juden und Christen gestaltet sich ungezwungen; schriftliche Denkmäler aus jüdischer Quelle sind nicht überliefert. Die Nachrichten über die Juden jener Zeit werden aus christlichen Schriften geschöpft. Anna L e w y (Stettin) berichtet über die erste Distriktstagung der Schwesternvereine des Nordostdeutschen Logenverbandes. Camilla B u r s t y n gibt einige Winke für die weibliche Berufsausbildung. R-

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