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B'nai B'rith · 1925-04-01 · 4 (4.1925) · p. Seite 116

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
4 (4.1925)
Date
1925-04-01
Page
Seite 116 (sequence 36)
Language
German
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116 konnte. Der Vortrag1 wird in Fortsetzungen abgedruckt. Frankfurter schildert zunächst das Milieu im Elternhause in Filehne, einem Städtchen in Posen, in dem Lazarus seine Jugend verbracht hat. Er erhielt gründlichen Unterricht, vornehmlich in jüdischem Wissen, zuerst bei seinem Onkel, dann nach vollendetem dreizehnten Lebensjahre bei seinem Vater, der ein großer Gelehrter war. Dem Vater dankte er auch verschiedene Handfertigkeiten, wie das Buchbinden, das er so gut erlernte, daß er mit elf Jahren ganz selbständig und vollständig einen Bucheinband herstellen konnte. Trotzdem im Elternhause der Geist strenger Religiosität herrschte, führte der Vater den Sohn auch in die Meisterwerke deutscher Dichtkunst ein. Der Mutter dankte er die Vorliebe für die Natur und insbesondere für Blumen. — Br. G u 11mann behandelt das Thema „Köperkultur und Juden"'. Er weist nach, daß auch die Juden bei ihrem Eintritt in die Geschichte in allen Arten des Waffengebrauchs bewandert waren und Leibesübungen aller Art betrieben. Er erwähnt den „Fackeltanz", den am Laubhüttenfeste selbst hochachtbare Rabbiner vor dem versammelten Volke aufführten und den Galoppwechsel, aus dem eine Reihe rhythmischer Tänze entwickelt wurde. Neben diesen Tanzformen gab es eine Menge Turnübungen, wie den Hochsprung vom Stand, Kifuz genannt, Übungen mit gegenseitiger Unterstützung, also Parterregymnastik, Gleichgewichtsübungen, u. dgl. Von Rabbi Chanina wird erzählt, daß_ er noch im Alter von 80 Jahren imstande war, auf einem Fuße stehend, den Schuh aus- und anzuziehen. Von einem andern Rabbi wird erzählt, daß er beim Fackeltanz, bei dem brennende Fackeln in die Luft geworfen und wieder aufgefangen wurden, das Kunststück mit acht Fackeln derart zustande brachte, daß die Fackeln in der Luft sich nicht berührten. Von Levi wird berichtet, daß er vor Rabbi Juda I. mit acht Messern und von Samuel, daß er vor dem persischen König Sabur mit acht gefüllten Bechern jongliert habe. Auch eine ganze Reihe von Bewegungsspielen hat es gegeben, woraus der Schluß gezogen werden kann, daß die Pflege der Körperkultur sich bei den alten Juden einer großen Wertschätzung erfreut habe. Guttmann verzeichnet hervorragende Leistungen der Juden auf diesem Gebiete in der Diaspora und gibt schließlich Anregungen, in welcher Richtung die heutige Generation für die Pflege des Körpers interessiert werden soll. Ein Nekrolog über Br. Komm.- Rat Salomon Rosenzweig von Br. Expr. Dr. H. S. Loebl, ein Bericht über den Repräsentationsball des Jüdischen Jugendbundes, ein Aufruf des Präsidenten der Jehuda Halevi-Loge in Berlin Dr. Fritz Kahn, die Sammelblätter jüdischen Wissens zu abonnieren, Auszüge aus den Mitteilungen der Großloge für Deutschland, eine Besprechung der Festschrift der w. „Karlsbad" und Mitteilungen aus den Bulletins des Exekutiv-Komitees in Chicago, bilden den weiteren Inhalt des Heftes. R. Personalnadirichten. Einführungen. In die w. „V e r i t a s" am 22. März 1925: Hans: Wolf, Hopfenhändler, Saaz, und Adolf K o t e k, Mühlenbesitzer, Saaz. In die w. „Humanita s" am 29. März 1925: Franz Amol dt, Prokurist, Prag, Josef Baum, Kaufmann, Weinberge, Dr. Josef Beck, Bankdirektor, Prag, Dr. Rudolf Eckstein, Direktor der Fa. David Starck, Prag, Ing. Leopold E h r m a n n, Architekt, Karolinenthal, Dr. Berthold Epstein, Dozent, Prag, Dr. Alois Fried, Advokat, Prag, Ing. Otto Fuchs, Architekt, Karolinenthal, Dr. Hugo Glaser, Ministerialrat. Prag, Paul Goldschmied, Kaufmann, Prag, Julius Gütig, Kaufmann, Prag, Ervin Hirsch, Sekretär der Spiritusverkaufsvereinigung, Prag, Robert Karsten, Fabrikant, Prag, Dr. Lev Kosäk, Arzt, Veleslavm, Josef Krau s, Fabrikant, Prag, Viktor Kraus, Prokumt der B. U-Bank, Prag,

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