B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 4 (4.1925)
- Date
- 1925-04-01
- Page
- Seite 113 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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113 nötigen, wie Schneider, Zimmerleute usw. Das Bureau wird von Br. J. L. Weinberger, 5a Calle de Mina 95, Vera Cruz, Mexico, geleitet. Britische Logengründungen. Als erste Loge in Schottland wurde eine Loge mit dem Sitze in Edinburgh installiert; geplant sind Logen in Glasgow, Leeds, Liverpool und Birmingham, nach deren Installierungen die Gründung einer Londoner Großloge geplant ist. Kurze B'nai B'rith-Nachrichten. Die B'nai B'rith-Loge in Mineapolis befaßt sich mit der Gründung einer Organisation, welche geschäftliche Differenzen unter den dortigen Juden austragen soll. Es handelt sich um die Schaffung einer Instanz für Schiedssprüche. Eine Art Beth Din nach dem traditionellen altjüdischen Gerichtshof. Freiplatz im jüdischen Hospital in Karlsbad. Anläßlich ihres dreißigjährigen Jubiläums hat die w. „Karlsbad" einige Freiplätze für das jüdische Hospital in Karlsbad gestiftet. Einer der zwei für Angehörige des X. Distriktes bestimmten Freiplätze ist noch zu vergeben. Da bisher Anmeldungen von Brüdern nicht eingelangt sind, können die Logen allfällig auch sonst würdige Bewerber in Vorschlag bringen. Gesuche sind bis längstens 5. Mai d. J. bei der Großloge Prag IL, Rüzovä 5, einzubringen. Bücherschau. Die Festschrift der „Karlsbad". Es ist der Feststellung wert und gewiß erfreulich, daß es in unseren Logen traditionelle Pflicht geworden ist, aus besonderem Anlaß mit einer Festschrift hervorzutreten. Wir lieben es, Rückblick und Ausblick zu halten und von der Höhe des Erreichten herab den Weg zu überschauen, der uns aus den Niederungen des Lebens zu den hohen Idealen der B'nai B'rith-Welt zu führen vermag. Daß dieser Weg für die allermeisten von uns der gleiche ist und daß demnach die Entwicklung aus den Anfängen jeder Loge bis zur Höhe vollendeter 25 oder 30 Jahre ebenfalls fast von gleicher ■ Art ist, mag wohl Schuld daran tragen, daß sich in allen Festschriften jubilierender Logen soviel Analogien finden, daß immer wieder die gleichen Grundgedanken des Ordens, dieselben Probleme und Fragen aufgeworfen, diskutiert und beantwortet werden. Daß auch die Festschrift der „Karlsbad", aus Anlaß und zur Erinnerung an das dreißigjährige Gründungsfest herausgegeben, Geist vom großen Geiste ist, ist kein Vorwurf und keine Minderung ihres Wertes, sondern gerade jenes Lob, das eine Loge und ihre Arbeit am höchsten ehrt. Wer die in drei Teile gegliederte Festschrift der „Karlsbad" liest, erhält das erfreuliche Bild einer arbeitenden, viele wertvolle Kräfte besitzenden und nützenden Loge, die seit dreißig Jahren bestrebt war und stets bestrebt bleibt, den großen ethischen Forderungen des Bundes gerecht zu werden. Das Vorwort der Festschrift bildet die Schilderung der Feier, mit der die „Karlsbad" den dreißigjährigen Bestand beging, dann folgt eine Chronik und eine Vortragsliste, als Spiegel aller Tätigkeit, die die dreißig vergangenen Jahre ausfüllte. Wer die Karlsbader Loge kennt, weiß, daß hier e i n Name vor allem und immer wieder ruhmvoll auftaucht und gleichsam jeder Seite seinen Stempel aufdrückt: der des Br. Expräsidenten Dr. J. Ziegler, dessen reiche und unermüdliche Arbeit schon dadurch gekennzeichnet wird, daß die Liste der Vorträge im Jahre 1894 mit seinem Namen beginnt und 1924 mit seinem Namen endet. Und auch im dritten Teile des Buches, der einige, fast programmatische literarische Beiträge enthält, ist Br. Dr. Ziegler vertreten, mit einem sehr interessanten und aufschlußreichen Essay über „Das ethische Moment der Minorität". An der Spitze dieses dritten Teiles steht die bedeutsame Festrede des Br. Dr. Walter Kohner, ihm folgte Br. Dr. L ö w y mit „Loge, Ethik und Ästhetik", Br. Expr. Dr. Moser mit „Der erzieherische Wert von Symbolen und Riten" und schließlich ein Deutungsversuch des Br. Dr. Sommer, der sich mit der Ordensdevise beschäftigt. S.