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B'nai B'rith · 1925-02-01 · 2 (2.1925) · p. Seite 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
2 (2.1925)
Date
1925-02-01
Page
Seite 49 (sequence 25)
Language
German
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49 glieder. Gleich im ersten Jahre unseres Bestandes hatten wir den Verlust zweier lieber Brüder durch den- Tod zu betrauern, und zwar Br. Alfred Geduldiger, Wakowitz, und Br. Moritz Glaser, Postelberg. Diese beiden Brüder wurden uns durch ein grausames Schicksal allzufrüh entrissen, aber die Erinnerung an sie wird ewig in unserer Mitte fortleben. Ein Bruder (Dir. R. Wachtel, Komotau) ist nach kurzer Angehörigkeit zu unserer Loge wieder ausgetreten, ein Bruder (Ing. Otto Steiner) wurde neu aufgenommen, so daß einem Abgang von 3 Brüdern ein Zuwachs von einem Bruder gegenübersteht. In den abgelaufenen dreiviertel Jahren unseres Bestandes haben wir neun ordentliche Sitzungen abgehalten. Die durchschnittliche Besuchsziffer (betrug 34 Brüder, also 70%, mit Rücksicht darauf, daß mehr als ein Drittel der Brüder nicht in Saaz wohnhaft ist, ein immerhin schönes Ergebnis. In diesen Sitzungen wurden nachstehende Vorträge abgehalten: 17. April Vizepräsident Br. S. Weiner: Altehrwürdige Stätten der Juden. 8. Mai Br. Dr. Alfred Heller: Pflanzen-Erotik. 8. und 24. Mai Br. Otto Schwarz topf: Aus den B'nai B'rith News. 16. Oktober Br. Finanzrat Dr. Lederer: „Veritas", subjektive und objektive Wahrheit. 27. November Br. Dr. Hugo Herrmann (Brünn): Meine Palästina-- reise im Sommer 1924. 29. November Referat, des Expräs. Br. Dr. Kornfeld („Freundschaft") über die Sitzung des s. w. Generalkomitees. 18. Dezember Br. Dr. Karl Eben: Festrede zu Ehren des 70. Geburtstages des s. w. Großpräsidenten Prof. Ehrmann. 18. Dezember Br. Dr. Walter Könner (Karlsbad): Der jüdische Gedanke im Orden. Außer diesen ordentlichen Sitzungen, welche regelmäßig von drei zu drei Wochen abgehalten wurden, fanden allwöchentlich zwanglose Zusammenkünfte statt, die gleichfalls einen starken Besuch aufwiesen und in erster Reihe der Pflege der Geselligkeit, jedoch auch der Erledigung dringender Angelegenheiten gewidmet waren. Erwähnt sei auch, daß wir sofort nach Gründung der Loge darangegangen sind, auch die weiblichen Familienangehörigen in den Ideenkreis unserer Loge einzubeziehen. Es finden allwöchentlich in unserem Logenheim Zusammenkünfte der Schwestern statt, welche vorläufig allerdings nur der Vertiefung der geselligen Beziehungen dienen sollen, aber auch Gelegenheit geboten haben, .die Schwestern durch Vorträge mit dem Gedankenkreis des Ordens vertraut zu machen. Der Besuch dieser Zusammenkünfte ist befriedigend und läßt uns eine schöne Entwicklung zu einer Schwesternvereinigung erhoffen. Was die finanziellen Leistungen anlangt, so betrugen die aus dem Kreise der Brüder während des Bestandes der Loge gemachten Einzahlungen Kc 88.044.50, was einer durchschnittlichen Leistung per Kopf von zirka Kc 1900.— entspricht. Von diesem Betrage wurden verausgabt: für humanitäre Zwecke Kc 7715.—, für die Gründung eines Witwen- und Waisenfondes Kc 11.213.44, für die Gründung eines mobilen Witwen- und Waisenfondes Kc 30.000.—, für die Gründung des Unterstützungsfondes Kc 1944.53. Der Dispositionsfond weist am Schlüsse des Jahres Kc 682.12 aus, der Rest wurde nebst dem von der s. w. Großloge und den beiden Prager Logen uns anläßlich der Gründung unserer Loge zur Verfügung gestellten Betrag für die Errichtung und Einrichtung unseres Logenheimes und die laufende Regie verausgabt. In den oberwähnten Leistungen für humanitäre Zwecke ist eine noch im Gründungs Stadium von den Saazer Brüdern durchgeführte großzügige Kleider- und Wäche-Sammel-Aktion für die notleidenden deutschen Brüder nicht inbegriffen. Bemerkt sei noch, daß nach allen Sitzungen, in denen Brüder eingeführt oder Gastvorträge gehalten wurden, Brudermahle stattfanden.

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