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B'nai B'rith · 1925-01-01 · 1 (1.1925) · p. Seite 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
4 (1925)
Issue
1 (1.1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 21 (sequence 21)
Language
German
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sehen Distriktes, keinen Raum finden. Seine in der altjüdischen \ ergangenheit, mit der er sich eng verbunden weiß, wurzelnder Ofptimismus und der daraus notwendig' folgende Aktivismus bilden das stärkste Gegengewicht gegen das Aufkommen lähmender •pessimistischer Stimmungen. Wir aber, die bescheidenen Kärrner, die in emsiger Arbeit die .Materialien zu dem großen unendlichen Bau unseres Bundes nach dem Plane des führenden Geistes, der sich in abstrakter und konkreter Form offenbart, zusammentragen, erkennen staunend, daß eine geheimnisvolle Kraft vom Gesaniitgeiste zur einzelnen führenden Persönlichkeit fließt und, vom führenden Geiste ausgehend, sich dem Gesamtgeiste mitteilt. „Me-,chajil el chojil!" Von Kraft zur Kraft! Br. Prof. Dr. Josef Österreicher. Das Jubiläum der w. „Philanthropia" in Reichenberg. Am 18. Jänner beging die w. „Philanthrop ia" in Reichenberg ein dreifaches Fest. Sie feierte in einer Festsitzung die Erinnerung an ihre vor dreißig Jahren erfolgte Gründung und verband mit dieser Jubelfeier die Einführung dreier Kandidaten und die Installierung der neuen Beamten für den Termin 1925. Die Festsitzung, a.n der u. a. der s. w. Großpräsident Dr. Josef Popper teilnahm, der auch die Installierung der neuen Beamten vollzog, hielt die Brüder in dem schönen Logenheim fast vier Stunden beisammen. Die Festrede hielt Expr. Dr. Emil Hofmann, der von der hohen Warte der ethischen Grundsätze unseres Ordens die Geschichte der „Philanthropia" skizzierte und mit schwungvollen Worten der toten und lebenden Brüder gedachte, deren Verdienste mit der Entwicklung der Loge untrennbar verbunden sind. Das Bekenntnis zum Bunde, vorbereitet durch Anführung von Zitaten aus den W'erken der größten Dichter und Denker, riß die Brüder, die den geistvollen und tiefgründigen Ausführungen mit gespanntester Aufmerksamkeit gefolgt waren, zu stärkstem Beifall hin. Nach der feierlichen Einführung der Kandidaten Ing. J. Blum, Morchenstern, Prok. Hans Deutsch, Gablonz, und Ing. Emil Wesely, Reichenberg, durch den Präsidenten des abgelaufenen Termins Br. Dr. Schnürmacher installierte der s. w. Großpräsident die neuen Beamten. Nachdem er ihnen das Gelöbnis abgenommen hatte, verwies er in ergreifenden Worten auf die Verdienste der verstorbenen Expräsidenten Schulhoff und Winterbeng um die w. „Philanthropia" und die Großloge und skizzierte dann die Aufgaben, die in der nächsten Zeit des Ordens harren. Er besprach die Fragen, die auf der nächstjährigen Konstitutions-Großloge verhau lelt werden sollen und gab seiner Genugtuung über die Zusammenarbeit der europäischen Großlogen Ausdruck, die 'durch die Karlsbader Zusammenkunft dokumentiert worden sei. Er erblickt die gedeihliche Entwicklung der Logen nicht darin, daß diese durch die große Zahl ihrer Mitglieder Eindruck machen oder finanzielle Sammelstellen sein wollen, sondern in der Qualität der Mitglieder, die geeignet sind, die Ideale des Bundes der V e r w inkli ch u ng entg e genzu f ühr e n. Der s. w. Großpräsident überbrachte schließlich der w. „Philanthropia" die Glückwünsche der Großloge zu ihrem dreißigsten Wiegenfeste. Namens der Delegierten der Logen „Bohemia", „.Allianz", „Praga" u. ..Freundschaft" verdolmetschte Br. Dr. Rychnovsky deren Wünsche, für die Wiener Logen sprach Br. Direktor Mautner, für die w. „Viktoria", Görlitz, die mit der w. „Bohemia" an der Wiege der ..Philanthropia" gestanden war. Br, Expr. Brinitzer Der w. Präsident Ing. Teltsoher gedächte in seiner Rede der Bedeutung, die für ihn. den jungen Bruder, der Eintritt in die Loge gehabt habe, da er hier gelernt bähe, öffentlich aufzutreten, und er erklärte, daß nicht die Entwicklung eines langen Arbeitsprogrammes die Richtschnur für sein viertes Präsidentenjahr sein werde, sondern wie bisher der Grundsatz der treuen Pflichterfüllung. Nach der Festsitzung begaben sich die Brüder ins Hotel „Goldener Löwe", wo unter Beteiligung der Schwestern ein sorgfältig arrangiertes

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