B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 2 (2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 53 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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53 band wurde mit der Durchführung betraut, hiebei wurde dem Wunsche Ausdruck gegeben, es mögen auch Kinder unter 14 Jahren Aufnahme finden. Der Sperrungsb©schluß einer Loge nicht genehmigt. Der Beschluß einer Loge, die Aufnahme zu sperren, wurde seitens des Geschäftsaassohusses der deutschen Großloge nicht genehmigt, weil keine Möglichkeit bestand, die um Aufnahme werbenden wertvollen Kräfte einer anderen Loge zuzuführen ooer eine zweite Loge zu gründen. Katastrophe n- Komitee f ür jüdische Flüchtling e. Über ein Gesuch des Obmannes des Kriegs-Komitees, als Abteilung des Katastrophen-Komitees für jüdische Flüchtlinge, hat das Exekutiv-Komitee des Ordens 3000 Dollars bewilligt. Dies ist ein Beitrag zu einem Fonde von 500.000 Dollars, welcher zu dem Zwecke aufgebracht werden soll, um die Not der aus den Häfen Europas und Kubas verschlagenen jüdischen Flüchtlinge zu lindem. * Gründung eines. Tuberkulosen-Heimes f. F a u e n ün d Kinder. Bruder Goldschmied berichtet: In der Sitzung des jüdischen Frauenbundes, an der auch Vertreter der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, des D. I. G. B. und er für die Großloge teilgenommen hatten, wurde beschlossen, eine Arbeitsgemeinschaft der in der Zentral wo h lfah r fcs s t eil e z u s am m en g e - schlossenen Organisationen: D. I. G. B., Jüd. Frauenbund und Großloge mit der Zentralwohlfahrtsstelle zu gründen. Die Zionistische Vereinigung soll zum Beitritt aufgefordert werden. Die Arbeitsgemeinschaft soll die zur Bekämpfung der Tuberkulose unter den Juden Deutschlands erforderlichen Mittel aufbringen. Aus den gesammelten Mitteln soll ein Tuberkuloseheim für Frauen und Kinder errichtet werden. Der jüdische Frauenbund hat für den Zweck bereits 100.000 Mk. gesammelt, die er zur Verfügung stellt. Das Heim soll als Heim des Jüdischen Frauenbundes eröffnet werden. Von den gesammelten Geldern sollen 20% zur Bekämpfung der Tuberkulose außerhalb von Heilstätten verwandt werden. In den Arbeitsausschuß sollen von jeder der Organisationen zwei Vertreter entsandt werden. Von einem Bruder wird betont, daß die Zentralwohliahrtss teile die Sache auf eine breitere Grundlage stellen will, so daß das Heim auch Männern offen wäre; sie wolle deshalb die Leitung übernehmen. Am 3. Februar soll eine diesbezügliche Sitzung stattfinden. Er bittet, zwei Vertreter der Großloge abzuordnen. Von einem anderen Br. wird betont, daß die Schaffung von jüd. Lungenheilstätten außerordentlich notwendig wäre und daß die Großloge sich hieran nicht nur ideell, sondern auch . finanziell beteiligen sollte. Er warnt vor einer Überzentralisation und bittet dahin zu wirken, daß nach Möglichkeit dem jüdischen Frauenbunde die Geschäftsordnung überlassen werde. Ein Bruder betont, daß das Gebiet ein so großes sei, daß die Frauen allein es nicht (bewältigen könnten. Dagegen könnte ihnen die Tuberkulosefürsorge für die Frauen sehr wohl überlassen werden. Es wird beschlossen. Br. Walter und Hirsch in den Arbeitsausschuß abzuordnen. * B. B. -Ein wand er er- Bureau in Mexiko. Das B'nai B'rith-Bureau in der Stadt Mexiko entwickelt /bereits eine unschätzbare Tätigkeit, indem es Hunderte von jüdischen Einwanderern empfängt, ihnen sofortige Hilfeleistung bietet und ihnen hilft, sich ihrem Berufe gemäß zu etablieren. Ein Agent des Bureaus empfängt sie im Hafen von Vera-Cruz, bringt sie nach Mexiko, dort bleiben sie im Hause des Bureaus 8 bis 10 Tage, bis sie untergebracht sind, erhalten daselbst Wohnung und Kost unentgeltlich. Das Haus ist ein zweistöckiges Gebäude mit 20 Räumen, darunter außer Schlaf- und Speisezimmern, Lehrzimmer und Gesellschafts-Räume. Nahezu alle wurden mit einiger finanzieller Unterstützung untergebracht. Der Leiter des Bureaus Br. Weinberger,