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B'nai B'rith · 1924-12-01 · 10 (12.1924) · p. Seite 284

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
B'nai B'rith
Volume
3 (1924)
Issue
10 (12.1924)
Date
1924-12-01
Page
Seite 284 (sequence 26)
Language
German
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284 pflege werden neben entsprechenden theoretischen Lehrfächern systematisch unterrichtet. So wird Palästina die tüchtige Hausfrau bekommen und die landwirtschaftlichen Betriebe die vielseitig ausgebildete Helferin. Ökonomie ist einer der wichtigsten Produktionsfaktoren. Aus diesem Grunde will die Schule schon in den nächsten Monaten eine landwirtschaftliche Abteilung angliedern. Die soviel erstrebte Berufsumschichtung wird erst so ganz zur Frage einer verständigen Schulorganisation. „Viele jüdische Menschen aus Palästina selbst und dem großen Menschenarsenal im Osten Europas werden auf diesem Wege den Ubergang zur Produktion vollziehen," ist die von Biram aufgestellte Prognose. Wenn auch die Schule im allgemeinen, eine Arbeits- und Produktionsschule im besondern, an den Qualitäten des ihr anvertrauten Kindes viel beeinflußen kann, entscheidend für die Berufsumschichtung ist meines Erachtens doch der gegebene Unterbau; denn die Produktionseignung des Menschen ruht nicht so sehr in der schulmäßigen Vorbereitimg wie im Arbeitscharakter. Besitzt ihn der Jude in hervorragenden Maße? Oder besitzt er ihn mehr dort, wo er nicht unter dem Drucke des Rentabilitätszwanges einer stark konkurrierenden Wirtschaft steht? Die Erfahrungen mit jüdischen Schülern an gewerblichen Fachschulen scheinen die erste Frage zu verneinen; die hebräische Realschule in Haifa bejaht dagegen durch ihren Begründer und Leiter mit Entschiedenheit die zweite Frage. Als ihr Hauptpostulat stellt sie die Forderung auf, ihrem Menschenmaterial die unbedingt zuverlässige Arbeitsgesinnung zu geben. Und auf die kommt es an. Personalnachrichten. Sterbefälle: Br. Gustav Eisner, gest. am 17. November 1924, geb. in Lundenburg im J. 1848, eingetr. i. d. w. „Moravia" am 10. Feber 1906. Br. Ing. Max Ehrmann, gest. am 21. November 1924, geb. in K. Weinberge im J. 1888, eingetr. i. d. w. „Bohemia" am 15. Oktober 1921. Br. MUDr. Josef Theimer, gest. am 6. Dezember 1924, geb. in Räby im J. 1857, eingetr. i. d. w. „Union" am 1. Feber 1903. B. Expräs. Berthold Winterb erg, gest. am 10. Dezember 1924, geb. am 8. April 1845 in Jungbunzlau, eingetr. i. d. w. „Bohemia" am 3. März 1894 und als Freibriefbruder am 12. Sept. 1894 i. d. w. „Philanthropia", Br. Josef Eckstein, geboren am 14. März 1849 in Dneschitz b. Pfestitz, gest. am 14. Dezember 1924, eingetr. i. d. w. „U n i o n" am 15. März 1893, Neueinführungen: In die w. „A 11 i a n z" wurden am 1. November folgende Brüder eingeführt: Siegfried Fleischer, Kaufmann, B. Budweis, Dr. E m i 1 F 1 u ß e r, Kinderarzt, B. Budweis, Josef K o 11 m a n n, Optiker, B. Budweis, Hugo Reitler, Fabrikant, B. Budweis, Rudolf Heller, Kaufmann, Frauenberg. In die w. „O stravia" wurden am 7. Dezember folgende Brüder eingeführt : Alfred Knöpfe Im acher, Stationsvorstand, M. Ostrau, Dr. Jakob Himmelblau, Stadtarzt, M. Ostrau.

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