B'nai B'rith
- Journal
- B'nai B'rith
- Volume
- 4 (1925)
- Issue
- 2 (2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 48 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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48 herigen Tätigkeit und seiner künftigen Aufgaben. Sei auch diese Institution erst im Anfangsstadiuni der Entwicklung, so bedeute sie doch eine Etappe auf dem Wege zur Erfüllung höchster Menschheitsideale. Referate ad 3. „Negativer und positiver Nationalismus": Er. Prof. Stransky am 26. Jänner: ..Lenin und Wilson"': Er. lug. Jakob Meißner am 5. April; .Juden und Judentum in der tschechischen Literatur": Br. Norbert Adler am 17. Mai; „Über Sittengebot und Strafrecht": Er. Dr. Rudolf Eisner am 31. xMai; „Smetana (Buchbesprechung über Er. Dr. Ernst Rychnovskys gleichnamiges Werk)": Br. Prof. Konrad Wall er stein am 27. September; „Tom Gelde": Br. Expr. Prof. Max Weiss am 15. November. In dem Vortrage „Über Sittengebot und Strafrecht" beleuchtet Br. Dr. Eisner das Bestreben der moderneu Gesetzgebung, das Strafrecht mit den ethischen Ansichten in Übereinstimmung zu bringen. In dem Vortrage „Juden und Judentum in der tschechischen Literatur" verwies Br. Norbert Adler auf die Fülle jüdischer Motive, welche tschechischen Schriftstellern eine unerschöpfliche Quelle von Anregungen bot, sowie auf den Einfluß Heinrich Heines. In sozialer Hinsicht wurde vom sozialen Komitee das Elaborat des verstorbenen Br. Ing. Edelstein betreffs der Berufsumschichtung ausgearbeitet und führte zum Beschlüsse der Logensitzung am 25. Oktober, laut welchem an der Fachschule in Mähris ch-Ostrau ein Freiplatz auf die Dauer von 3 Jahren gestiftet wurde. Die Stiftung erhielt zum Andenken des Verstorbenen den Namen „Ing. Edelstein-Stiftung"» Das soziale Komitee beschäftigte sich ferner mit der Lage der jüdischen Studentenschaft in Prag, dem Handwerkerlehrlingsheim, sowie der Fürsorgezentrale. Das gemeinsame Wohltätigkeitskomitee hat im verflossenen Berichtsjahre 84 Gesuche einer günstigen Erledigung zugeführt. Von der Darstellung der Tätigkeit der unter der Patronanz der Loge stehenden Vereine und Anstalten wird abgesehen, da dies der s.w. Großloge bekannt sein dürfte. Am 26. Januar wurde auf Antrag des sozialen Komitees der Beschluß gefaßt, für die deutsche Brudernofeliilfe eine obligate manatliche Spende von mindestens Kc 15.-— pro Bruder auf die Dauer der Notwendigkeit einzuführen. In der Logensitzung vom 29. November wurde beschlossen, die Einführungsgebühr per 1925 auf Kc 1000.— zu erhöhen und die jeweilige Festsetzung der Höhe, jährlich durch die Generalversammlung zu bestimmen. Die diesbezüglich notwendige Änderung der Statuten wurde gleichfalls der nächstjährigen Generalversammlung zur Annahme empfohlen. »Veritas.« Die Gründung unserer Loge, die am 30. März 1924 feierlichst installiert wurde, hat jedem einzelnen von uns so große materielle Opfer auferlegt, daß wir uns in weitere kostspielige Aktionen in diesem Jahre nicht einlassen konnten. Die Arbeit an der inneren Konsolidierung, die Bemühungen, die neue Maschine zur reibungslosen Funktion zu bringen, hat aber auch sonst alle unsere Kräfte in Anspruch genommen. Und wenn auch manches in unserem Logenleben noch verbesserungsbedürftig ist, so können wir doch mit dem Ergebnis dieses ersten Jahres zufrieden sein. Durch die Gründung der Loge wurde nicht nur unter den Saazer Brüdern, die ja seit vielen Jahren den brüderlichen Verkehr pflegen, der Ordensgedanke vertieft, es ist uns auch gelungen, die brüderlichen Beziehungen zu den auswärtigen Brüdern zu vertiefen und sie in unserem Ordenstempel heimisch zu machen. Mit 48 Brüdern wurde die Loge gegründet, am Schlüsse des Jahres zählten wir 46 Brüder, also eine Verringerung unserer Zahl um 2 Mit-