B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 3 (3.1925)
- Date
- 1925-03-01
- Page
- Seite 77 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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77 fcainnte Herausg*eiber der „J e w i s ih Encyel o p edi a". — Spau i ens krampfhafte Bemühungen, Juden ins Land zu bringen, sind Gegenstand interessanter Erörterungen. — Eine mit Wärme geschriebene Würdigung des verdienstvollen Arbeiterführers Samuel G o m p e r s bespricht eindringlich seine Bedeutung als Staatsmann und Prophet. — Der Rabbiner der Peniel-Geimeinde in New-York, Joel BLam stellt in einem gedankenreichen Aufsätze dein Chris t u s des Christent u m * dem C briste n turne Ch r i,s t i gegenüber. Er führt aus. daß die Juden nur d e n Christais zurückweisen,, der ein Produkt der ohrist liehen Theologie im Laufe der Zeiten geworden ist, aber nicht da,s Christentum d'eis Christus, das einen Höhepunkt in der Entwicklung unseres jüdischen Wesens im besten Sinne bedeutet. Der Artikel schließt mit den Worten: ..Der Christus des Christentums muß sich in die Gestalt des Yeshua ben Yossef zurückverwaiideln. Der Gott muß sterben und von neuem als Mensch auferstehen. Das wird die wahre Auferstehung Christi sein". - Der beliebte Erzähler Max Robin veröffentlicht unter dem Titel „Kindh e i t" eine .packend geschriebene Skizze aus dem Leben der Jaden in der Ukraine. — Wie lebendig das Interesse für die Bibel in Amerika ist. beweist die Besprechung des Dramas „Moses" von Lawrence Langacr (erschienen bei Boni und Liveright). Die Dichtung will zeigen, wie ein moderner Dichter die Gestalt des Moses im Lichte der Zivilisation der Zukunft sieht. Besonders wirksam ist, wie die zahlreichen Proben zeigen, der Gegensatz zwischen Liebe und Gesetz herausgearbeitet. Moses ist der Vertreter der Gesetzesreligion, Miriaan. seine Schwester, erwartet alles von der Liebe. Er muß ihr am Ende seiner Tage recht geben. — In das Land der Bibel führt uns David Goitein. der unter dem Titel .-Eindrücke eines Nieht-Ziouisten" über seinen Besuch in Tel- Aviv ausführliche Mitteilungen macht. — Prof. Max Heller stellt sich die Aufgabe, die Psychologie der jüdischen Apostaten, ihre Konflikte und ihre schiefe Situation unter Anführung zahlreicher Beispiele, namentlich aus der neueren Zeit, verständlich zu machen. - — Unter dem Schlag werte „Aus dem Leben der Gesellschaft" erscheinen in Bild und Wort hervorragende Juden ans der amerikanischen Gesellschaft, die sich als Gelehrt'1 oder Philanthropen Verdienste erworben haben. An erster Stelle tritt uns Prof. Mi c h e 1 s o n entgegen, dessen geniale Untersuchungen den Ausgangspunkt der Eins t eins chen Relativität« the o ri e bilden, ferner Adolf Ochs, dessen reiche Fi i i v ens i täts s ti f tun gen ihm den Ehrentitel eines M. A. (Magister artium) der Y a 1 e-Universität eingetragen haben. Diesen schließen sich an der bekannte Theaterdichter und Theaterldireiktor David B e 1 a s c o und der Philanthrop Julius Ros enwald. dessen Schenkungen für charitative und \vis sen schaftliche Zwecke — hervorzuheben ist seine Fürsorge für -die Neger — für unsere Begriffe ins Märchenhafte gehen. — Überaus veridienstlich ist die Veröffentlichung der ergreifenden Novelle des jungen französischen Schriftstellers Jacques de Lac r e t e 11 e ..Silbe r m a n n" in englis eher Sprache. Das Werk hat allgemeines Aufsehen erregt, weil es das individuelle Geschick eines Judenknaben in einer französischen Mittelschule zum typischen Schicksal des jüdischen Volkes erweitert. — (Nun folgen in bunter Reihe Bilder von jüdischen Künstlern in Amerika mit biographischen Notizen. Bücherbesprechungeii und — eine Wifezeoke. — Dem Haiuptteil der Zeitschrift schließt sich noch ein S u p p 1 e m e n t an, das über Orden sang elegenh eiten Mitteilungen macht. Sitzungsberichte finden hier ihren Platz. Hervorzuheiben ist ein Bericht über einige Vorschläge zur ethischen Erziehung der Jugend in einer Sitzung der Distriktsloge Nr. 5, erstattet vom s. w. Präsidenten A1 e x a n d e r und eingehend besprochen von E. Ch. Bald win. Nach einem Berichte über jüdische Ferienkolonien schließt das Supplement und damit auch das Jännerheft mit einer Mitteilung über die Organisation der A. Z. A. (Aleph Zadik Alefph), einer jüdischen Jugendvereini gung